Mitte des 18. Jahrhunderts leben vier Künstler Freunde in einer armseligen Mansarde in Paris. Der schwärmerische Dichter Rodolfo, der temperamentvolle Maler Marcello, der fröhliche Musiker Schaunard und der abgeklärte, etwas brummige Philosoph Colline sind typische Bohemiens, die keinen Pfennig Geld, aber Lebenshunger haben. Am Weihnachtsabend beschließen die Vier, in ihrem Stammlokal Cafe Momus zu feiern und verlassen fröhlich ihre Wohnung. Nur Rodolfo bleibt zurück, um noch ein wenig zu lesen. Da klopft plötzlich die bildschöne, sehr Kranke Nachbarin Mimi an die Tür, um Licht für ihre erloschene Kerze zu erbitten. Rodolfo und Mimi verlieben sich sofort, woraufhin er sie mit ins Cafe zu seinen Freunden nimmt. Zu der feiernden Gruppe stößt auch bald Musetta, die ehemalige Geliebte des Malers Marellos, hinzu. Zwar ist sie in Begleitung ihres ältlichen Verehrers Alcindoro, verdreht aber trotzdem Marcello wieder den Kopf und die beiden werden ein Liebespaar. Feiernd verlässt die.. .
Taxifahrerin Özge (Violetta Schurawlow) lebt in Wien, besucht die Abendschule, redet wenig und trainiert hart. Sie ist eine leidenschaftliche Thaiboxerin. Eines Tages beobachtet Özge einen Mord im Nachbarhaus. Fortan macht der Serienkiller Jagd auf die Augenzeugin. Er lauert Özge in ihrer Wohnung auf, doch er tötet die Falsche: Ranya, Özges Cousine und beste Freundin, bezahlt die Verwechslung mit ihrem Leben. Nun muss Özge sich auch noch um Ada kümmern, der kleinen Tochter von Ranya. Hilfe bekommt die Gejagte von dem knurrigen Wiener Kommissar Christian Steiner (Tobias Moretti), der eigentlich schon genug damit zu tun hat, seinen demenzkranken Vater (Friedrich von Thun) zu versorgen. Auch Steiner kann nicht verhindern, dass der Serienkiller (Sammy Sheik) Özge immer wieder gefährlich nahe kommt.
Sommer 1780. Auf dem Weg nach Salzburg bleibt die Theatergruppe um Emanuel Schikaneder und seiner treuen Gattin und kreativen Unterstützung Eleonore mangels Geld, Ideen und Spielerlaubnis in einem kargen Bergdorf nahe der österreichischen Grenzehängen. Dort eskaliert gerade eine Auseinandersetzung der Bergleute mit dem geizigen Bergwerksbesitzer Paccoli, der seine Angestellten aus Geldgier in schlecht gesicherte Stollen schickt und täglich das Leben der hart arbeitenden Männer aufs Spiel setzt. Der Bergarbeiter Georg Vester aus dem Allgäu stolpert unversehens in die aufgeheizte Situation und wird für die einfachen Kumpel eine Art Heilsfigur. Schikaneder entdeckt in der sich anbahnenden Revolte schnell die Basis für ein neues Stück. Doch nicht nur die Bergarbeiter rebellieren, auch Schikaneders Ensemble geht wenig später auf die Barrikaden.
Eine Klimaforschungsstation in den Alpen wird zum Ort unsagbarer Schrecken, als sich ein vermeintlich blutender Gletscher als Hort gefährlicher Mikroorganismen entpuppt. Diese haben nicht nur bei der dortigen Tierwelt grauenerregende Mutationen zur Folge, sondern auch beim Menschen. Und letzterer ist an der bluttriefenden Misere nicht ganz unschuldig.
Goebbels will 1940 unter der Regie von Veit Harlan mit dem Film Jud Süß den Vernichtungsfeldzug gegen die Juden untermauern. Und Marian - erfolgsgetrieben und naiv - lässt sich auf ein Spiel ein, das viel zu groß für ihn ist, und von dem er nicht ahnt, dass es ihm bald schon zum Verhängnis werden wird. Viel zu spät begreift er, in was er hineingeraten ist - nämlich in ein Vehikel des Holocaust, das sein Gesicht trägt. SS-Soldaten, die später in Polen an Massenerschießungen von Juden beteiligt waren, bekamen den Film verordnet - Millionen Deutsche sahen ihn sich freiwillig im Kino an, über 20 Millionen in Europa. Marians Schicksal ist ein Drama von Aufstieg und Fall - eines Menschen und eines mörderischen Systems.
Der Heilige Geist, der auf den klingenden Namen Hage hört, fristet auf Erden ein kümmerliches Dasein. Ein Musical, das in der Tanzbar von Friedl am 31. Dezember uraufgeführt werden soll, soll die Lage wenden. Dummerweise erscheint ausgerechnet jetzt Christl, der Sohn Gottes, und eröffnet Hage, dass er gekommen ist, um die Apokalypse vorzubereiten. Das gilt es zu verhindern. Hage versucht Christl durch die Hilfe der Gogo-Tänzerin Mona von der Menschheit zu überzeugen. Unaufhaltsam nimmt das Unheil seinen Lauf.
Drei Morde in 24 Stunden. Das ist für Polizeipräsident Pilch inakzeptabel - da es die Karriere nicht fördert. Ins Innenministerium will er, ganz hinauf, und deshalb muss ein Fahndungserfolg her. Augenblicklich. Also (re-)aktiviert er den besten Mann der Exekutive: Major Adolf Kottan. Doch der ist gar nicht daran interessiert, wieder als Kieberer tätig zu werden, und spielt lieber in Kottans Band die Gitarre. Auf einmal plumpst ihm eine Leiche aufs Kleinwagendach, und er nimmt in der In-Bar Fast Fut seine Ermittlungen auf.
Agathe von Trapp wächst mit ihren sechs Geschwistern behütet auf dem Familiensitz im Salzburger Land auf. Mit dem Tod der geliebten Mutter bricht für sie eine Welt zusammen. Das Mädchen mit der goldenen Stimme beschließt, nie wieder zu singen. Stattdessen kümmert sie sich aufopferungsvoll um Haushalt, Geschwister und ihren Vater Georg von Trapp. Der sieht das mit gemischten Gefühlen und ermuntert sie, ihr eigenes Leben aufzunehmen. Die Familie zieht nach Salzburg und in dem Kindermädchen Maria Gustl findet der Vater eine neue Liebe sowie eine Ersatzmutter für seine Kinder. Agathe empfindet Maria als Konkurrenz und reagiert mit Ablehnung … Pressezitat: „Über die Kraft der Familie, die Macht der Gefühle und die Schönheit der Musik erzählt, Die Trapp Familie“ (Bild)
Es war die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten. Über 130 Millionen britische Pfund wurden gedruckt, unter Umständen, die nicht spektakulärer und tragischer hätten sein können. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage zunehmend aussichtslos wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs kurzerhand, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen rüstete man hierfür unter dem Decknamen Operation Bernhard zwei strikt vom restlichen Lager und der Außenwelt abgeschottete Baracken in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt um. Die Häftlinge hatten die Wahl: Unterstützen sie den Feind, bekamen sie die Chance zu überleben - als Gefangene erster Klasse in einem goldenen Käfig, ausreichend Essen und eigene Betten inbegriffen. Sabotierten sie, bedeutete dies den sicheren Tod. Für die Fälscher ging es nicht mehr darum, Leib und Leben zu retten, .. .
Gestern stand er am Rande des Abgrunds, heute ist er einen Schritt weiter: Brenner (Josef Hader) kehrt nach Graz zurück, in die Stadt seiner Jugend. In der Konfrontation mit seinen Jugendfreunden, seiner Jugendliebe und seiner großen Jugendsünde, kommt es zu Morden und einem verhängnisvollen Kopf-schuss. Als Brenner aus dem Koma erwacht, macht er sich auf die Suche nach seinem Mörder - obwohl alle behaupten, er sei es selbst gewesen... Am Anfang war Brenner am Ende, aber am Ende könnte er vor einem neuen Anfang stehen.
Als wahres Wundermittel preist der geldgeile Hotelier Franz (Karl Fischer) dem Investor Chekov (Kari Rakkola) das „Solanum +10“, seine Allzweckwaffe für Immerschnee, an, kurz bevor dem Russen die grüne Wunderbrühe ins kantige Gesicht spritzt. Schnell schlägt seine Haut Pusteln, während das Reden zum Grunzen verkommt. In „Ritas Gaudihütte“ fällt solch exzentrisches Verhalten am letzten (Sauf-)Tag der Saison aber kaum auf: In der rustikalen Stub’n stranden auch drei Profi-Snowboarder, die gerade einen lukrativen Sponsoring-Deal in den Sand gesetzt haben, und während die Bierseligen auf der Tanzfläche zu Dödelschlagern schunkeln, mischt sich der inzwischen untote Russe Chekov unter sie und verwandelt die Schnapsleichen in Zombies. Auf dem Berg ist bald die Hölle los: Gemeinsam müssen die Anwesenden einen Ausweg aus der Zombie-Apokalypse finden – und dazu sind ihnen alle Waffen, von Bierbänken über Snowboards bis hin zu Schneefräsen, recht! Mit seiner tiefergelegten Zom-Com vereint.. .
Urlaubsbeginn. Anna, Georg und ihr Sohn Schorschi fahren in ihr idyllisch gelegenes Ferienhaus am See. Während Vater und Sohn schon mal das Segelboot auftakeln, bereitet Anna das Abendessen vor. Plötzlich wird die Idylle durch Peter und Paul gestört. Die beiden so wohlerzogen wirkenden jungen Männer geben bald zu verstehen, dass sie es auf das Leben der Familie abgesehen haben. Es beginnt ein tödliches Spiel.
Für die Wienerin Wanda (Caroline Peters), überzeugte Atheistin und Feministin, wird ihr schlimmster Albtraum wahr, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Wandas wunderbare Welt des besseren Wissens steht Kopf. Sie wünscht sich die Zeit zurück, als ihre einzigen Probleme im Komasaufen und Kiffen bestanden. Plötzlich dreht sich alles um die Frage: Wie bringt man das Mädchen zur Vernunft? So ernst meint es Nina plötzlich mit der Religion, dass es selbst die echten Muslime mit der Angst bekommen. Und so findet Wanda eine unwahrscheinliche Mitstreiterin in der Muslima Hanife, der Mutter von Ninas Freundin Maryam, die für Frauenrechte im Islam kämpft und Ninas Radikal-Religionskur für einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter hält. Pressezitate: Egal wie derbe oder obszön die Witze auf Kosten der unterschiedlichen kulturellen Kontexte sind, wie laut der Knall auch ist, sollen doch immer Brücken gebaut und die.. .
Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in Deine Augen schau. Nicht für Ottilie Giesecke. Gerade per SMS von ihrem Freund verlassen, lässt sie sich von ihrem Vater Wilhelm überreden, ihn für einen Kurzurlaub ins Weiße Rössl an den Wolfgangsee zu begleiten. An der Grenze zum Salzkammergut bricht plötzlich die Sonne hervor, die Welt ist himmelblau, gute Laune und ausgesuchte Höflichkeit brechen sich unaufhaltsam Bahn. Als Ottilie dann auch noch von Dr. Otto Siedler einen Heiratsantrag erhält, ist sie sich absolut sicher zwischen lauter Verrückten in der Kitschpostkartenhölle gelandet zu sein. Nur in Leopold, dem Oberkellner des ‚Weißen Rössls, findet sie einen Seelenverwandten. Hadert er doch wie sie selbst mit der Liebe. Leopold ist hoffnungslos in seine Chefin, die Rössl-Wirtin Josepha verliebt, die das Rössl an Sigismund Sülzheimer verkaufen will, nichtsahnend, dass er diese Keimzelle ungezählter glücklicher Verbindungen, aus enttäuschter Liebe heraus abreißen möchte. Während.. .
Lazarus Fell, ein Ex-Navy SEAL und Experte für verdeckte Operationen, hat seinen Vater, Solomon Fell, einen hochrangigen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, beim Anschlag auf das World Trade Center verloren. Um die wahren Verantwortlichen für den gewaltsamen Tod seines Vaters ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen, täuscht Lazarus sein eigenes Ableben vor und geht in den Untergrund. Nach vielen Jahren gelingt es Lazarus, den verantwortlichen Terroristen aufzuspüren. Lazarus bringt den Terroristen in seine Gewalt und verhört ihn bei sich in seinem Versteck. Die Befragung bringt Dinge über den internationalen Terrorismus ans Licht, die nicht nur auf das Leben von Lazarus nachhaltigen Einfluss haben...Tatsächlich! Nachrichteninhalte, Archiv- und Dokumentaraufnahmen werden nahtlos und so überzeugend in die erschütternd plausible Erzählung verwoben, dass es dem Zuschauer schwer fallen wird, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden.
Finanzblase und Umschuldungsprogramme, die mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar sind, findet man nicht nur in der Hochfinanz. In der kleinen Gemeinde Neufurth beobachtet einer den anderen ganz genau, sozialer Neid bestimmt das Leben und letztlich steht allen finanziell das Wasser bis zum Hals. Hans A. Pospiech, leidenschaftlicher Amateurfilmer und letzter Kinosaurier, hält sich nur über Wasser, indem er Weltkriegs-Memorabilien aus dem Nachlass seines Vaters verscherbelt. Sein größter Konkurrent um den Rang des Filmexperten im örtlichen Amateurfilmclub ist dessen Direktor Nagy, erfolgloser Immobilienmakler mit missgünstigem Charakter. Dieser baut seinen Expertenruf darauf auf, die Großen des Films gekannt zu haben -- in Wahrheit ist er ihnen aber nur als Bratwurst-Verkäufer auf dem Bavaria-Studiogelände begegnet. Treffpunkt des täglichen Provinz-Hahnenkampfs ist die Schwankwirtschaft von Grete Neuriedl, die mit lauter klammen Kunden auch keinen Blumentopf. ..
Wien, 1938: der jüdische Galeristensohn Victor Kaufmann, der Arbeiter Rudi und Victors Freundin Lena sind unzertrennlich. Nur insgeheim neidet Rudi dem Freund Frau und Finanzen. Eines Tages tauscht Rudi seine Arbeiterkluft gegen die SS-Uniform und verrät seinen Nazi-Kumpels ein brisantes Geheimnis: die Kaufmanns besitzen einen echten Michelangelo! Was Rudi nicht weiß - auch zwei Fälschungen sind im Umlauf. Rudi beschlagnahmt, was er für das Original hält, schickt die Kaufmanns ins KZ und verlobt sich mit Lena. Doch gerade als der Michelangelo dem Duce geschenkt werden soll, entdeckt man das Geheimnis: die Italiener sind empört. Rudi sammelt Victor im KZ ein – er soll ihn nach Berlin zu den etwas anderen Verhörmethoden bringen. Als das Flugzeug abstürzt und Rudi verletzt am Boden liegt, schnappt sich Victor Rudis Uniform. Mit vertauschten Rollen geht es nun zur Kommandozentrale, aber dorthin ist auch Lena unterwegs, um ihren Verlobten zu besuchen... Die Jagd nach dem echten. ..
Könige werden zuvorkommend behandelt! Das ist zumindest Georgs (Josef Hader) Ansicht, der seit Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker mit spitzer Feder für das Feuilleton einer Wiener Zeitung schreibt. Doch dann wird er überraschend von seinem Chefredakteur (Jörg Hartmann) gekündigt: Sparmaßnahmen. Seiner jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger), deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den Rausschmiss und sinnt auf Rache. Dabei steht ihm sein ehemaliger Mitschüler Erich (Georg Friedrich) zur Seite, dem Georg in seiner neu gewonnenen Freizeit hilft, eine marode Achterbahn im Wiener Prater wieder in Gang zu setzen. Georgs nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef beginnen als kleine Sachbeschädigungen und steigern sich, zu immer größer werdendem Terror. Schnell gerät sein bürgerliches Leben völlig aus dem Ruder… Pressezitate: Unvergesslich. Ein sauguter Film! (Tagesspiegel) Eine Liebeserklärung an die. ..
Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Während er sich bei einem Aushilfsjob Geld für das anstehende Studium verdient, beeinträchtigt eine Angststörung seinen Alltag immer mehr. Eines Nachts lernt er im Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Jakob nimmt all seinen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen, attraktiven Fremden. Als sich die beiden in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen … Bildgewaltig und atmosphärisch dicht zeigt Regisseur Gregor Schmidinger in seinem ersten Langfilm den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verwischen. Neben Newcomer Simon Frühwirth, der in der Rolle des Jakob als Darsteller debütiert und dafür schon mehrfach ausgezeichnet wurde, glänzt der österreichische Star- Kabarettist und Schauspieler Josef.. .
In einem abgelegenen, idyllischen Haus am Waldrand genießen die Zwillingsbrüder Lukas und Elias die Sommerferien. Die beiden streunen zwischen Waldsee und Maisfeld umher und können die Ankunft ihrer Mutter kaum erwarten. Als sie jedoch mit einbandagiertem Gesicht aus dem Krankenhaus zurückkehrt, sind alle früheren Gewissheiten verschwunden. In der strengen Frau, die nun vor ihnen steht, können sie ihre Mutter kaum wiedererkennen. Schon bald werden sie den Zweifel nicht mehr los, dass eine Fremde die Kontrolle übernimmt. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich.
Ein Filmset in Berlin und ein Gasthaus in den herbstlichen Alpen. Götz Spielmann („Revanche“, „Antares“) erzählt äußerst elegant von gegensätzlichen Schwestern und ihren Geheimnissen, von Liebe, Tod und Identität. Pressezitate: Spannungs- und energiegeladene Atmosphäre lässt einen vor allem in der ersten Hälfte des Films immer wieder den Atem anhalten. (kleinezeitung.at) Ein erwachsener und sehr komplexer Film. […] entwickelt eine emotionale Wucht. (kino-zeit.de) Intime, düstere Studie über unausgesprochene Wahrheiten innerhalb einer Familie (Der Kurier)
Durch eine kuriose Verwechslung findet sich der Kleinkriminelle Denis (Emilio Sakraya) plötzlich in der Position des Krankenpflegers für den Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbach) wieder. Dabei wollte er nur in dessen Villa einbrechen, um endlich seine Schulden bei einigen unliebsamen Ganoven zu begleichen. Stattdessen sitzt er nun im herrschaftlichen Anwesen des reichen Unternehmers fest, der seit dem Anfall nicht mehr sprechen kann und an den Rollstuhl gefesselt ist. Als dann auch noch Raimunds Enkeltochter Charlotte (Sonja Gerhardt) auftaucht, wird es Denis endgültig zu viel. Doch an Flucht ist nicht zu denken, ein gewaltiger Schneesturm tobt in der Region. Und so muss er wohl oder übel die Rolle des Kranken pflegers spielen – sehr zu Raimunds Unmut, der sich mit allen Mitteln gegen den Eindringling wehrt. Denn im Gegensatz zu Charlotte hat Raimund den Ganoven Denis sofort durchschaut. Ein Katz-und-MausSpiel beginnt, in dem der kernige Senior und der gewiefte Junior.. .
Der junge Isenhart wächst behütet auf der Burg Laurin auf. Zusammen mit seinem Freund Konrad erhält er alle Privilegien eines Adeligen. Doch dann passiert ein grausamer Mord: Anna, Isenharts große Liebe, wird bestialisch ermordet – in ihrer Brust ein klaffendes Loch, ihr Herz fehlt. Isenhart schwört, den Mörder zur Strecke zu bringen. Als er Zeuge eines weiteren Mordes wird, der das gleiche Profil aufweist, macht er die Bekanntschaft von Henning und dessen Ziehvater, Medicus Günther. Isenhart ist fasziniert von Henning, der ihm in vielen Dingen so ähnlich erscheint: Gebildet, interessiert, ein Vordenker seiner Zeit! Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach dem Killer und entdecken Unfassbares: Der Mörder ist ein Genie – und er ist ihnen ganz nah…
Das 15. Jahrhundert. Der kalte Winter breitet sich über die Alpenlandschaft aus. In einer abgeschiedenen Berghütte lebt die junge Ziegenhirtin Albrun mit ihrer Mutter. Als diese einer plötzlichen Krankheit erliegt, bleibt die Tochter alleine und traumatisiert zurück. 20 Jahre vergehen. Inzwischen selbst ein Kind zur Welt gebracht und von der Dorfgemeinschaft als Heidin und Hexe ausgegrenzt beginnt Albrun eine finstere Präsenz wahrzunehmen, die in den dunklen Wäldern auf sie wartet. Angst, Alptraum und die Grenzen der Realität beginnen zu verschmelzen, bis sie schließlich mit ihrem Wahn und dem Bösen in sich selbst konfrontiert wird. Hagazussa - Der Hexenfluch ist eine dunkle Reise in ein magisches Zeitalter und erzählt die Geschichte einer Frau und ihres Kampfes mit den eigenen Dämonen. In einer Zeit, in der heidnischer Glaube an Hexen und Naturgeister Angst und Schrecken in den Köpfen des bäuerlichen Volks verbreiteten, erforscht der beeindruckend abgründige Debütfilm von Lukas.. .