Im Frühjahr 2016 sorgte die Meldung für Schlagzeilen, dass das renommierte Tribeca Film Festival (New York) sein aktuelles Programm zensieren würde: Der Dokumentarfilm VAXXED: FROM COVER-UP TO CATASTROPHE (dt. Vaxxed: Die schockierende Wahrheit!?), der die vermeintliche Vertuschung eines Impf-Skandals durch die amerikanische Gesundheitsbehörde thematisiert, wurde auf dem Festival nicht gezeigt, obwohl er offiziell angekündigt worden war. Der Ausschluss aus dem Festival-Programm heizte das ohnehin große öffentliche Interesse an dem Film zusätzlich an. Als Konsequenz lief VAXXED überall in den USA vor ausverkauften Kinosälen. Die VAXXED-Produzentin Polly Tommey war erstaunt über die immense Zahl von Eltern, die bei den Filmvorführungen über ihre eigenen Erfahrungen mit negativen gesundheitlichen Folgen von Impfungen berichteten. Durch die so gewonnenen persönlichen Kontakte erreichte Polly Tommey letztlich ein weltweites Netzwerk von Millionen Menschen. In VAXXED II: DAS ENDE DES. ..
Je individueller im Leben, desto individueller auch im Tod. Gaben jahrhundertelang Friedhöfe meist mit Erdbestattungen die Norm der letzten Ruhestätte vor, gibt es immer mehr Menschen, die sich eine originellere, besondere Art der Bestattungskultur wünschen. Während Erdbestattungen immer seltener werden, verzeichnet die Kremierung einen Boom. Nicht zuletzt deshalb, weil sich der letzte, große Auftritt mit Asche viel kreativer gestalten lässt. So können etwa passionierte Extrembergsteiger das Jenseits im ewigen Gletschereis verbringen, Astronomie-Affecionados lassen ihre sterblichen Überreste ins All fliegen, oder die Asche endet gepresst als Diamantring am Finger der trauernden Witwe. Doch manche wollen sich selbst durch den Tod nicht von ihren Liebsten trennen lassen. Die virtuelle Welt hält mittlerweile einige Kontaktmöglichkeiten für Hinterbliebene bereit. Von Videobotschaften aus dem Jenseits bis zur Entwicklung eines Avatars, der digital unsterblich ist. Ein NZZ Format über.. .
m Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Wäh rend die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwoh ner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opf erzahlen der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt. Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten sich hier die Risse.. .
Der Terminkalender von Sahra Wagenknecht platzt aus allen Nähten. Zum Arbeitsalltag der populären Linken-Politikerin gehören Interviews und Krisengespräche, Pressekonferenzen und Fotoshootings. Ein Leben mit Beifall und Bewunderung, aber auch extremem Druck und Zweifeln – ja sogar Intrigen und offenen Anfeindungen. Wagenknechts stärkster Antrieb ist der Kampf gegen das Erstarken der Neuen Rechten in Parlament und Gesellschaft. Regisseurin Sandra Kaudelka hat die Politikerin über zwei Jahre mit der Kamera begleitet und zeigt sie bei öffentlichen Auftritten, bei Besprechungen mit den engsten Mitarbeitern und in privaten Momenten. Eine dichte Beobachtung in einer nervenaufreibenden Zeit: Im Frühjahr 2017, ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl, besteht noch die Möglichkeit, dass die Linke erstmals seit der Wiedervereinigung Teil der Bundesregierung werden könnte; Anfang 2019 kündigt Wagenknecht ihren Rückzug aus der Spitzenpolitik als Folge von Erschöpfung ein. „Wagenknecht“ ist ein.. .
Per Zeitungsannonce suchte Pina Bausch Laiendarsteller ab 65, um mit ihnen ihr 1978 entstandenes Stück Kontakthof neu zu inszenieren. Der Film folgt chronologisch den Stadien der Inszenierung, beobachtet die 26 älteren Damen und Herren bei schweißtreibenden Proben mit den Profis, bis das Stück selbst, je näher die Aufführung rückt, sich dem Zuschauer desto klarer erschließt. Doch das eigentliche Thema sind die Menschen, ihre Ängste und Hemmungen, ihre Arbeit und Entwicklung, ihre Aufregung und Begeisterung.
VAXXED ist eine aufrüttelnde Dokumentation über die Geschichte des Whistleblowers Dr. William Thompson, der als Insider einen Skandal in der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC aufdeckte. Diese untersuchte 2004 einen möglichen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und dem Entstehen von Autismus. Als die statistischen Daten der Studie tatsächlich alarmierende Ergebnisse aufzeigten, manipulierte das CDC die Zahlen, um die Ungefährlichkeit der Impfungen zu belegen. VAXXED stellt in Interviews mit Insidern, Ärzten, Politikern und betroffenen Eltern die Situation dar und zeigt mögliche Folgen für die Gesundheit unserer Kinder auf. Wissen Sie, was mich [...] dazu bewogen hat, den Film zu zeigen? Es war der mehr oder weniger subtile Versuch, uns mit moralischem Druck [...] und versteckten Drohungen genau davon abzuhalten. Ich bin traurig darüber, dass das bei so vielen meiner Kollegen gelungen ist. Gerade in einer Zeit der Fake News und der immer größer werdenden Unfähigkeit, .. .
La Vida Loca wurde 2008 nach dreijähriger Arbeit fertig gestellt. Der außergewöhnliche Film bietet einen tiefen Einblick in die Herzen der MARA 18, einer der brutalsten und gefährlichsten Gangs in Lateinamerika. Christian Poveda schuf einen beeindruckenden Dokumentarfilm jenseits von jeder Sensationsgier. Mit viel Gefühl erforschte er die Hintergründe von Hass, Gewalt und Verzweiflung von Menschen, die in ihrem Leben nie eine Chance hatten. La Vida Loca ist, was das Leben hier ausmacht: Jugendliche, die leiden, die uns provozieren, die auf uns herabsehen, die uns verachten, die zornig auf uns sind und uns ablehnen. So wie ihre teuflischen Visionen uns beängstigen und Alpträume in uns wach rufen, so hoffe ich, wird sich auch unsere Sicht auf die Welt verändern. Diese verlorene Generation antwortet mit Pessimismus, Revolte und Tod. - Christian Poveda
12 Monate Abenteuer für Constanza, Kwasi, Eduardo und Nairika, als Ausstauschüler zu Gast in Deutschland. 12 Monate Abenteuer auch für die Gastfamilien. Vom ersten Moment an ist die Kamera dabei, bleibt vertrauter, heimlicher Freund sowohl der Schüler als auch der deutschen Gasteltern, dem sie ihre Freuden, Sorgen und Erlebnisse anvertrauen. In diesem intensiven Jahr gibt es Hoffnungen, Enttäuschungen, neue Erkenntnisse und große Emotionen bei allen Beteiligten.
n Monrovia, der Hauptstadt des vom Krieg verwüsteten westafrikanischen Liberia, strahlt das ‘Talking Drum Studio‘ ein tägliches Radio-Hörspiel aus. Der Moderator kündigt ein Programm über ehemalige Kindersoldaten an: um zu überleben, müssen viele von ihnen betteln, stehlen oder sich prostituieren. Fünf der ehemaligen Kindersoldaten, sie sind heute zwischen 20 und 25 Jahre alt, kommen ausführlich zu Wort: Stockend und immer wieder durch langes Schweigen unterbrochen, berichten Melvin, Maud, Josefine, Glasgow und Roberta von den Ereignissen, die ihr Leben für immer verdüstert haben. Als Kinder von den marodierenden Kriegsbanden zwangsrekrutiert, waren sie schon Opfer kriegerischer Gewalt, ehe sie selbst gezwungen wurden, zu kämpfen und zu töten. Der Krieg hat ihr Leben zerstört. Sie leiden unter Schlafstörungen, Angstzuständen und Depressionen. Deutlicher als alle Worte lassen die ins Leere gerichteten, starren Blicke und die gebrochene Körperhaltung das innere Elend erahnen. Nun fühlen.. .
Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt, die er mit seinem Freund aus Hollywood Jose Promis geschrieben hat. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Der Film begleitet sie nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und dort auch auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach am Grab ihrer Mutter kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen.. .
Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opferzahlen der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt. Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten sich hier die Risse.. .
Wir beschäftigen uns mehr denn je mit gesunder Ernährung und wissen um die Bedeutung von frischem Obst und Gemüse. Aber wer interessiert sich dafür, wie frische Lebensmittel vom Bauernhof auf unseren Tisch kommt. Fair Food zeigt den Kampf Arbeiter in der Landwirtschaft um bessere Arbeitsbedingungen gegen die milliardenschwere Supermarkt-Industrie. Der Film ruft die Zuschauer überzeugend zum Handeln auf - dazu, von den Einzelhändlern zu fordern, ihren Einfluss geltend zu machen um Missbrauch in ihren Zulieferketten zu beseitigen. Der Film vermittelt Hoffnung und Zuversicht auf den Sieg der Moral über kommerzielle Gier - um den Landarbeitern ein würdiges Leben zu ermöglichen und für eine humanere, transparentere Lebensmittelkette zu sorgen.
Im Film kommen evangelische und katholische Christen aus Süddeutschland zu Wort und halten Rückschau. Sie berichten von ihrem Leben, von wesentlichen, prägenden Momenten, von dem, an was sie glauben, was sie durchs Leben brachte und bringt, von ihrem persönlichen Lebenssinn. Das Leben im Alter ist der Ausgangspunkt, um Fragen nach dem Tod zu stellen. Was kommt nach dem Tod? Wie hilft der christliche Glaube? Wie bereiten sie sich auf ihren Tod vor? Was ist der Sinn des Lebens? Der Film hinterfragt christliche Werte und zieht Bilanz: Oftmals hart und direkt, aber auch voller Lebensfreude und Hoffnung.
Es geht um Wein und um Menschen die Weintrauben lesen. Die Protagonisten im Film lesen die Trauben und der Film von Paul Lacoste sammelt die Menschen. Der Wein, der von Menschen gelesen werden muss, damit es ein guter Wein wird, gibt einen großzügigen Raum vor, in dem sich die 20 Protagonisten, die Paul Lacoste mit seiner Kamera in der Zeit der Weinlese begleitet, entfalten können. Sie dürfen sich zeigen wie sie sind, sie werden von ihren Kollegen akzeptiert. Zur Not kann man sich auf den weiten Weinfeldern auch aus dem Weg gehen. Die Arbeit hat etwas Spielerisches, man neckt sich, mittags liegt man im Gras oder im Schatten eines Baums und so dreckige Stiefel hatte man zuletzt in der Kindheit. Der Film ist ein Glücksversprechen, aber kein naives, er weiß, dass es hier um das Leben von Menschen geht, die nicht viel haben, aber dank dieser Arbeit brauchen sie auch nicht viel.
Warum akzeptieren wir Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit auf so vielen Ebenen? Das ist eine der zentralen Fragen, die FAIRNESS zu beantworten versucht. Anfänglich mit einigen überraschenden, sozialen Experimenten, die andeuten, dass unsere Bereitschaft ungleiche Systeme zu unterstützen, weit größer ist als wir oft zugeben mögen. Wir besuchen verschiedene Länder um zu sehen, wie ganze Wirtschaften verändert wurden, damit sie mit mehr Gerechtigkeit funktionieren. Dieser Dokumentarfilm untersucht unser Verständnis von Gerechtigkeit und was es braucht, um ein unfaires System zu ändern. Dabei werden sowohl Ungleichheiten in den Gebieten Wirtschaft, Politik und Soziales aufgegriffen, um einen Denkanstoß und einen aktuellen Blick darüber zu geben, was Gleichheit tatsächlich für uns bedeutet.
Der Regisseur Rahul Jain präsentiert mit MACHINES eine sehr intime, aufmerksame Darstellung des Rhythmus des Lebens und der Arbeit in einer gigantischen Textilfabrik in Gujarat, Indien. Förmlich gleitend durch die langen Korridore und enormen Tiefen dieser verwirrenden Struktur, entführt die Kamera den Betrachter auf eine Reise zu einem Ort der Entmenschlichung von körperlicher Arbeit und intensiver Härte. Hierbei werden sehr filigran Denkanstöße hinsichtlich anhaltender vorindustrieller Arbeitsbedingungen und die große Kluft zwischen der ersten Welt und Entwicklungsländern generiert. Seit den 1960er Jahren hat sich das Gebiet Sachin im Westen Indiens einer beispiellosen, unregulierten Industrialisierung unterzogen, die in zahlreichen Textilfabriken zum Ausdruck kommt. MACHINES porträtiert nur eine dieser Fabriken und stellt gleichzeitig Tausende von Arbeitern dar, die tagtäglich in einer Umgebung arbeiten, leben und leiden, der sie nicht ohne Einheit entkommen können. Mit starker.. .
Seitdem im Nachbarland Thailand die Kontrollen verschärft wurden, blüht hier in Kambodscha das Geschäft mit dem Sex. Jungfrauen bringen das meiste Geld. Angst haben die Menschen in der kambodschanischen Grenzregion Poipet vor allem vor der korrupten Polizei, die an Menschenhandel und Prostitution mitverdient. Kaum jemand traut sich, offen zu reden. Sehr oft sind es die Eltern selbst, die ihre eigenen Kinder verkaufen. Die Eltern handeln meist aus purer Not und zeigen nur selten Reue. Diese Art von Grausamkeit kann nur verstehen, wer die Geschichte Kambodschas kennt. Die Terrorherrschaft der Roten Khmer kostete über eine Million Menschen das Leben und hinterließ eine traumatisierte und bitterarme Bevölkerung. Auch heute ist ein Menschenleben in Kambodscha nicht viel wert. Am härtesten trifft das die Schwächsten der Gesellschaft. Menschenhandel und Prostitution sind ein lohnendes Geschäft, für das die missbrauchten Jungen und Mädchen den Preis zahlen.
Mettlers Reise beginnt in Totonto und beinhaltet unter anderem eine religiöse Massenveranstaltung in einem Flughafenhotel, Sprengarbeiten in Las Vegas, Spurenverfolgung in der Wüste Nevadas, Chemie und Straßenleben in der Schweiz und das Nebeneinander von Technologie und Göttern im heutigen Indien. Unterwegs finden sich überall die gleichen Themen: Lust auf Nervenkitzel, Glück, Schicksal, Glaube, Wahrnehmungserweiterung und die Sehnsucht nach Sicherheit in einer ungewissen Welt. Länder und Kulturen, Menschen, Orte und Zeiten verbinden sich. Eine visionäre, intuitive Reise. Ein luzides und persönliches Abbild unserer Zeit.
Zwölf Tage – das ist die Frist, innerhalb derer in Frankreich ein Psychiatriepatient nach der Zwangseinweisung eine Anhörung vor Gericht bekommen muss, rund 90.000 Menschen durchlaufen im ganzen Land jährlich diese Prozedur. Für seinen neuen Film bekam der legendäre Regisseur und Fotograf Raymond Depardon als erster Filmemacher überhaupt Zugang zu diesen Verfahren und dokumentierte zehn Fälle in einer Klinik in Lyon. Die Kamera agiert sensibel und wahrhaftig, sie konzentriert sich auf die Patientinnen und Patienten oder nimmt die richterliche Instanz in den Blick. Die Sachlichkeit der Methode ist erhellend und hilft der Empathie des Zuschauers auf die Sprünge: In seltener Klarheit sieht man den großen Schmerz, der allen psychischen Erkrankungen zugrunde liegt. 12 TAGE zeigt Depardon abermals als meisterhaften Beobachter und großen Humanisten des dokumentarischen Kinos. Es ist erstaunlich, alle Patienten sagen großartige Sachen. Sie sind wie Poeten in ihrem Bemühen, sich auszudrücken.. .
Hinter ihren Falten verbirgt sich ein langes Leben. Ein Leben voller Glück, Leiden, Genuss und Verzicht. Der Malermeister Fredy Frey, die Lehrerin Ruth Frey, die Künstlerin Monica von Rosen, die Bewegungspädagogin Rita Maeder und der Trödler Urs Wydler blicken besinnlich und auch mit einem Schmunzeln zurück und erzählen uns, ob sie im Leben die waren, die sie sein wollten. Sie nehmen uns ein Stück mit auf ihren Lebensweg und schildern, was ihr Leben geprägt hat, was sie bereuen und was sie nie vergessen werden, wie sich ihr persönliches Altsein anfühlt und warum es sich denn lohnt, alt zu werden. Die fünf Protagonisten leben vor, wie sie sich weiter entfalten und sich ihre nahe Zukunft vorstellen, gleichzeitig aber auch loslassen und stetig Abschied von Geliebtem und Gelebtem nehmen müssen. So denken die fünf Protagonisten über ihre Zukunft und ihre Vergangenheit nach, jeder auf seine Art und Weise. Worin sich aber alle einig sind, ist, im Alter die Freiheit zu haben, nichts.. .
Der Berliner Flughafen Tempelhof ist schon seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb und wird für zahlreiche andere Aufgaben verwendet. Mit seinen weitläufigen Grünflächen ist die Anlage eine Oase in der Großstadt. An das im Sommer sonnendurchflutete Feld schließt sich das gewaltige Flughafengebäude an. Es ist das größte historische Bauwerk der Stadt. Früher wurden in den Hangars Militärflugzeuge gewartet. Heute befindet sich im Hangar 6 das größte Flüchtlingscamp der Stadt. Unter den Migranten befinden sich der 18-jährige syrische Student Ibrahim und der Physiotherapeut Qutaiba aus dem Irak, die Regisseur Karim A nouz in seiner Dokumentation Zentralflughafen THF über einen Zeitraum von einem Jahr begleitet. Wie viele andere auch warten Ibrahim und Qutaiba auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht und verbringen ihre Zeit mit Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und dem Kampf gegen die deutsche Bürokratie. A nouz dokumentiert auch den.. .
Jaffa – eine Stadt zwischen den Religionen und Kulturen. Erstmals seit seiner Kindheit kehrt der international bekannte Tanzstar Pierre Dulaine hierher zurück, um sich einen langgehegten Traum zu erfüllen: Er initiiert ein Schulprojekt, bei dem israelisch-palästinensische und israelisch-jüdische Kinder, die seit Jahrzehnten in einer Stadt aber nicht miteinander leben, gemeinsam Tanzen lernen: und zwar, da gibt es für Pierre kein Vertun, Gesellschaftstanz. Dessen Basis gründet in der grundlegenden Idee, zwei Menschen zusammenkommen zu lassen, die sich als Einheit bewegen. So will Pierre den Kindern Lebenskompetenzen mitgeben: Vertrauen, Selbstbewusstsein, Disziplin, Respekt und Umgangsformen. Doch bereits die nötige Berührung der Hände stellt ein Problem dar. Und es soll nicht das Einzige bleiben.. . DANCING IN JAFFA ist auch die Geschichte der Kinder, die sich an dem Projekt beteiligen, ihr Blick auf ein Leben, das von klein auf von Misstrauen und Vorurteilen geprägt ist, und.. .
Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Neukölln betreibt, lädt jedes Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder vorsingt. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Rosa von Praunheim begleitet sie in seinem Dokumentarfilm nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach, am Grab ihrer Mutter, kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Neben Juwelia sehen wir die 89-jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir sehen weiterhin den androgynen, kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt, den russischen Performancekünstler Mischa Badasyan, der es sich zur Pflicht.. .
Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer aus dem „Elektrogerätewerk Suhl“ fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst ihr RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich mit „ihrem“.. .
Sex ist die schönste Sache der Welt. Darüber zu sprechen, jenseits von Schlüpfrigkeiten oder Verklemmungen, bleibt schwer. SPRACHE:SEX vertraut der Kraft des offenen Worts, der Kunst des Gesprächs, dem Wunder der Begegnung. 16 Personen im Alter von 13 bis 74 Jahren beweisen sich als Praktiker in diesen Disziplinen
Wie Tag und Nacht, Spannung und Entspannung: Gegensätze sind wichtig im Leben: Ausgeglichene Kinder brauchen einen Mix aus viel Bewegung aber auch Zeiten der Ruhe. Stillsitzen in der Schule und sich konzentrieren kann nur jemand, der auf der anderen Seite auch die Gelegenheit hat, sich zu bewegen und die vielfältige Anspannung von Muskeln zu erleben und sich dann auch wirklich zu ent-spannen: los lassen im Körper und auch im Geist. Konzentration und Selbstbewusstsein durch Bewegung und Entspannung Auf dieser DVD finden alle Kinder dazu viele kreative Bewegungsideen, und können • vollen Körpereinsatz zeigen • die Macht der Gedanken erproben • zu fernen Orten ihrer Fantasie reisen • verborgene Pfade entdecken • die Puppen tanzen lassen • und zur Ruhe kommen Dies macht nicht nur viel Spaß, sondern fördert auch das Gefühl für den eigenen Körper, die Gedanken und die Gefühle. Und dann klappt´s garantiert auch mit der Konzentration. Viel Spaß beim Erleben und Ausprobieren.. .
„Alle Schauspieler sind behindert, besonders die guten“, sagt Niko von Glasow, der einzige kurzarmige Regisseur Deutschlands, und castet 14 Profis und Laien, Behinderte und Nicht-Behinderte für ein Theaterstück. Der Film „Niko von Glasows Alles wird gut“ dokumentiert diesen nervenaufreibenden, dabei aber sehr bewegenden und äußerst lustigen Probenprozess. In dem Theaterstück, das von Null auf mit dem Team erarbeitet wird, geht es um Menschen mit den unterschiedlichsten „besonderen Bedürfnissen“, die es wagen wollen bei einer Castingshow aufzutreten. So unterschiedlich sie sind, sind sie sich doch in Einem gleich: in ihrem Wunsch nach Anerkennung. Aus versicherungstechnischen Gründen werden sie in einen abseits gelegenen Raum gebracht. Gemeinsam wartet man also, man beäugt sich, zerfleischt sich, unterstützt sich und verliebt sich. Zu dieser bunten Truppe stoßen aus diversen Gründen auch ein paar Nicht-Behinderte, und es wird bald nur allzu deutlich: Nur weil sie keine sichtbaren.. .
Toben macht schlau - Runter vom Sofa und rein ins Vergnügen Bewegung ist wichtig für eine gesunde Gesamtentwicklung von Kindern. Neue Bewegungsideen für mehr Action und Bewegung im Kinderalltag: Ausprobieren wie lustig und schwierig es sein kann, verschiedene Dinge und Bewegungen gleichzeitig zu tun, sie also zu koordinieren und dabei auch noch das Gleichgewicht zu halten. Mit gezieltem Koordinationstraining Kopf und Körper in Balance bringen Abwechslungsreiche Übungen zur Bewegungs-Koordination und Schulung des Gleichgewichts für Einsteiger, fortgeschrittene Bewegungskünstler und Profis: -8 originelle und einfache Koordinations-Übungen für zwischendurch -Kreative Balance-Übungen und Spiele auf dem Fitball -Sensomotorik- und Balancetraining auf wackeligem Untergrund Viel Spaß beim Erleben und Ausprobieren von neuen BeWEGungen. Besonders empfohlen für Kinder ab 6 Jahren sowie für Eltern und Lehrkräfte.
Die Beziehungskonzepte sind vielfältig und so manch einer fühlt sich im Dschungel der Möglichkeiten doch etwas überfordert. Die Kinodoku „Match Me!“ verfolgt humorvoll und mit Sinn für absurde Nuancen drei Singles, die ihr Liebesglück in die Hände von „Matchmakern“ legen. Heiratsvermittlung sozusagen modern interpretiert. Doch kann ein Fremder tatsächlich besser entscheiden, wer der Richtige für mich ist? Pressezitate: „Schräg, spannend, sehenswert und ganz nah dran an drei Singles, die das nicht länger bleiben wollen.“ (BR Abendschau) „Vermittelt Zuversicht – vielleicht sogar Hoffnung auf Liebe.“ (epd Film) „Sehenswert auch für diejenigen, die ihre Lebenspartner schon glücklich gefunden haben.“ (kino-zeit.de) „Zeigt ziemlich originelle Lösungsmodelle für die Sehnsucht nach einer festen Beziehung.“ (programmkino.de) „Amiable look at hipsters seeking love across Europe.“ (The Guardian)
Mit den Filmen: - Von wegen “Schicksal” (1979) - Karola Bloch – Dann nimmt die Frau die Geschicke in die Hand (1982) - Mit starrem Blick aufs Geld (1983) - Gotteszell – Ein Frauengefängnis (2001) Die gesellschaftlichen Verhältnisse als veränderbar begreifen, Erkenntnisprozesse anstoßen, bei den Gefilmten wie bei den Zuschauern. Die Filme Helga Reidemeisters zeichnen sich durch eine durchgängige Parteilichkeit und Empathie für ihre Protagonistinnen aus. Sie verstehen sich zugleich als politisch wie zutiefst persönlich, machen sich das Anliegen ihrer Heldinnen zu eigen. Da ist die Teilinvalidin Irene mit ihren vier Kindern, die sich nach 20 Jahren scheiden lässt und auf Sozialhilfe angewiesen ist. Oder die kämpferische wie politisch aktive Friedensaktivistin und Witwe von Ernst Bloch. Oder der Berufsalltag des international gefragten Modells Hilde Kulbach, Schwester der Regisseurin. Oder die Insassinnen eines Frauengefängnisses, in der Regel selbst Opfer, bevor sie zu Täterinnen. ..
81 – The Other World wagt die Überschreitung einer Grenze. Niemals zuvor gelang es einem Kamerateam, derart tief in das Denken der verschwiegenen Bruderschaft einzudringen. Niemals zuvor zeigten sich die HELLS ANGELS derart offen vor einer Kamera. Trotzdem bleibt ein Abstand, eine Distanz, auf den die Mitglieder des Vereins Wert legen. Für sie gibt es nur Innen und Außen: Die Welt der HELLS ANGELS bleibt stets eine andere. Seit der Gründung 1948 stehen die HELLS ANGELS im Kreuzfeuer von Politik und Medien. Dadurch zeichnet sich in der Öffentlichkeit ein Bild von kaltblütigen Außenseitern, denen jedes Mittel recht scheint, ihren Machtbereich auszuweiten. Erstmals sprechen die HELLS ANGELS selbst über ihre Sicht der Dinge. Dieser Film überschreitet Grenzen. Dabei zeigt sich das Bild eines Männerbundes mit strengen Regeln und Gesetzen, voller Härte und Macht.
Vorlesung von Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring - Was macht Medienpolitik? Medienpolitik setzt den Ordnungsrahmen für die Medien. Sie muss in einer demokratischen Gesellschaft so angelegt sein, dass die Medien wichtige Funktionen wie Informationen und Sozialisation für die Gesellschaft erfüllen bzw. erfüllen können. - Mehr Angebote durch Digitalisierung Digitalisierung ist zunächst nur die Umwandlung von Sprache, Musik oder Bildern in die binären Signale Null und Eins. Für den Medienkonsumenten liegt der Unterschied zwischen analog und digital vor allem darin, dass er durch die Digitalisierung ein vielfaches Mehr an Medienangeboten empfangen kann. - Konvergenz der Übertragungswege Erst die Digitalisierung schaffte eine Konvergenz der Übertragungswege für Medieninhalte. Durch die Konvergenz löst sich die bisher bestehende klare Konturierung der elektronischen Medien in Hörfunk, Fernsehen und Internet immer mehr auf. - Herausforderung für die Medienpolitik Der Konvergenz der.. .
Haiti 2004: Gegen die heranrückende Rebellenarmee und die landenden UN-Truppen mobilisiert Präsident Aristide seine treuesten und gefährlichsten Anhänger, die Gangs von Cité Soleil, einem Slumvorort von Port-au-Prince. Die Gangleader dieser Chimères (Geister) sind die Herrscher der Slums, schwer bewaffnet, immer bereit zu töten oder zu sterben. Ihr Leben, ihre letzten Tage zwischen Drogen, Hip Hop, Waffen und Sex dokumentiert ganz hautnah der dänische Filmemacher Asger Leth. Die Protagonisten des Films, ahnend, dass sie nicht mehr lange zu leben haben, nehmen ihn mit auf ihren Trip durch die Hölle...
Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt. Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen. Pressezitate: „Eindringlicher Appell an die Menschlichkeit.“ (3Sat Kulturzeit) „... ein kluger, ein schöner, ein ergreifender Film.“ (Berliner Zeitung) „Faszinierend gefilmt, sehenswert!“ (Bunte)
Durch Wahrnehmungstraining die Sinne neu entdecken und erproben Ausgewählte phantasievolle Übungen helfen dabei die Sinne neu zu entdecken, gezielt Reize wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Finden Sie heraus, welcher Sinneskanal Ihnen optimal beim Lernen hilft und motiviert. Mit gezieltem Training intensiver, konzentrierter wahrnehmen und lernen Eine ganze Palette von Übungen zum Kombinieren nach Lust und Laune: -10 originelle und sinnvolle Bewegungsspiele zum Experimentieren mit der taktilen, visuellen, auditiven und kinästhetischen Wahrnehmung -Die 1-minüter: Kurze und effektive Lerngymnastikübungen für verbesserte Konzentration und Merkfähigkeit, Zusammenschaltung der Gehirnhälften und für mehr Energie. -Intensive und temporeiche Lern - Aktivtrainings mit Bällen Alle Übungen und ihre Wirkungsweise sind einfach und verständlich erklärt und begeistern zum Mitmachen. Viel Spaß beim Erleben und Ausprobieren von neuen BeWEGungen. Besonders empfohlen für Kinder ab 6.. .
Das Londoner East End ist eine heruntergekommene Gegend. Gewalt steht hier auf der Tagesordnung. Brutalität gehört zum täglichen Brot. Hautnah und in eindrucksvollen Schwarzweiß-Aufnahmen präsentiert Regisseurin Nicola Collins in ihrer vielfach preisgekrönten Dokumentation eine authentische Geschichte über die Londoner Unterwelt. Der Hauptakteur: ihr Vater. Denn „Les Falco“ und seine Kumpanen gehörten einst zu Englands berüchtigsten Gangstern. Ein mitreißender und schonungsloser Einblick in eine Welt voller Korruption und Gewalt, aus der es kein Entkommen gibt...
Ein Film den alle sehen müssen, die sich mit Kindern beschäftigen. Jahrzehntelang besaß die Odenwaldschule einen hervorragenden Ruf als reformpädagogische Vorzeigeinstitution. Alle Lehrer und auch die Schüler waren stolz auf dieser berühmten Schule. Entsprechend schockierend waren die ersten Meldungen über systematischen sexuellen Kindesmissbrauch an dieser Mustereinrichtung. Wie konnte so etwas passieren? Wie konnten große Teile der Lehrerschaft das übersehen? Bereits 1998 hatten zwei Missbrauchsopfer einen Brief mit dem Wortlaut Und wir sind nicht die Einzigen an die Odenwaldschule geschickt, doch fast jeder der von Regisseur Christoph Röhl befragten Lehrer hat gestanden, diesen Satz nicht sonderlich ernst genommen zu haben. Spätestens 1999, als Jörg Schindlers Artikel Der Lack ist ab in der Frankfurter Rundschau erschien, konnten die Hinweise auf sexuellen Missbrauch nicht mehr verleugnet werden. Und doch wurde weitere 11 Jahre lang vertuscht und verschwiegen; bis Anfang 2010... .
Wie sähe unsere Welt aus, würden wir kein Fleisch mehr essen? Ein Dokumentarfilm über die Vision einer Welt ohne Fleisch, der Philosoph*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen vorstellt, die sich mit Alternativen des Zusammenlebens von Menschen und Tieren beschäftigen. In THE END OF MEAT wagt Filmemacher Marc Pierschel den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellte, spricht mit den Pionieren der veganen Revolution in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit, trifft auf Wissenschaftler*innen, die am tierfreien Fleisch forschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll und vieles mehr. Faszinierende Doku zum Trend-Thema Veganismus. Bonus: Kurzdoku A Future Imperative (ca. 30 Min; deutsche.. .
Therapie für Gangster zeigt das Leben und die Wirklichkeit im Maßregelvollzug aus der Sicht suchtkranker Straftäter, fernab der Gesellschaft mit ihren eigenen Regeln und Gesetzen. Zwischen dem alltäglichen Kampf gegen den Suchtdruck, die eigene Schuld und die Einsamkeit betrachtet der Film dabei die Menschen hinter dem Profil des Täters. Menschen, die versuchen, die letzte Chance ihres missglückten Lebens wahrzunehmen, anstatt in den aussichtslosen Abgründen der Gefängnisse erneut hoffnungslos zu verschwinden. Ein Film, der sensible Einblicke in eine für Außenstehende normalerweise verschlossene Welt preisgibt und Menschen zeigt, die in dieser Form selten von der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Der Bischof von Basel ist kaum ein Jahr im Amt, da nimmt er den Hut, weil seine Freundin schwanger ist. Der katholische Pfarrer von Gossau verkündet im Gottesdienst, dass er Vater wird. Das sind keine Einzelfälle. Gemäss Schätzungen haben rund die Hälfte der katholischen Priester Probleme mit dem Zölibat. Ob sie eine heimliche Geliebte haben oder ihre Bedürfnisse unterdrücken, beides macht krank. Aussteiger haben mit Schuldgefühlen und finanziellen Problemen zu kämpfen. Schwer ist es auch für die Frauen und Kinder der Priester. Heimlichtuerei, Lügen und allenfalls das vaterlose Aufwachsen hinterlassen tiefe Spuren und viel Leid. Dennoch hält die katholische Kirche unbeirrt am Zölibat fest. Betroffene Priester und Frauen und Kinder von Priestern erzählen aus ihrem Leben.
Wenn es Nacht wird in Wien, schlägt die Stunde von Stefan, Yonko und ihren Freunden. Getrieben von Armut und Abenteuerlust sind sie aus Bulgarien gekommen, um hier ihr Glück zu suchen: ein Gefühl von Freiheit oder einfach nur das schnelle Geld. Doch damit sie in der neuen Welt überleben können, müssen sie ihre Körper verkaufen, im „Rüdiger“ und den anderen schmuddeligen Stricherkneipen der Stadt. Sie erzählen sich von ihren wildesten Kundenerlebnissen und zeigen Handy-Fotos von Zuhause, wo die meisten Frau und Kinder haben. Es wird geflunkert und geprahlt, was das Zeug hält, und von einer besseren Zukunft geträumt. Denn im Dunkel der Nacht scheint alles möglich. Ohne Vorurteile und mit großem Einfühlungsvermögen porträtiert der Österreicher Patric Chiha eine besondere Allianz zwischen Außenseitern, deren Geschichten auf berührende Weise authentisch sind. Die harte Lebenswirklichkeit der Roma-Jungs durchbricht er dabei immer wieder durch eine betont künstliche Inszenierung – und macht.. .
BRUDERLIEBE erzählt von einem Wunder … erarbeitet durch Intuition, Kreativität und Ausdauer. Was tun wir aus Liebe, wie weit würden wir gehen? Markus Becker wird von einem Auto angefahren und fällt ins Koma. Die Ärzte geben ihm noch maximal 10 Tage. Markus Vater bestellt schon mal das Grab. Nur Michael, einer von Markus Brüdern will das nicht akzeptieren. Mit unglaublicher Kreativität und Intuition will er Markus in dieser Welt halten. Ist Markus noch da? Michael, sein Bruder, ist fest davon überzeugt. Mit unerschütterlicher Ausdauer, kreativen Ideen und Humor gelingt es Michael den Kontakt zum Bewusstsein seines Bruders widerherzustellen und seinen Bruder aus dem Wachkoma zu holen. Michael gibt sein bisheriges Leben auf und nimmt seinen Bruder zu sich. Markus soll wieder laufen und sprechen lernen, als selbstständiges Mitglied in die Gesellschaft zurückkehren. Michael rebelliert gegen alle Menschen, die seinen Bruder nur als „Kranken“, „Behinderten“, oder als.. .
Beim Kochen wie im Leben: Die geheime Zutat wird gesucht. Uri und Neta, die Besitzer eines indischen Restaurants in Tel Aviv reisen nach Indien, auf der Suche nach den geheimen Zutaten der indischen Küche. Zur Reisegruppe gehören die Fotografin Lilach und der Regisseur Dror. Die Reise ins exotische Indien wird zum überraschenden Abenteuer für die vier, die nach den geheimen Zutaten ihres eigenen Lebens suchen.. .
Sich die eigene Zukunft auszumalen, ist für viele Kinder selbstverständlich. Doch nicht für alle. Für Nidhi aus Indien, Albert aus Kuba, Deegii aus der Mongolei und Tom aus Uganda ist genau das ein Wagnis. Sie alle haben Großes vor mit ihrer Zukunft, doch ihre Wünsche haben einen hohen Preis. Nur mit viel Willenskraft können sie wettmachen, was ihren Familien fehlt: Geld. Mit unglaublicher Kraft stellen sie sich den Prüfungen, die sie bestehen müssen, um ihre Träume zu verwirklichen. Nidhi rechnet unermüdlich, um einen landesweiten Test zu bestehen und damit ihrem Traumberuf der Ingenieurin näherzukommen. Albert würde alles dafür geben, als Box-Champion im Ring zu stehen, doch vorher muss er sich einem wichtigen Kampf stellen. Die 11-jährige Deegii bewundert die elastische Beweglichkeit der Schlangenmenschen und absolviert ein eisernes Training, um als Akrobatin an einer begehrten Artistenschule akzeptiert zu werden. Und Toms Ziel ist es, als Ranger in einem Nationalpark zu arbeiten -.. .
In Deutschland werden die Rufe nach mehr Bürgerbeteiligung immer lauter. Diese gesellschaftliche Entwicklung greift Rami Hamze mit einem demokratischen Experiment in einem der Kölner sozialen Brennpunkte, dem Stadtteil Kalk, auf. Er sammelt 10.000 Euro Spendengelder und lässt die Bürgern gemeinsam entscheiden, wie sie das Geld investieren wollen, so dass es allen Bewohnern des Stadtteils zugutekommt - Demokratie zum Anfassen. Was Rami nicht voraussieht: Mit den verschiedenen Bürgerinitiativen und Einzelpersonen, die er um sich schart, treffen nicht nur unterschiedliche Lebenseinstellungen und Vorstellungen aufeinander, sondern auch unterschiedliche Egos und Gefühle. Der demokratische Prozess entwickelt sich zu einem zähen Nervenkrieg… Pressezitate: Ein Film, der einfach alle erreicht (Eva-Maria Antz, Stiftung Mitarbeit) Der große Demokrator ist ein Dokumentarfilm, der in Form und Inhalt gleichermaßen zu überzeugen weiß. [...] Auf diese Weise ist ein Film entstanden, der.. .
Mit AKTIVPAUSEN leichter, motivierter, konzentrierter lernen und bewegen Immer mehr Kinder verbringen ihren Tag in der Schule oder in der Freizeit im Sitzen. Viele Kinder sind beim Lernen laut, zappelig, lustlos und können sich nicht für längere Zeit konzentrieren. Die Extra-Portion Bewegung für zwischendurch bringt mehr Spaß am Lernen 22 kurzweilige Bewegungsübungen zum Nach- und Mitmachen • für drinnen und draußen • für Hände & Bauch • für viel Action und ruhige Momente • für mehr Motivation, Konzentration, Leistungsfähigkeit, Durchhaltevermögen Alle Übungen und ihre Wirkungsweise sind einfach und verständlich erklärt und werden durch die Kinder auf der DVD gezeigt. Viel Spaß beim Erleben und Ausprobieren von neuen BeWEGungen. Besonders empfohlen für Kinder ab 6 Jahren sowie für Eltern und Lehrkräfte Elfi Dressler, Dipl. Pädagogin für Sozialpädagogik, Gesundheitssporttrainerin, Tanz-Sozialtherapeutin, lebt seit 2005 in Nürnberg. Sie arbeitet seit vielen.. .
Der Bischof von Basel ist kaum ein Jahr im Amt, da nimmt er den Hut, weil seine Freundin schwanger ist. Der katholische Pfarrer von Gossau verkündet im Gottesdienst, dass er Vater wird. Das sind keine Einzelfälle. Gemäss Schätzungen haben rund die Hälfte der katholischen Priester Probleme mit dem Zölibat. Ob sie eine heimliche Geliebte haben oder ihre Bedürfnisse unterdrücken, beides macht krank. Aussteiger haben mit Schuldgefühlen und finanziellen Problemen zu kämpfen. Schwer ist es auch für die Frauen und Kinder der Priester. Heimlichtuerei, Lügen und allenfalls das vaterlose Aufwachsen hinterlassen tiefe Spuren und viel Leid. Dennoch hält die katholische Kirche unbeirrt am Zölibat fest. Betroffene Priester und Frauen und Kinder von Priestern erzählen aus ihrem Leben.
Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm FEMALE PLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaischpatriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbar positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken hinweg. Dafür zahlen sie einen hohen Preis - sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.
Als junger Mann hörte der amerikanische Musikologe Louis Sarno im Radio einen Gesang, der ihn nicht mehr losließ. Er folgte den geheimnisvollen Klängen bis in den zentralafrikanischen Regenwald, fand seine Musik bei den Bayaka-Pygmäen und blieb bei ihnen. 25 Jahre später ist Louis ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft aus Jägern und Sammlern. In diesem modernen Epos begleitet der Journalist und Filmemacher Michael Obert Sarno und dessen Sohn, den jungen Pygmäen Samedi, auf ihrer Reise vom afrikanischen Regenwald nach New York City. Song From The Forest ist ein Film über die Liebe zur Musik, zur Natur, zur Welt und die Liebe zwischen Vater und Sohn. Ein Film über den Zustand der Welt und über Heimat, Identität, Entfremdung, Interkulturalität und Globalisierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Nordkorea ist das schönste Land der Welt! Das hört die 8-Jährige Zin-mi aus Pjöngjang jeden Tag von ihren Eltern, in der Schule und über grollende Lautsprecher auf den weiten Plätzen der Stadt. Natürlich glaubt sie es. Aus vollster Überzeugung huldigt sie dem „großen Führer“ Kim Jong-un und bereitet sich eifrig auf ihre feierliche Aufnahme bei den Jungpionieren vor, mit der sie endlich zum vollwertigen Mitglied des sozialistischen Staates wird. Der russisch-ukrainische Regisseur Vitaly Mansky hat Zin-mi ein Jahr lang begleitet. Er erhielt dafür zwar eine offizielle Drehgenehmigung, stand aber unter permanenter Kontrolle des Regimes. Das gab ein genaues Skript für den „Dokumentarfilm“ vor, suchte Drehorte und Interviewpartner aus und postierte Aufpasser am Set, die die Szenen dirigierten. Der Staat wollte Propaganda: ein vorbildhaftes Kind in einem musterhaften Umfeld. Doch Mansky ließ die Kamera auch während der sorgsamen Einrichtung der Einstellungen laufen und erklärt sein.. .
Es sind Kinder aller Herren Länder, und sie kämpfen für ihre Überzeugungen und eine bessere Zukunft. Sie heißen José, Arthur, A ssatou, Heena, Peter, Kevin und Jocelyn. Obwohl sie Kinder sind, haben sie ihren Blick geschärft für das, was um sie herum nicht stimmt. Ob Umweltverschmutzung oder fehlende Schulbildung, Obdachlosigkeit oder Kinderehen – sie lassen sich von keinem sagen, dass sie zu klein, zu machtlos oder zu unwissend sind, um gegen die allgegenwärtigen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Die Zustände, unter denen sie leben, mögen beängstigend sein, doch ihr Lebensmut und ihr untrügliches Gefühl für Gerechtigkeit sind stärker. Woher nehmen diese Kinder den Mut, aufzubegehren? Woher kommen ihre Ideen, die so erstaunlich wie unkonventionell sind? Mit ihrer unglaublichen Charakterstärke und ihrem Mut schaffen es die Kinder, Erwachsene zu überzeugen und in ihnen Unterstützer zu finden. Regisseur Gilles de Maistre (MIA UND DER WEISSE LÖWE) gibt diesen bemerkenswerten Kindern mit.. .
15 Jahre lang ist die Welt der Angulo-Brüder auf ihre New Yorker Wohnung beschränkt. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt sind Filme. Doch dann ändert sich alles.. . Aufgrund fragwürdiger Motive des Vaters bleibt es den sechs Angulo-brüdern und ihrer Schwester mehr als 15 Jahre lang verwehrt, ihre New Yorker Wohnung zu verlassen. So bleibt den Geschwistern nur die Flucht in die fantastischen Welten von Filmen wie Reservoir Dogs, Der Pate oder Batman, die sie auch mit selbstgemachtem Requisiten und Kostümen nachspielen. Doch eines Tages beginnen die Brüder, sich gegen die Regeln des Vatern aufzulehnen. Nach und nach, jedoch immer zusammen im Rudel, lernen sie die Welt ausßerhalb ihrer Wohnung und der Illusion der Filme, in denen sie jahrelang lebten, kennen.. . Pressezitate: Außergewöhnlich.. . warm und entwaffnend optimistisch (The New York Times) Durch und durch faszinierend (The Guardian Muss man gesehen haben, um es zu glauben (Toronto Star) Fesselnd ….. .
Fünf starke Frauen, die eines verbindet: Alle ließen sich in den 1960er- und 1970er-Jahren von dem sagenumwobenen Arzt Dr. Georges Burou in Casablanca von Männern zu Frauen umoperieren. Burou war damals der Einzige, der diesen Eingriff vornahm. Die Frauen riskierten ihr Leben in der Hoffnung auf ein neues, ein besseres. Mehr als 40 Jahre nach ihren Operationen erzählt Regisseur Michiel van Erp ihre Geschichte: das berühmte Showgirl Bambi, die als eine der ersten nach Casablanca ging. Die Belgierin Corinne, die sich nach vielen Jahren ihrer besten Freundin anvertraut. Die Niederländerin Colette, die das Leben einer einfachen Hausfrau geführt hat. Die elegante Engländerin April, die in den 70er Jahren im Scheinwerferlicht der Showbühnen zu Hause war und nun dem Sohn des charismatischen Arztes begegnet. Und die deutsche Jean, die ihr Leben lang mit ihrer geschlechtlichen Identität kämpfte. Im Herbst ihres Lebens schauen diese Frauen zurück. Pressezitat: Ein wunderbares.. .
Alle 28 Tage weiß eine Frau vor der Menopause, ob sie schwanger ist. Die Filmemacherin Ina Borrmann hat sich dem Zwang des Kinderkriegens lange widersetzt. Zu sehr schien ihr die Aufgabe, Kinder zu gebären, von der Gesellschaft auferlegt zu sein. Sie wollte frei sein und als kinderlose Frau ein Zeichen setzen. Doch dann holte sie der Wunsch nach einem eigenen Kind doch noch ein. In ihrem Film erzählt Ina Borrmann von ihrem Weg zur Kinderwunschbehandlung, davon, welch unglaublicher Druck auf einem Paar lastet, wenn Sex nur noch Mittel zum Zweck ist und die Tage bis zum nächsten Eisprung gezählt werden. Sie zeigt die physische und psychische Qual ihres späten Kinderwunsches und dokumentiert mit unverstelltem Blick, Humor, Selbstironie und auf ganz persönliche Art und Weise die Hoffnungen, Tiefpunkte und Fragen einer Frau bei ihrem Wunsch, Mutter zu werden. Damit öffnet sie ein sehr persönliches Fenster für ein großes gesellschaftliches Thema, das immer mehr Paare betrifft.
s/w In ALLES ANDERE ZEIGT DIE ZEIT kehren wir noch einmal zurück zu einigen Protagonisten aus den früheren Filmen der „Leipzig-Reihe“. Zu Beginn der Dreharbeiten – Ende 1989, nach dem Fall der Mauer – waren Isabel, Jenny und Sven – noch Schüler. Sie waren Teenager, 14, 15 Jahre alt. Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR haben sie mit voller Wucht, getroffen – mitten in der Pubertät. In einem Alter in dem man so empfindsam, prägbar und verletzbar ist, wie später wohl kaum mehr. Die Protagonisten sind heute um die 40. Ihre Lebenszeit in der Bundesrepublik ist inzwischen länger als die, die sie in der DDR verbracht haben. Drei stehen im Zentrum des neuen Films – heute, über 25 Jahre nach dem ersten: ISABEL einst Punkmädchen, heute Insolvenzverwalterin JENNY begibt sich auf die Suche nach der verhängnisvollen Geschichte ihrer Familie SVEN schlägt sich als Arbeitsloser durchs Leben.
Die Regisseurin Bianca Bodau geht in ihrem Kino-Dokumentarfilm Frohe Zukunft der Frage nach, wie der große gesellschaftliche Bruch - Wende und Deutsche Einheit - in einzelne ostdeutsche Familien ragt: Was genau ist mit den Menschen im Vorwärtsgang der Geschichte passiert und wie hat es die privaten Beziehungen innerhalb der Familie verändert? Drei ostdeutsche Familien, vier Generationen reflektieren in wechselnder Perspektive ihr Leben 20 Jahre nach 1989.
Am Morgen des 20. April 1999 gehen die beiden Jugendlichen Dylan und Eric zu ihrem Bowling-Kurs in dem verschlafenen Städtchen Littleton in Colorado. Nur wenige Stunden später verüben die beiden das entsetzliche Massaker an der Columbine Highschool, in dessen Verlauf 12 Schüler und Lehrer den Tod finden. In seiner einzigartigen Dokumentation Bowling For Columbine geht Michael Moore auf eine wahnwitzige Reise in das Herz Amerikas: Mit lakonischem Zynismus und beißendem Witz präsentiert er eine Nation zwischen Waffenwahn und Paranoia, ein Volk mit dem Colt im Anschlag für die permanente Selbstverteidigung. Er lässt die Opfer und die Vertreter der Waffenlobby zu Wort kommen, befragt Marilyn Manson, aber auch den berüchtigten Waffenaktivisten Charlton Heston, immer nach der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Sind wir verrückt nach Waffen - oder sind wir nur verrückt? Pressezitate: Irrwitzig Mosaik - wahnsinnig komisch! (FAZ) Bissig, analytisch klug, faktenreich, .. .
U.S. - mexikanisches Grenzland, Arizona. , The Frontier oder, La Frontera galt einst als Sinnbild der Freiheit am Horizont des amerikanischen Westens und war immer wieder aufkeimenden Territorialkämpfen ausgesetzt. Das Hügelland der Sonora Wüste ist auch heute nicht zur Ruhe gekommen. Jährlich werden die menschlichen Überreste hunderter Migranten zwischen Kaktuswäldern und Steppengebiet geborgen. Die hochtechnologisierte Sicherheitspolitik der Grenzwache zieht ihre Spuren weit ins Inland hinein und die Menschen leben zwischen Überwachungsanlagen, Terrorangst und mit dem bereits 1.100 km langen Grenzzaun, dessen Bauarbeiten sich weiter fortsetzen. Die angespannte Lage im Grenzland hat die Einwohner längst in zwei Lager geteilt. Die einen verlangen noch mehr Grenzsicherheit, die anderen fordern mehr humanitäre Hilfe. Doch welches ist die richtige Richtung? Und bringt mehr Sicherheitstechnik mehr Sicherheit - oder mehr Todesfälle? Dieser Dokumentarfilm erzählt aus der Sicht.. .
Das alte, traditionelle Rollenbild des Mannes als Ernährer und Beschützer hält nicht mehr. Gesucht ist eine neue Art von Männlichkeit. Doch, wie soll er denn nun sein, der Mann? Die Freiheit eine Rolle wählen zu können, überfordert einige. Dazu gesellt sich die Konkurrentin Frau, die die Männer bezüglich Ausbildung mittlerweile überholt und ihr Recht auf Karriere selbstbewusst einfordert. Schafft es der moderne Mann seine Berufsziele zurückzustecken und die Familienarbeit fair mitzutragen oder schwingt das Pendel zurück zur traditionellen Rollenaufteilung? Experten zeichnen eine rückwärts gerichtete Rollenentwicklung. Ein NZZ Format über die Identitätssuche der Männer von heute.
„Vier werden Eltern“ ist ein Dokumentarfilm über den turbulenten Alltag einer lesbischschwulen Kleeblattfamilie. Zwei Paare, die anfangs nur zwei Gemeinsamkeiten haben: Sie leben in Berlin und wünschen sich sehnlichst ein Kind. Weil das aber nun einmal nicht so einfach geht, beschließen Thomas, Sebastian, Josefin und Cindy sich zusammenzutun. Ganz pragmatisch. Doch wie teilt man sich zu viert ein Kind? Wie einigen sich vier einander fremde Menschen? Hier der Politologe und der Student, dort die Kinderkrankenschwester und die kaufmännische Angestellte. Westberliner Altbauwohnung und Ostberliner Platte. Mit der Geburt von Söhnchen Lucas stehen die frisch gebackenen Mamas und Papas plötzlich organisatorisch und vor allem auch emotional vor einer großen Herausforderung. Filmemacherin Eva Maschke ist die Tante von Lucas und begleitet über ein Jahr den spannenden Prozess, wie aus zwei unabhängigen Paaren eine außergewöhnliche neue Lebensgemeinschaft entsteht.
Bulgariens Hauptstadt Sofia: Jeden Tag versuchen der Arzt Krassi, die Krankenschwester Mila und der Notarztfahrer Plamen in der Ambulanz Leben zu retten. Sie haben sich ihrem Beruf verschrieben und müssen neben der schlechten Bezahlung, den extremen Arbeitszeiten und zahlreichen Überstunden auch noch gegen ein völlig verkommenes Gesundheitssystem ankämpfen. Bestechung steht an der Tagesordnung und spielt sich allzu oft auf Kosten der Patienten ab. Wie lässt sich ein derart belastender Alltag überhaupt aushalten, gerade wenn manche Gegebenheiten im bulgarischen Gesundheitssystem an Absurdität kaum zu übertreffen sind? Die sympathischen Protagonisten beweisen es: mit viel Humor und Idealismus. Die vielfach ausgezeichnete, facettenreiche Dokumentation zeigt anhand dreier perfekt ausgewählter, warmherziger Charaktere, was sich in einem der ärmsten Länder der EU abspielt und wie sanierungsbedürftig die Zustände vielerorts in Europa noch sind. Zutiefst menschlich und mitreißend.
Gutes Benehmen - Basis für Erfolg und Sympathie Was ist In? Was ist Out? Soft Skills im Trend Ihr persönlicher Benimm-Coach zeigt Ihnen die häufigsten Fehler bei Tisch und den richtigen Umgang mit dem Menügedeck. Die Fehler werden in unterhaltsamen Filmen und Szenen dargestellt. Klick für Klick von Thema zu Thema So lernen Sie schnell und bequem vor dem Fernseher oder am PC. In nur 50 Minuten fit für Beruf und Gesellschaft. Ein update für die ganze Familie. Thema/Inhalt: Das Geschäftsessen: Die häufigsten Fehler bei Tisch Tischkultur: Der richtige Umgang mit Besteck und Gedeck Am Buffet: Die häufigsten Fehler am Buffet Do & Do Not: Das Wichtigste in Kürze Das Servicepersonal: Der richtige Umgang mit dem Servicepersonal In & Out: Was ist neu - was ist veraltet?
Sie alle sitzen Abend für Abend vor ihren alten Fernsehern und schauen die Telenovela: Silai, die alte Chefin eines Friseursalons, die einen Mann sucht, der es ernst meint; Die junge Gladys, die keine Arbeit hat und den Vater ihres Kindes rausgeschmissen hat. José repariert die Fernsehapparate. Die persönlichen Schicksale sind dramatischer als die der Soap.
DVD 1: Opalsucher in Coober Pedy Mitten im australischen Outback befindet sich das größte Opalvorkommen der Welt. Über eine Million Minenschächte unterhöhlen die Wüste rund um die 4.000-Seelenstadt, in der Glücksritter aus 46 Nationen auf den großen Fund hoffen. In der Sprache der eingeborenen Aborigenes heißt Kupa Piti wörtlich übersetzt Weißer Mann lebt in Loch. Nicht ganz falsch, denn aufgrund der enormen Hitze und des größten Ozonloches der Welt, spielt sich das Leben in Coober Pedy zum größten Teil untertage ab. Die Menschen leben in mehr oder minder stillgelegten Minenschächten, die sie zu Wohnungen, sogenannten Dugouts ausgebaut haben. Kirchen, Hotels, Restaurants und Geschäfte sind unterirdisch angelegt. Underground ist hier mittlerweile zum Qualitätssiegel geworden, denn die Temperatur beträgt hier konstant zwischen 22 und 25 Grad Celsius. Und das, obwohl die Außertemperatur in der Wüste an einem Tag von 0 Grad bis über 50 Grad im Schatten schwanken kann. Seit.. .
„Der mutigste Film des Festivals: Birgit Hein gibt ein schonungsloses Bild ihrer eigenen Ängste und Sehnsüchte als alternde Frau und ihrer Affäre mit einem jungen schwarzen Mann auf Jamaica.“ Frankfurter Rundschau Das sehr persönliche, intime Reisetagebuch von Birgit Hein erzählt mit großer Aufrichtigkeit ihre Schwierigkeiten mit dem Älterwerden, ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit, die Frustrationen des Alleinseins und ihre Erlebnisse in Jamaica. „Alle Aufnahmen für den Film sind mit einer Hi-8-Videokamera aufgezeichnet und dann auf 16mm abgefilmt und bearbeitet worden. Der Realismus dokumentarischer Aufnahmen ist dadurch überwunden. Trotzdem ist das Authentische der Aufnahmen erhalten geblieben. Ich bin immer hinter der Kamera spürbar. Das Persönliche des Films wird durch die hastig formulierten Tagebuchaufzeichnungen unterstützt, die die Erlebnisse schildern und die ich nicht abbilden konnte.” Bonusfilm: DIE UNHEIMLICHEN FRAUEN Vom Anfang der Geschichte an sind Frauen auch.. .
Ist alles vorbei, wenn man es heute mit 30 nicht geschafft hat, erfolgreich zu sein? Regisseur Marko Doringer begibt sich auf eine sehr persönliche Forschungsreise, um dieser Frage nachzugehen. Er ist 30, hat nichts erreicht was zählt und soeben den ersten Backenzahn verloren. Der Verfall hat begonnen, die Jugend ist zu Ende. Was kann jetzt noch kommen, bevor es vorbei ist? Marko bricht zu einer Reise in seine Vergangenheit auf. Er besucht alte Freunde und Freundinnen, seine Eltern und deren Freunde. Geht es ihnen besser als ihm? Warum ist es so schwer 30 zu sein? Mit ironisch-analytischem Blick sucht Marko den Sinn des Lebens. Er konfrontiert sich und seine ProtagonistInnen schonungslos mit den großen und kleinen Fragen des Lebens. Warum ist es so schwer das Glück der anderen zu akzeptieren? Warum ist es so schwer das eigene Glück zu akzeptieren? Mein Halbes Leben ist das lakonische Selbstportrait einer Generation, ein realer, dokumentarischer Entwicklungsroman zu unserer.. .
Jochen Hick und Christian Jentzsch betiteln ihre Dokumentation Am Ende des Regenbogens und beginnen mit einer Szene aus jenem Berlin von heute, das durch seinen Regierenden Bürgermeister fast wie ein Sehnsuchtsort weltweit wirkt: Schwul zu sein ist okay. Discorhythmen, Nachtclubatmo, zwei Männer, die sich im Chat auf Sexjagd begeben. Und dann wird der Film zu einem der depressiv-stimmendsten Zeugnisse über die Welt der Homosexuellen jenseits der westlichen Welten. Nichts als Horror, Albtraum und Splatter, ob im muslimischen Zusammenhang oder unter postsozialistischen Hooligankult, der dann auch noch als gesundes Volksempfinden verbrämt wird. Es sind Bilder und Aussagen, die verstörten und vielleicht auch Heterosexuellen nahe legen sollten, Schwules und Lesbisches nicht als Mode zu begreifen, sondern, jenseits westlicher Liberalität, als Grund für Diskriminierung und (oft auch tödliche) Repressionen. Albträume, die schon in Polen angesiedelt sind, in Weißrussland, im Iran - oder in.. .
Sitte und Ethik Was bedeutet Ethik und wie sind ethische Normen und Regeln mit der Welt, in der wir leben, verbunden? Warum sind die sittlichen, in Kultur und Religion verankerten Normen nicht ausreichend? Es geht darum zu verstehen, dass die Ethik eng mit der Sitte verbunden, aber doch eine eigene, unabhängige wissenschaftliche Disziplin ist. Gelten und rechtfertigen Die Menschenwürde, die Freiheits- und Gleichheitsrechte und das Verbot, Menschen zu töten, sind Beispiele „sittlicher Tatsachen“. Auch die Selbstbestimmung der Person ist eine sittliche Tatsache. Wo liegen deren Grenzen? Universale Forderungen und Kulturkonflikte Trotz der Wurzeln der Ethik in Kultur und Religion, ist sie verpflichtet, auch dann für universale Forderungen wie die Menschenwürde einzutreten, wenn dies zu Kulturkonflikten führt. Ein Beispiel dafür ist die Frauenbeschneidung. Ethik als Konfliktwissenschaft Es gibt eine zunehmende Menge von Konflikten, die durch die Entwicklung der.. .
Zwölf junge Deutsche auf einer einzigartigen Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost. Im Zusammentreffen mit Israelis und Palästinensern erleben sie den Konflikt der beiden Parteien aus ihrer jeweiligen Sicht. Im Gepäck der 16 bis 22 Jährigen: das Schulbuch des Friedensforschungsinstituts PRIME: Die Geschichte des Anderen kennen lernen: Israelis und Palästinenser. Der Film erzählt aus Sicht der Jugendlichen ihre Erlebnisse in Israel und Palästina (Westjordanland), von Menschen, die sie beeindrucken, weil sie neue Wege der Verständigung gehen. Ihre Fragen, auch was sie bewegt und schockiert, besprechen sie mit ihren beiden Begleitern, der Israelin Lotty Camerman (Tochter von Holocaust Überlebenden) und dem Palästinenser Ali Awwad (ehemals Widerstandskämpfer gegen die Besatzung). Das Projekt wurde von der Robert Bosch Stiftung, der Evangelischen Landeskirche Bayern und dem Auswärtigen Amt gefördert und steht unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich.
Aus der fünften Edition der Filmtournee Cinespañol: Der Zuschauer spürt die Sehnsucht nach Freiheit: Mario aus Uruguay möchte mit seinen etwas mehr als 50 Jahren nochmal etwas anderes machen und beschließt mit seinen beiden Söhnen in einem alten Citroën Méhari um die Welt zu fahren - fast ohne Geld und gegen alle Widerstände. Während der (manchmal sehr schwierigen) Fahrt werden er und seine Söhne dafür belohnt, sich getraut zu haben. Ein großer Erfolg in Uruguay und eine Geschichte, die überall auf der Welt spielen könnte!
Man könnte denken, dass in Zeiten, in denen die EU politisch auseinanderdriftet, auch die Menschen unterschiedliche Sorgen haben. EUROPE, SHE LOVES verwebt die Geschichten von vier Paaren an den Rändern Europas: Siobhan und Terry in Dublin wollen ohne Drogen leben; in Tallinn hofft Veronika, dass sich Harri besser mit ihrem Sohn Artur versteht; Penny will Thessaloniki und den älteren Niko verlassen, um in Italien zu arbeiten; und Juan und Caro in Sevilla, frisch verliebt, denken kaum an die Zukunft. Der Alltag bringt allen ähnliche Probleme und die Beziehungen sind eine Flucht in die Privatheit vor den sozialen und wirtschaftlichen Problemen ihrer Heimatländer. Exzessive Partys und Drogenkonsum sind für alle selbstverständlich, und sie lassen die Kamera an intimen Momenten bis zum Sex teilhaben. Jan Gassmann und Kameramann Ramon Giger gelingt es, eine eindrucksvolle Nähe zu den Paaren aufzubauen und mit wenigen Bildern die Essenz von deren Lebensumständen episodisch zu erfassen.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm „His & Hers“ des irischen Regisseurs Ken Wardrop erzählt eine Liebes- und Lebensgeschichte, die Geschichte von Männern und Frauen. 70 Frauen, vom Baby bis zur Greisin, berichten von ihren Vätern, Freunden, Liebhabern und Ehemännern. Und diese Mosaiksteine, diese 70 Vignetten, fügen sich zu einem ebenso amüsanten wie rührenden, universellen Bild des Verhältnisses zwischen Mann und Frau. Obwohl im Film gar keine Männer vorkommen....
The Work von Byron Katie ist ein revolutionärer Ansatz zum Umgang mit den Gedanken, die uns davon abhalten, in Frieden und Freude zu leben. Auf dieser DVD begleitet Katie einige Menschen mit The Work: Eine Frau, deren Bruder im Irak getötet wurde; eine Frau, die Angst hat, ihr Herz könnte gebrochen werden; einen Mann, der sich unattraktiv fühlt; eine Frau, die depressiv ist, weil die Eisbären verhungern, und andere. Mit ihrem Humor und ihrer liebevoll-scharfen Klarheit zeigt sie jedem von uns, wie The Work mit vier einfachen Fragen unser Leben verwandeln kann. Eckhart Tolle, Autor des Buches Jetzt! - Die Kraft der Gegenwart bezeichnet The Work als ein rasiermesserscharfes Schwert, das die Illusionen durchtrennt und dabei hilft, die zeitlose Essenz des eigenen Wesens zu erkennen.
San Francisco in den 70-er Jahren: in der ersten von Homosexuellen bestimmend geprägten Nachbarschaft des Distrikts um die Castro Street bildet sich ein Selbstbewußtsein der früher unsichtbaren Minderheit. Im Ghetto spricht man von Emanzipation. Leute, die sich früher ängstlich wegen ihres Andersseins versteckten, finden den Mut, öffentlich aufzutreten. Unter ihnen wird Harvey Milk zur charismatischen Persönlichkeit...bis er, im November 1978, von einem Repräsentanten der keineswegs schweigenden Mehrheit kaltblütig ermordet wird.
Von Friede, Freude, Eierkuchen kann beim traditionsreichen Fußballklub Alemannia Aachen schon lange nicht mehr die Rede sein. Ausgangspunkt der Misere war der mutige Entschluss des einstigen Zweitligisten, ein neues, größeres Stadion zu bauen. Doch mit dem Spatenstich begann die finanzielle Krise - aus der bald auch eine sportliche wurde. Friede Freude Eierkuchen - Abenteuer aus der Aachener Soers erzählt von der Zeit der Planung und des Baus. Ein Landschaftsschutzgebiet musste ebenso weichen wie ein unter mysteriösen Umständen abgebranntes Restaurant. Eine Bürgerinitiative kämpft um den Erhalt einer Wiese, während eine ganze Kleingartenanlage weichen muss, sehr zum Leidwesen der Gärtner. In ihrem humorvollen Kinofilm werfen die Regisseure Miriam Pucitta und Michael Chauvistré einen Blick zurück auf diese bewegte Zeit und zeigen nahezu kabarettistisch die mal dramatischen, mal versöhnlichen Begegnungen zwischen Bürgern und Lokalpolitikern.
Zum 100. Geburtstag des Urwaldhospitals in Lambaréné erstmals der legendäre Dokumentarfilm auf DVD, ergänzt um frühe, unveröffentlichte Filmdokumente Es ist Albert Schweitzers Stimme, die das eigene Leben erzählt, zu Aufnahmen aus seiner elsässischen Heimat, vom Werdegang als Hochschullehrer, Organist und Pfarrer bis zur Gründung des weltberühmten Dschungelkrankenhauses im heutigen Gabun. Der 1957 entstandene Film ist ein Dokument von zeitloser Kraft. Er berichtet eindrucksvoll u.a. vom beschwerlichen Bau der Station für 250 Leprakranke inmitten vom Urwald am Ufer des Ogowe Flusses. Schweitzers Ideen und Ideale leben heute fort in der Arbeit von Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, medico international, der Internationalen Albert Schweitzer Vereinigung (AISL) oder in den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern. Höchste Zeit für die Wiederentdeckung dieses großartigen Vorbilds für Menschlichkeit und Respekt vor allem Leben. Extras: »Aus dem Urwaldspital von Dr. Albert Schweitzer in.. .
Die Geburt ist der wichtigste Moment in unserem Leben. Ein Ereignis, für das wir uns Zeit und Raum nehmen sollten! Am Beispiel von Argentinien führt uns LICHTBLICKE behutsam an das Wunder der Geburt heran und beleuchtet anhand ländlicher und urbaner Stationen alternative Geburtsmethoden. Im Andendorf Amaicha erfahren wir vom Gebären in der Hocke über Gebärsteinen, eine Praxis der alten Inka-Kultur. Einer Erneuerung dieser Hockgeburt begegnen wir auf der öffentlichen Entbindungsstation in der nördlichen Provinz Tucumán. Hier werden wir Zeugen von Soledads Entbindung ohne medizinische Interventionen wie Hormoneinsatz, Dammschnitt oder Geburtszange. Eine unglaubliche Neuerung für ein öffentliches Krankenhaus Argentiniens! In der Metropole Buenos Aires besuchen wir die Initiative junger selbständiger Hebammen in ihrem 2005 selbstgegründeten Geburtshaus. Mit besonderer Hingabe praktizieren sie dort eine natürliche Geburtshilfe in kritischer Distanz zur automatisierten Medizinpraxis... .
Kuba Schon lange ist Kuba beliebtes Ziel des Sextourismus. Trotz des allgemein hohen Bildungsniveaus, ist die Prostitution für viele überlebenswichtig, denn hinter der brüchen Fassade des Castro-Regimes funktioniert die Versorgung der Bevölkerung kaum. Wir portraitieren drei Frauen, die mit Prostitution sich und ihre Familie ernähren. Laufzeit: 20 Min. Tschechien Wenige Meter hinter dem Grenzposten Zinnwald beginnt der längste Straßenstrich Europas. Mehrere hundert Prostituierte bieten den mehrheitlich ostdeutschen Kunden ihre Dienste an. Die gesamte Region scheint von diesem Geschäft abzuhängen und selbst die Polizei ist mit von der Partie. Laufzeit: 15 Min. Indien Zwischen den Wellblechhütten von Vasco da Gama ist der größte Straßenstrich Indiens. Meist von ihren Eltern gezwungen verdienen junge Mädchen hier das Geld, um die Familie zu ernähren, von der sie verstoßen wurden. Laufzeit: 6 Min. Sexuelle Revolution in Russland Die erotische Revolution hat.. .
Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 - oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns in die Geschäfte kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein! Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in Drittweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird hinter der Glamourwelt der Modeindustrie unsichtbar. THE TRUE COST zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt und welche Arbeitsbedingungen herrschen dort? Was.. .
SEHT MICH VERSCHWINDEN erzählt die Geschichte von Isabelle Caro, die im Jahr 2007 für Aufsehen sorgte, als sie sich nackt mit nur 32 Kilo Körpergewicht für die „No-Anorexia“- Kampagne des italienischen Modelabels „Nolita“ von Starfotograf Oliviero Toscani abbilden ließ. Die Weltpresse ist fasziniert vom selbstzerstörerischen Exhibitionismus der Bilder, die sich in Windeseile auf diversen Plattformen und in anderen Medien verbreiten. Gleichzeitig stößt die Kampagne auf harte Kritik – auch aus Angst, die Bilder könnten, anstatt abzuschrecken, jungen Frauen als Inspiration dienen. So werden die Poster nach wenigen Tagen wieder von den Plakatwänden der Mailänder Modemesse entfernt – nicht aber aus dem Netz oder den Köpfen. Was bleibt, ist Isabelles Erkenntnis über die Macht ihrer Zerbrechlichkeit. Sie wird immer besser darin, die Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Sechs Jungs aus armen Familien der Bergregionen Anatoliens wollen im Trainings-Center in türkischen Amasya erfolgreiche Ringer werden. Aus ihren Familien gerissen, sind viele zum ersten Mal von Zuhause weg, müssen sich hier ein neues Leben aufbauen und neue Freunde finden. Sie müssen sich in der neuen Umgebung einleben - ihr Hauptziel ist jetzt Training und Unterricht. Ihre Trainer und Lehrer kommen alle aus derselben Ringerschule, sie bestimmen jetzt ihr Leben. Sie motivieren und trösten, üben Kritik, aber strenge Disziplin und strikter Gehorsam stehen über allem, und wer in der Schule und im Training nicht erfolgreich ist, muss zurück in sein Dorf - aus der Traum. Der kleine Muhammed führt uns durch den Film, durch ihn lernen wir seine Mitschüler und Mitbewerber kennen. Der Film zeigt offen die Rivalitäten untereinander, aber auch den Spaß, den Humor, die Frustrationen, die Schmerzen, das Heimweh und die Härte der Ausbildung. Doch die Jungs wollen es wissen, und ihren Eltern, .. .
Die Seelsorge als Kontaktstelle zwischen Gott und Mensch? In der Zeit von Hektik und schneller Kommunikation ist die Seelsorge heute dem Zuhören und Unterstützen verpflichtet. Sie nimmt sich auf vielfältige Weise Zeit, Menschen in ihrer Würde zu bestärken und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Die Themen: 01 Unkompliziert, anonym und lebensnah: Gespräche in der Bahnhofkirche Zürich 02 Feierliche Rituale zu wichtigen Abschnitten: Gottesdienst für Erstklässler in Engen 03 Fragen des Schicksals und der Zukunft: die Spitalseelsorgerin im Inselspital Bern 04 Besinnung, Spiritualität und Ruhe: Einkehrtage im Kloster Beuron In NZZ Swiss made: Der Friedensstifter, Eremit und Heilige: Bruder Klaus.
Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, aber es muss vorwärts gelebt werden. (Søren Kirkegård) Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, wurde auch die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR mit einen Schlag überflüssig. Sie hatte als Machtinstrument der Sozialistischen Einheitspartei (SED) ausgedient. Im Zuge der offiziellen Auflösung der NVA ein knappes Jahr später wurden nur knapp 11.000 Soldaten längerfristig in die Bundeswehr übernommen; hunderttausende ehemalige DDR-Streitkräfte standen hingegen plötzlich auf der Straße. Seit über 25 Jahren sind sie nun Bürger der Bundesrepublik. Doch sind sie auch alle Teil unserer Gesellschaft geworden? Und wie gehen sie mit der eigenen Vergangenheit um? Die Filmemacherin Signe Astrup hat sich mit ehemaligen Angehörigen der vergessenen Armee getroffen. Einige von ihnen haben sich bis heute nicht mit dem Ende der DDR abgefunden und sehen sich noch immer dem sozialistischen Fahneneid verpflichtet. Andere fühlen sich von.. .
Die deutsche Jugend im 20. Jahrhundert – wer war sie? Was trieb sie an? Und wie beeinflusste sie unser Land? Anna Maria Mühe („Nicht mein Tag“) und Kostja Ullmann („Rubinrot“) wollen es herausfinden und begeben sich auf eine spannende Zeitreise, die sie auf einzigartige Weise in die Vergangenheit eintauchen lässt. Im 20. Jahrhundert hatte Deutschland viele ereignisreiche und turbulente, aber auch unsichere und fürchterliche Zeiten zu verzeichnen. Dabei war es auch eine Zeit des jugendlichen Aufbruchs – aber wie war es damals eigentlich wirklich für die Jugend? Was bedeutete es, jung zu sein in den wilden Zwanzigern, während der Weltkriege, der Wirtschaftskrisen und Wirtschaftswunder, den Zeiten von Studentenunruhen und Massenprotesten, während Deutschland geteilt war und wieder zusammenwuchs? Die Jungstars Anna Maria Mühe und Kostja Ullmann gehen diesen Fragen auf den Grund und nehmen die Zuschauer mit auf einen kurzweiligen und rasanten Trip, bei dem die Entwicklung unseres Landes.. .
s/w Der Schauspieler, Kolumnist, Autor, Moderator, der gescheiterte Pastoralassistent, der bekennende schwule Sadomasochist, das Gesamtkunstwerk Hermes Phettberg, der schon immer sein Leben, sein Leiden an sich und der Welt schonungslos offen thematisierte, gibt Einblick in sein derzeitiges Dasein. Phettberg ist trotz seines Verfalls ein charismatischer, einzigartiger „Scheiterhaufen“ (wie er sich selbst bezeichnet) geblieben, der sein langsam vergehendes Leben täglich im Internet und in seiner wöchentlichen Kolumne im Wiener Stadtmagazin „Falter“ dokumentiert und als bekanntester Sozialhilfeempfänger Österreichs um sein Überleben kämpft. Sobo Swobodnik zeigt diesen täglichen Kampf eines einstmaligen Stars, der zu einem bevormundeten Außenseiter wurde – mit drei Schlaganfällen, einem Herzinfarkt, extremer Blasenschwäche und einem unbändigem Willen weiter zu leben – als eindrucksvolles Passionsspiel in Schwarz-Weiß.
Pauline ist fünfzehn und möchte Schauspielerin werden. Der 10-jährige Richard ist passionierter Fußball- und Schachspieler, der 6-jährige Lenni füllt mit seinem Charme mühelos den ganzen Raum. Sie alle verbindet eine besondere Erfahrung, ein besonderes Verhältnis zum Leben. Sie sind an Leukämie erkrankt, und jeder von ihnen setzt sich auf seine Weise damit auseinander. Pauline schreibt Gedichte, Richard weiß alles über seine Krankheit, und Lennis Werte nehmen einen erstaunlichen Verlauf, seit er weiß, dass seine Mutter wieder ein Kind erwartet. Drei starke junge Menschen mit ihren Plänen, Hoffnungen, Erfolgen und Niederlagen. Fast drei Jahre hat der vielfach preisgekrönte Filmemacher Thomas Riedelsheimer die Kinder und ihre Familien begleitet, ist mit ihnen durch Höhen und Tiefen, durch Zweifel und hoffnungsvolle Momente gegangen. Entstanden ist so ein einzigartiger, tief bewegender Film: Die behutsame Annährung an eine unvorstellbare Situation, in der nicht die Krankheit im.. .
Tote Prostituierte lag tagelang im Hotel Dorf ohne Wasser - Pumpenmeister beim Rodeo Politiker kauft Kandidatin der Gegenpartei Geister versetzen Tiere in Panik Vater teilt Hochzeitsgesellschaft mit Seil Jede dieser Schlagzeilen würde bei uns in Deutschland für Aufregung sorgen. Aber in Paramita ist das alles kaum eine Nachricht in der Zeitung wert, die vom, Ein-Mann-Verlag im Hühnerstall produziert wird. Jeder hat dort mit sich selbst zu tun, mit illegalem Drogenanbau, der zerrütteten Familie oder dem kaputten Fernsehgerät. Weihnachten steht vor der Tür, als sich ein junger Agraringenieur aufmacht, hinter den Klischeevorstellungen vom Leben in einer pazifischen Entwicklungsregion nach Namen, Schicksalen und Hoffnungen zu suchen. Sein Film zeichnet ein zum Teil bedrückendes, zum Teil fast komisches Bild von Menschen, absurden Situationen und dem täglichen Kampf ums Überleben im mexikanischen Nirgendwo.
Der Film erzählt von dem mutigen und visionären Widerstand liberianischer Frauen, die im Jahr 2003 maßgeblich dazu beigetragen haben, Frieden für ihr vom Bürgerkrieg zerrissenes Land zu erreichen. Der Krieg zwischen dem korrupten Regime unter Charles Taylor und dem Zusammenschluss der Warlords LURD (Liberia United for Reconciliation and Democracy), die Taylor stürzen wollten, hatte das Land zerstört, die Zivilbevölkerung traumatisiert und zur Flucht in die Hauptstadt Monrovia gezwungen. Opfer waren vor allem Frauen und die Kinder. Viele dieser Frauen hatten selbst Schreckliches erlebt, ließen sich dadurch aber nicht brechen oder einschüchtern. Zur Hölle mit dem Teufel - Frauen für ein freies Liberia berichtet in Interviews mit den führenden Frauen der Bewegung und anhand von Archivmaterial von diesem historischen Friedenskampf, von dem Zusammenschluss der christlichen und muslimischen Frauen, ihren Aktionen, ihrem Mut, ihrer Ausdauer, ihrem Leid und ihrer Hoffnung - und.. .
Eine Gruppe von Handelsvertretern landet in einer mysteriösen Vorstadt. Einer von ihnen befindet sich plötzllch in einer abstrusen Raum-/Zeitschleife. Immer wieder ist er an der selben Haltestelle. Ein Film über Kapitalismus, urbane Missverständnisse, Google Street View und das Verschwimmen von Digitalität und Realität.
Alkohol: Kein Stoff der Welt ist uns so vertraut und in seiner Wirkung so unglaublich vielfältig. Man bekommt ihn überall und das kleine Molekül ist in der Lage, sämtliche 200 Milliarden Neuronen eines menschlichen Gehirns völlig unterschiedlich zu beeinflussen. Doch kaum jemand bezeichnet Alkohol trotz seiner psychoaktiven und Zellen zerstörenden Wirkung als Droge. Aber warum lassen wir den Tod von jährlich drei Millionen Menschen einfach so zu? Verschließen wir seit Jahrtausenden die Augen vor den Gefahren und Risiken? Welche Rolle spielt die mächtige Alkoholwirtschaft mit einem Jahresumsatz von 1, 2 Billionen Euro bei dieser konsequenten Verschleierung? Der Autor, der auch selbst gern ein Glas trinkt, sucht Antworten auf die Fragen, warum wir überhaupt trinken, was Alkohol mit uns macht und wie stark die Industrie Gesellschaft und Politik beeinflussen. Er reist um die Welt von Deutschland über England nach Nigeria, um die aggressiven Handelspraktiken der globalen Alkoholindustrie.. .
Der Film erzählt die Geschichte von drei schwulen Palästinensern, die aus ihrem ursprünglichen Lebensumfeld fliehen mußten und sich jetzt illegal in Tel Aviv aufhalten. Louie, 32, der sich seit acht Jahren in Tel Aviv versteckt; Abdu, 24, der in Ramallah geoutet wurde und daraufhin von den palästinensischen Sicherheitskräften der Spionage beschuldigt und gefoltert wurde; und Faris, 23, der von der West Bank nach Tel Aviv vor seiner Familie floh, die ihn töten wollte. Um zu überleben, suchen sie Asyl in Drittländern, jenseits von Israel und ihrer Heimat Palästina…
„, Ja mei, I mechad nur noch sterben, sagt der 89-jährige Lenz zu Beginn des großartigen Heimatfilms von Christian Lerch. Dann erleben wir ihn als vitalen Patriarchen in seinem Biotop, einer Raststätte an der Bundesstraße 12. Sein Sohn hat das Erbe übernommen, das Haus wird gegen den Willen von Lenz umgebaut. Als die Fenster verkehrt herum eingesetzt werden, wird klar, dass hier einiges aus dem Ruder läuft. Die Schwiegertochter kümmert sich liebevoll um Lenz und sogar alte Freunde lassen sich von dem ewig grantelnden Kerl nicht vergraulen und schauen immer wieder bei ihm vorbei., Ja mei, I mechad nur noch sterben, sagt der mittlerweile 90-jährige Lenz zum Ende der Erzählung. Ein liebevoller, berührender Film über ein Stück bayerischer Lebensart und die ureigene Kraft des Lebens.“ Daniel Sponsel, Leiter DOK.fest 2018
Im bäuerlichen Leben war das Brotbacken eine wichtige Arbeit, denn Brot war das Hauptnahrungsmittel auf dem Lande. Es hatte in der Ernährungskette einen hohen Stellenwert. So wurde es als Morgensuppe, als Vesper, und als Zuspeise bei jedem warmen Gericht gereicht. Meist gab es im Ort mehrere Backhäuser, in welchen die Frauen alle zwei Wochen buken. Und stand eine Feier ins Haus, wurden auch die großen Kuchen in den Ofen geschoben. Der Film zeigt wie es gemacht wurde.....
Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer. Auto-Bomben. Schluchzende Frauen in schwarzen Umhängen. Zerstörte, staubige Landschaften. Bilder westlicher Nachrichten aus dem Irak von heute. Dem gegenüber stehen Erinnerungen einer Familie aus den fünfziger bis siebziger Jahren: Frauen in schicken Kleidern studieren an der Universität und werden von zuvorkommenden Männern in eleganten Anzügen begleitet. Überall ist moderne arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigen amerikanische, indische und arabische Filme. Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens, dominierte ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt. Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in der Diaspora. Filmemacher Samir erzählt die Geschichte seiner irakischen Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo (NY) lebt. Seine Familie schildert den Traum von Moderne, .. .
Holunderblüte reist zu Kindern in das Gebiet um Kaliningrad, einer Gegend, geprägt von entvölkerten Dörfern und brachliegenden Feldern. Die Erwachsenen suchen woanders Arbeit oder trinken. Zurück bleiben die Kinder. Mit Holunderblüte kehrt Volker Koepp in die Landschaft des ehemaligen Ostpreußen zurück. Der Film registriert die politischen und sozialen Veränderungen, die Verelendung der Menschen nach dem Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Strukturen, der Entvölkerung der Dörfer und Zersplitterung der Familien - aber er zeigt auch eine Landschaft, die für Kinder ein riesiger Abenteuerspielplatz ist.
Überall in Frankreich gibt es noch einige Schulen, die aus nur einer Klasse bestehen. Alle Kinder eines Dorfes, vom Kindergartenalter bis zum letzten Jahr der Grundschule, werden von einem Lehrer unterrichtet. Zwischen Isolation und Weltoffenheit teilen diese abgeschiedenen kleinen Gruppen den Alltag, im Guten wie im Schlechten. Ein Film von Nicolas Philibert In einer von ihnen, mitten im Herzen der Auvergne, wurde dieser Film gedreht: Es ist Winter. Lehrer Georges Lopez unterrichtet seit über 20 Jahren in der Schule des kleinen Dorfes. Im Klassenraum befinden sich um einen runden Tisch versammelt die Kleinen im Vorschulalter. Auf den Schulbänken sitzen die älteren Kinder. Die Vorschüler lernen lesen, während die älteren Kinder Mathematik haben. Es wird Sommer. In den letzten Tagen vor den großen Ferien heißt es Abschied nehmen. >>Eine glatte 1. Fehlerlos. Mehr als nur ein Dokumentarfilm über die Schule. Sein und haben, ein Film über die Schwierigkeit, erwachsen zu werden... .