s/w Die Leipziger Galerie EIGEN+ART stellte zwischen 1985 und 1989 einen einzigartigen Freiraum für unangepasste DDR-Kunst dar. Einem kunstinteressierten Publikum wurde hier mit List und Stehvermögen die Sensation einer staatsunabhängigen Ã-ffentlichkeit geboten. Verschiedene, bis in die 70er Jahre zurückführende Einzelinitiativen hatten die Erosion der staatlichen Kontrolle vorangetrieben. Der 1. Leipziger Herbstsalon (1984), die Galerie der Gruppe Clara Mosch in Karl-Marx-Stadt (1977-1982) und vor allem die erste Privatgalerie EP von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin (1974-1980) entfalteten in relativ kurzer Zeit ein enormes Maß an Vorbildwirkung und Nachhaltigkeit. Der Film erzählt Geschichten dieser freien DDR-Kultur. Bislang unerschlossene Videoaufzeichnungen des Archivs der EIGEN+ART und eindrucksvolle filmische Dokumente dieser Szene verbinden sich mit einer aktuellen, dokumentarischen Ebene, auf der beteiligte Künstler und Persönlichkeiten zu Wort kommen.