Nach den Memoiren („ The Tongs & the Bones“, 1981) des bekannten britischen Autors, Verlegers und Operndirektors Lord Harewood wurde das „ Gloriana“-Projekt in Diskussionen des Ehepaars Harewood und des mit ihnen befreundeten Künstlerpaars Benjamin Britten und Peter Pears im Winter 1952 geboren. Harewood, Cousin der künftigen Königin und damals Direktor des Royal Opera House Covent Garden, schlug nicht nur als Ausgangsbasis des Librettos Lytton Stracheys biographischen Roman „ Elizabeth & Essex“ (1928) vor, sondern lancierte das Projekt auch bei Hofe. Auch Britten empfand diesen Text als passende Vorlage für ein Opernlibretto und die Krönung war das richtige Umfeld für dessen Umsetzung. Die Idee war, anlässlich der 1953 bevorstehenden Krönung von Königin Elizabeth II. von Engl&, eine patriotisch ausgerichtete „ Nationaloper“ zu kreieren, die am Beispiel der Regentschaft von Königin Elizabeth I. (1558-1603) ein positives Bild der britischen Monarchie evozieren sollte. Die Oper ist.. .