Zwischen Scheiterhaufen und Scholastik
- das Mittelalter ist eine der faszinierendsten Epochen in der europäischen Geschichte. Geprägt wurde es über 400 Jahre lang durch eine tiefe Mystik und spirituelle Lebensorientierung. Das Duell der Denker Das westliche Denken wurde wesentlich von der Konfrontation eines Heiligen und eines Gelehrten beeinflusst. Auf der einen Seite stand der Mönch Bernhard von Clairvaux (1090-1154), der glaubte, dass Religion eine Angelegenheit der spirituellen, persönlichen Verbindung zu Gott sei. Ohm gegenüber trat der Gelehrte Peter Abaelard (1079-1142), der postulierte: Nachts kann geglaubt werden, wenn es nicht zunächst verstanden wurde. Kontemplation stand gegen Debatte, Glaube gegen Vernunft. Die Feuer des Glaubens Die Heilige Mutter Kirche verlotterte im Prunk- und Machtstreben. Die Katharer lehnten alle weltlichen Versuchungen, die Sakramente und das Kreuz ab. Als Ketzer gebrandmarkt, verfolgte sie die Kirche gnadenlos. Wie die Katharer.. .