Der 9. Oktober 1989 in Leipzig steht für die eigentliche Wende. Dieser Tag bereitete all das vor, was danach möglich war: Die Wiedervereinigung Deutschlands und der Fall des Ostblocks. 70.000 Menschen ziehen an diesem Montag schweigend über den Leipziger Stadtring. Es ist die größte Spontandemonstration seit dem Arbeiteraufstand von 1953. Die stetig wachsende Menschenmenge und Solidarität der Bürger lähmt die Staatsmacht. Und es geschieht das Unglaubliche: Die Macht des Volkes zerreißt die Befehlsketten staatlicher Gewalt und legt damit den Grundstein für den Anfang vom Ende der DDR. Montag, 2. Oktober 1989 Seit Wochen versammeln sich mehr und mehr Menschen vor der Nikolaikirche in Leipzig zu Friedensmärschen durch die Innenstadt. Vereint in ihrem Wunsch nach mehr Demokratie werden die Rufe der rund 25.000 Demonstranten immer lauter: „ Wir sind das Volk!“ und „ Keine Gewalt“. Auf der anderen Seite bauen sich drohend die bewaffneten Staatsorgane auf. Samstag, 7. Oktober 1989.. .