Der ganze Schiffskörper erbebte und zitterte, und man hatte das Gefühl, als ob wir in den nächsten Minuten zerbersten sollten. Alles schrie und brüllte in sämtlichen Räumen. Sanitäter und Krankenschwestern standen an den Türen, das Schiff schaukelte mächtig hin und her. Die Verwundeten, die aufstehen konnten, erhoben sich, flogen aber unmittelbar gegen die Wände. Die übrigen Verwundeten rutschten mit ihren Betten auseinander. Wir überschlugen uns und drückten uns gegenseitig und verletzten uns noch mehr, als wir ohnehin schon verletzt waren., erzählt Franz Huber, der als verwundeter Soldat an Bord der Steuben war. Am 9. Februar 1945 läuft die Steuben von Pillau in Richtung Kiel aus. An Bord befinden sich 2.800 Verwundete, 300 Ärzte und Schwestern, 150 Mann Besatzung und 900 Flüchtlinge. Abgedunkelt sucht das ehemalige Passagierschiff im Schutz des Torpedobootes T 196 seinen Weg durch die Ostsee. In Höhe Stolpmünde lauert das sowjetische U-Boot S-13. Um 0:55 Uhr wird die.. .