s/w Feindselig erscheint die morsche Brücke, über die die Gruppe der aus den ehemaligen Ostgebieten Vertriebenen in das kleine, mitteldeutsche Dorf gelangt. So feindselig wie die Dörfler selbst, die immer noch den alten Verhaltensmustern gehorchen und vor allem vermeintlich Fremden Tür und Tor verschließen. Michaelis, der Sprecher der Flüchtlinge, ist um gutes Zusammenleben bemüht. Er bietet dem Bürgermeister die handwerklichen Fähigkeiten seiner Leute an, um die Brücke wieder in Schuss zu bringen, doch daran sei hier niemand interessiert, lautet die Antwort. Ein Brückenschlag zwischen Neuen und Alteingesessenen scheint in weite Ferne zu rücken. Artur Pohls Regiedebüt setzt sich als erster und einziger Film der DEFA mit dem Tabuthema der Flüchtlings- und Vertriebenenproblematik auseinander.