Das Werk des schwedischen Dichters August Strindberg hat den Komponisten Aribert Reimann schon immer fasziniert. Bereits seine erste Oper „ Ein Traumspiel“ basiert auf dem gleichnamigen Schauspiel des Dramaturgen. Und während das Libretto für diese Oper noch auf einer Fremdübersetzung beruht, hatte die intensive Beschäftigung mit dem Schwedischen dazu geführt, dass Reimann die Übersetzung selbst vornahm, um daraus das Konzentrat für seine vierte Oper „ Die Gespenstersonate“ zu ziehen. Ebenso begeistert wie der Komponist Reimann vom Literaten Strindberg war selbiger ein großer Bewunderer Beethovens, da er in dessen Musik besonders eindeutige Analogien zwischen den beiden Künsten entdeckte. In Anlehnung an das Klaviertrio op. 70/1 „ Geistertrio“, nannte er sein Werk „ Gespenstersonate“. Die vorliegende Inszenierung der Welterstaufführung von Reimanns Kammeroper „ Die Gespenstersonate“ fand 1984 an der Deutschen Oper Berlin statt. Da noch vor Beginn der Komposition die Besetzung festgelegt.. .