Geschichte wird oft verstanden als Resultat großer Schlachten: Schlachten, die zu historischen Umbrüchen führten und sich tief in das Bewusstsein eingegraben haben. Große Schlachten sind jedoch mehr als ein militärisches Kräftemessen: Sie haben einen Nachhall in der Zeit, oft bis heute. 1631
- Das Massaker von Magdeburg 10. Mai 1631: vor Magdeburg lagert das kaiserlich-katholische Heer unter Graf Johann T. von Tilly, das nur darauf wartet, dass die reiche protestantische Hochburg endlich aufgibt und sich freikauft. 30.000 Menschen sind in der Stadt eingeschlossen. Für die Bevölkerung bahnt sich eine Katastrophe an, die sich in das Gedächtnis Europas einbrennen wird. Als in den frühen Morgenstunden dieses 10. Mai das Signal zum Angriff gegeben wird, stoßen die Söldner auf den erbitterten Widerstand der Magdeburger Bürgerschaft. Durch den Häuserkampf mit den Zivilisten frustriert, laufen Tillys Soldaten Amok und legen Magdeburg in Schutt und Asche. In nur vier Tagen wird die.. .