Norddeutsche Kaufleute schlossen sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einem Bund zusammen: Die Hanse, die in ihrer Glanzzeit fast 200 See- und Binnenstädte umfasste. Nie besaß sie eigene Souveränität. Ihr Zusammenhalt und ihre Stärke beruhten einzig auf dem merkantilen Prinzip, aus der Gemeinschaft Nutzen für jeden einzelnen zu ziehen. Abenteuerlich und gefährlich waren die Fahrten der Kaufleute, bis Niederlassungen und Verträge das Risiko begrenzten. Ein Schiffstyp, die Kogge, trug entscheidend zum Erfolg der Hanse bei. Der Nachlass des Kaufmanns Hildebrand Veccinghusen gibt Einblick in den Alltag, zeigt die Reise- und Lebensspuren eines anfangs erfolgreichen Geschäftsmannes, der dann im Schuldturm endet. Seine Geschichte steht auch für den Niedergang der Hanse. Die gemeinsamen Interessen spalteten sich, der politische Druck von außen wurde stärker. Die Hanse reagierte zu spät, war zu konservativ und beharrte auf ihre Privilegien. Die Stürme einer neuen Zeit brachten den.. .