Johann Sebastian Bachs JOHANNESPASSION beschreibt den Leidensweg Jesu Christi
- formal streng, inhaltlich hochdramatisch. Das Textbuch folgt im wesentlichen den Kapiteln 18 und 19 des Johannes-Evangeliums, in die an zwei Stellen Verse aus dem Matthäus-Evangelium eingeschoben sind, und integriert Kirchenliedstrophen und madrigale Dichtungen, wie z.B. die Texte für die Arien, Ariosi. Der Regisseur Hugo Niebeling hat seinen Film streng nach Bachs Partitur im romanischen Dom zu Speyer inszeniert. Benutzt hat er dafür die legendäre Archiv-Produktion der Deutschen Grammophon, die 1964 von dem (inzwischen verstorbenen) Bach-Dirigenten und -Interpreten Karl Richter mit dem Münchener Bach-Chor und -Orchester und Hermann Prey, aufgenommen wurde. Solisten dieser Aufnahme, Ernst Haefliger und Kieth Engen, sind im Film nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen.