Mundart macht Spaß. Genau wie abgründige Geschichten, schräge Figuren und pointierte Dialoge. Das alles zusammen hat die Serie ‚ Die Kirche bleibt im Dorf‘ zu bieten, nunmehr 30 Folgen a 30 Minuten aus der schwäbischen Provinz. Ideenreich und sorgsam komponiert werden darin die Fehden der Familien Häberle und Rossbauer samt den innerfamiliären Querelen und sorgsam verborgenen Geheimnissen entfaltet. Ulrike Grote geht leichtfüßig und pointenreich zu Werke, dazu kommt viel schwarzer Humor, einiges an Dramatik und eine gute Portion Unbarmherzigkeit mit ihren Figuren. Es geht mit starken Worten in direktem Ton zur Sache und geflucht wird, dass es eine Freude ist. Die große Glaubhaftigkeit der Sprache, das Aufgehobensein in der Mundart und die Lust am zupackenden Ausdruck vermittelt sich auch denjenigen, die selbst in einem anderen Dialekt oder der Hochsprache zu Hause sind. In einem großen Bogen über alle Folgen hinweg erzählt, bezaubert die Serie mit einer ganz eigenen Mischung.. .