Die Geschichte der O
- einerseits hochgerühmtes literarisches Meisterwerk, andererseits verfehmtes Objekt moralischer Entrüstung, gehört ohne Frage zu den umstrittensten und rätselhaftesten Büchern des 20. Jahrhunderts. Nach Jahrzehnten allgemeiner Spekulation über die Urheberschaft brach die Autorin erstmals 1975 ihr Schweigen – das interview, das Régine Deforges damals mit ihr führte, bringt Licht ins Dunkel, klärt Fragen und beleuchtet die Denkweisen einer ungewöhnlichen Frau, die Generationen von sadomasochistisch liebenden Menschen gedanklich prägte. Die Geschichte der O einst in aller Unschuld für den Geliebten verfasst, avancierte schnell zur „ Bibel“ der sich allmählich entwickelnden Subkultur, beschreibt sie doch nahezu alle auch heute noch verwendeten Szenarien und Versatzstücke sadomasochistischer Inszenierungen und Rituale. Prasselndes Kaminfeuer, knirschender Kies, das Klappern von Absätzen auf langen Fluren – starke Bilder, Archetypen, die seither, und gewiss auch.. .