Die Schildbürger In den Jahren 1836 und 1837 erschien von Gustav Schwab das „ Buch der schönsten Geschichten und Sagen für Alt und Jung wiedererzählt. Theil 1–2“; in der zweiten Auflage 1843 erhielt es—nun in einem Band—ein zweites Titelblatt: „ Die deutschen Volksbücher. Für Jung und Alt wiedererzählt“. Seit Görres gibt es den Sammelbegriff „ Volksbücher“ für unterhaltende und zum Teil auch belehrende Prosaschriften des späten Mittelalters. Mit dem Buchdruck wuchs der Kreis der Leser und damit auch das Bedürfnis nach Unterhaltung. Diesem Bedürfnis wurde im späten Mittelalter abgeholfen durch eine Fülle von erzählenden Schriften, die allerdings nur zum geringsten Teil Neuschöpfungen waren. Beliebt waren vor allem schwankhafte Erzählungen (etwa Till Eulenspiegel); es entstanden viele von einem Verfasser hergestellte Sammlungen solcher Erzählungen (z.B. Jörg Wickram, Rollwagenbüchlein, 1555). Zu solchen Sammlungen zählt auch das „ Lalebuch“ (1597), das in zweiter, schlecht umgearbeiteter.. .