Filmische Artikulationen, die sich der unmittelbaren Kontrolle durch staatliche Institutionen ganz bewußt entzogen, waren in der DDR natürlich nicht vorgesehen. Ein dichtes Netz von Regelwerken definierte, analog zu allen anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, was, wann, wo und wie zulässig war... Das Monopol auf Ã-ffentlichkeit und damit auch auf Film, lag bekannterweise beim Staat. Und nirgendwo sonst. Einer Gruppe Unentwegter, die technische Provisorien und auch Einschränkungen in der beruflichen Entwicklung bewußt in Kauf genommen haben, ist es zu danken, daß heute noch Dokumente vorliegen, die eine autonome mediale Perspektive auf DDR-Wirklichkeit verkörpern. Für sie war Super 8-Film neben Tanz, improvisierter Musik und Lyrik eine Möglichkeit zur Erweiterung des als starr empfundenen, hergebrachten Kunstbegriffes.