Karl-Heinz Schmeelke erlebt als junger Soldat eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges: den Endkampf in Ostpreußen im Kessel von Heiligenbeil. Seinen 19. Geburtstag „feiert“ er am 26. März 1945 am Frischen Haff. An diesem Tag notiert er in sein Tagebuch: „ Jeder hat den gleichen Gedanken: Weg von hier – kein Mensch wartet mit Gleichmut auf seinen Heldentod oder auf die sowjetische Gefangenschaft.“ 2006 kehrt er noch einmal zurück an den Ort, an dem 1945 die Welt unterging, und begeht seinen 80. Geburtstag an der Steilküste von Balga – mit alten Freunden und russischen Bekannten. Der 26. März 2006 ist ein klarer, kalter Wintertag. In Balga, einem Ort, der wie so viele andere von der Landkarte verschwunden ist, herrscht Totenstille. An das grausige Geschehen 1945 erinnern lediglich Kreuze im Schnee. Doch Karl-Heinz Schmeelke kommt alles so vor, als wäre es erst gestern gewesen... Eine Aufnahme des Deutschlandfunk © 2006 Deutschlandradio