Feldherr und Schöngeist, Aufklärer und Zuchtmeister
- im Spannungsfeld seiner Persönlichkeit steht Friedrich der Große für Preußens Glorie. Als der junge Mann in Berlin 1740 als Friedrich II. den Königsthron besteigt, ist das für das barocke Europa eher ein unbedeutendes Randereignis. Der neue Herrscher des bettelarmen Preußens galt als eine von seinem Vater gebrochene Figur, dem Ränkespiel der Großmächte Ã-sterreich, Russl&, Frankreich und England hilflos ausgeliefert. Doch dann gelangt in Ã-sterreich Maria Theresia an die Macht und Friedrich nutzt seine Chance: Er entreißt der Königin die wertvolle Provinz Schlesien und trotzt ganz Europa in drei blutigen Kriegen. Schon zu Lebzeiten nennen ihn die Zeitgenossen den Großen, bewundern sein militärisches Genie. Friedrichs Bedeutung für die Weltgeschichte kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Vom Geiste der Aufklärung beseelt, von Voltaire beeinflusst, schafft er ein unabhängiges Rechtssystem und beendet die.. .