Händels Werk Acis und Galatea stiftet einige Verwirrung wenn es um eine eindeutige Genre-Zuordnung geht. Die Oper wurde zu seinen Lebzeiten als „masque“ und „ Pastorale“ bezeichnet, als „serenata“ oder als „bukolisches Gedicht“, sogar der Begriff „ Oratorium“ wurde dem Werk zugeordnet. Wenn es nach den Gegebenheiten der Entstehung und Uraufführung von Acis und Galatea geht, ist der Begriff der Serenade in ihrem ursprünglichen Sinn wohl am passendsten. Der Graf von Caernavon, in dessen Diensten Händel 1717 und 1718 st&, lebte in Saus und Braus, unterhielt eine eigene „ Hofkapelle“ und bestellte das Werk für eine Privataufführung in seinem schlossähnlichen Herrenhaus. Dort wurde es jedoch nicht inszeniert, sondern als Konzertaufführung präsentiert. 1732 folgte eine von Thomas Arne inszenierte Fassung, an dem zahlreiche Veränderungen vorgenommen worden waren. Händel rächte sich mit einer neuen Version, bei der er sein früheres Werk Aci, Galatea e Polifemo von 1708 und die erste Fassung.. .