Die Kämpfe im Hürtgenwald und entlang des Westwalls von 1944 bis 1945 gehören zu den letzten großen Mythen des Zweiten Weltkriegs. Von der längsten Schlacht auf deutschem Boden ist die Rede, vom Verdun in der Eifel, von der größten amerikanischen Niederlage in Europa. Selbst die offizielle US-Militärgeschichte spricht vom Hürtgenwald als schwarzgrünem Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen. Hemingway nannte die Forste der Eifel Wälder, in denen die Drachen hausen. Drachenzähne, Siegfriedlinie, Höllenwald – Begriffe die an altdeutsche Mythen und Märchen erinnern, an das Nibelungenlied, an die NS-Propaganda vom ewigen Wald, an die Geschichten von Gespenstern und bösen Hexen im tiefen Tann. Noch heute wird von über 68.000 Toten im Hürtgenwald gesprochen und in der Offizierskaderschule Fort Leavenworth, USA, wird die Allerseelenschlacht bei Vossenack und Schmidt als amerikanisches Desaster gelehrt. James Gavin, Kommandeur der 82. Luftlande Division, nannte.. .