Im 17. Jahrhundert wuchs Holland zur dominierenden Wirtschaftsmacht Europas heran. Die winzigen Niederlande wickelten damals nicht weniger als 70 Prozent des gesamten Welthandels ab und wurden zu einer der führenden Kolonialmächte Europas. 1602 gründeten Kaufleute die Vereinigte Ostindien-Kompanie, abgekürzt VOC, als erste Aktiengesellschaft der Welt. Ziel der Unternehmung war der Ausbau des lukrativen Gewürzhandels mit der Inselwelt des heutigen Indonesien. In rascher Folge besetzen niederländische Kapitäne Stützpunkte in Ostasien. Es entbrannte ein erbitterter Krieg mit den Briten, den die kleinen Niederlande sogar für sich entscheiden konnten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten die Niederländer das drittgrößte Kolonialreich der Welt. Dessen Ende wurde durch die japanische Eroberung im Zweiten Weltkrieg eingeläutet. 1949 entließen die Niederländer ihre Kolonie in die Unabhängigkeit.