Kompositorisch konnte Jean-Philippe Rameau hier seiner Kreativität weitgehend freien Lauf lassen, denn bei Platee handelt es sich um ein sogenanntes Ballett-Bouffon mit ausgesprochenem Unterhaltungscharakter. Er brauchte sihc nicht an Lullys Prinzip zu halten, daß die Musik dem Drama zu dienen habe: Platee sollte vor allem großes Spektakel bieten, mit ausgedehnten Ballett-Passagen, Spezialeffekten, prächtigen Kostümen, einer Travestie in der Titelrolle
- und vor allem mit glänzender Musik. Die vorliegende preisgekrönte Aufzeichnung aus dem Pariser Palais Garnier fängt genau dieses Flair des Spektakulären ein, indem sie dem Werk in Ausstattung und Präsentation ein neues, expressiv verfremdetes und kontrastreiches Kolorit verleiht. Inhalt: 01 Platee
- Paul Agnew 02 La Folie, Thalie
- Mirelle Delunsch 03 Thespis, Mercure
- Yann BEuron 04 Jupiter
- Vincent Le Texier 05 Junon
- Doris Lamprecht 06 Citheron, a Satyr
- Laurent Naouri 07 LAmour, Clarine
- Valerine Gabail 08.. .