Louisa ist 23 und kann und will sich endgültig nichts mehr vormachen: Sie hört nichts. Gar nichts. Ihr ganzes Leben hat sie mit aller Kraft versucht, so zu sein wie alle anderen. Kommunikation war ein ungerechter Kampf des Lippenlesens
- begleitet von einem ständigen Gefühl des Versagens. Damit ist es jetzt vorbei. Louisa beginnt, die Gebärdensprache zu lernen, entscheidet sich gegen ein Hörimplantat und zieht in ihre erste eigene Wohnung. Und dass sie trotz alledem Hip-Hop liebt und Texte schreibt, soll für die anderen ein Widerspruch sein, doch nicht für sie.
- Mit ihrem Abschlussfilm Louisa dokumentiert Katharina Pethke von der Kunsthochschule für Medien Köln das Bild einer mutigen jungen Frau auf dem Weg in die Emanzipation. Dass es sich bei der portraitierten Louisa um Pethkes Schwester handelt, gibt dem Film darüber hinaus eine persönliche Note. Eine ungewöhnliche Coming-of-age-Geschichte mit ausgefeilter Bildgestaltung und feinfühligem Dokumentarstil.