La vida breve – das kurze Leben – ließ lange auf sich warten. Die Partitur war bereits 1904 für einen Wettbewerb in aller Eile fertiggestellt worden und erhielt den Ersten Preis, doch eine Aufführung in Madrid kam nicht zustande. Frustriert reiste de Falla nach Frankreich, wo es noch einmal sechs Jahre dauerte, bis es das „kurze Leben“ in Nizza zur Uraufführung schaffte. Ein Riesenerfolg! In dieser kraftvollen Inszenierung aus dem Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia hat der international renommierte Regisseur und Bühnenbildner Giancarlo del Monaco auf die sich zuspitzende Seelenlage der verzweifelten Protagonistin Salud und die sozialen Ungerechtigkeiten konzentriert. Die pompösen Orchesterfarben de Fallas entsprechen dem leidenschaftlichen Dirigat von Lorin Maazel, bei dem andalusische Rhythmen genauso ihren Stellenwert haben wie das impressionistische Schillern der Harmonik. Die chilenische Sopranistin Cristina Callardo Domâs gibt stimmlich alles und geht kompromisslos in der.. .