In ihrer mitreißenden Dokumentation über die Tanz-Revolutionärin Mary Wigman belegen die Regisseure Christof Debler und Norbert Busè, dass sich die Tanzkultur auf der ganzen Welt heute nur deswegen so gelöst und ungestüm zeigt, weil Mary Wigman ihr die entscheidenden Impulse zur Befreiung gab. Wigman (1886-1973) wollte von den lieblichen Posen des Balletts nichts wissen, strebte bei ihren Tänzen nicht in die Höhe, sondern stampfte auf den Boden, als gälte es, sich den Weg zur Hölle zu bahnen. „ Ich lebte wie in einem Taumel. Es schien, als ob alle Journalisten des Landes auf mich einstürmen würden. Es gab Tage, an denen ich aufwachte und fürchtete, einen Fotografen unter meinem Bett zu finden.“ (Mary Wigman)