Im Dezember 1804 kennt ganz Paris nur ein Thema: die anstehende Krönungszeremonie des Generals Napoleon Bonaparte zum Kaiser der Franzosen. Für den Krönungszug ließ Napoleon ganze Häuserzeilen abreißen, weil sie ihm im Wege standen. Militär sperrt das Terrain großräumig ab und hält das Volk auf Distanz. Die Franzosen reiben sich verwundert die Augen: So hatten sie sich die Revolution ursprünglich nicht vorgestellt; ihre Träume von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit hatten andere Ziele als einen allmächtigen neuen Kaiser. Napoleon hält während der Krönung das Zepter Karls des Großen in Händen, um der Welt vor Augen zu führen, dass er das Erbe des legendären Frankenführers anzutreten bereit sei. Eine geschickte Täuschung, denn es ist nicht das echte Zepter. Da man das Original nicht finden kann, greift Napoleon zu einer Kopie. Der Papst gibt dem falschen Zepter seinen Segen, und Napoleons Krönung beginnt mit einem imposanten Taschenspielertrick, auf den halb Europa hereinfällt... .