Von 1936 bis 1956 besucht der Autor, Kritiker und Mäzen Carl Seelig Robert Walser regelmäßig in der Heilanstalt Herisau. Sie unternehmen ausgedehnte Spaziergänge durchs Appenzeller L&, sprechen über Walsers Leben, über Literatur und Politik. Seine Erinnerungen an diese Zeit dokumentierte Seelig in dem Buch Wanderungen mit Robert Walser, das Percy Adlon zur Grundlage seines ersten Spielfilms machte. Präzise und einfühlsam inszeniert Adlon das Porträt des Verstummten, eines Dichters, der, wie Hölerlin taktvoll genug war, dem Leben zu entsagen.