Mit diesem Roman setzt 1884 Mark Twain die Geschichten von Tom Sawyer und Huckleberry Finn fort. Twain schöpft auch hier aus seinen Erinnerungen an eine Kindheit am Mississippi und erzählt den Roman aus Sicht des Halbwaisen und sozialen Außenseiters Huck Finn. Dessen naiv-ehrliche Sicht auf die Welt war zu Twains Zeiten revolutionär und machte den Roman zu einem der wichtigsten Bücher der amerikanischen Literaturgeschichte. Hucks Abenteuerreise mit dem entflohenen Sklaven Jim ist keinesfalls nur eine amüsante Floßfahrt auf dem Mississippi, sondern auch die gefährliche und ernüchternde Begegnung mit den Schattenseiten des menschlichen Wesens. Zwar gibt Tom Sawyer der „ Lausbubengeschichte“ am Ende einen humorvolleren Anstrich – wer genau hinhört, wird aber einige bittere Wahrheiten erkennen, die Twain uns sehr bewusst servieren wollte. UNGEKÜRZTE LESUNG