In dieser brillanten, witzigen, vielstimmigen Tragikomödie erzählt Jutta Voigt von den Verlusten, Freiheiten und Kuriositäten des Alters. Von der ewigen Identifikation mit der Jugend und von einem, der seine junge Geliebte für eine Gleichaltrige verlässt, weil sie denselben Subtext in der Seele hat. Von einem Striptease am Totenbett sowie aus dem » Leben einer älteren Dame«: » Als Subjekt der Begierde bin ich ausgeschieden, freiwillig. Als Objekt auch. Streift mich der Blick eines Mannes, halte ich den für einen Perversen, einen Verrückten oder Kriminellen.« Alter und Jugend werden untrennbar beschrieben, denn in Matinee, Nachmittagsvorstellung und Spätvorstellung läuft oft derselbe gute Film. Voller Melancholie und Witz zeigt uns die brillante Feuilletonistin und Theodor-Wolff-Preis-Trägerin Jutta Voigt, was es heißt zu altern, ohne die Süße der Jugend zu vergessen.