Im Iran kann sich eine Frau nicht ohne das Einverständnis ihres Ehemanns scheiden lassen, es sei denn, sie hat handfeste Beweise über dessen Unfruchtbarkeit, Geisteskrankheit oder mangelnde finanzielle Zuwendung. Die Filmemacherin Kim Longinotto hat gemeinsam mit Ziba Mir-Hosseini, Ethnologin und Spezialistin für iranisches Familienrecht, während mehrerer Wochen verschiedene Prozesse vor einem Familiengericht in Teheran mitverfolgt. Entstanden ist ein spannendes, eindrückliches Dokument, das anhand von drei Gerichtsfällen einen differenzierten Einblick nicht nur in die Familienstrukturen, sondern auch in die männerdominierte islamische Gesellschaft generell gewährt. Jamileh ist von ihrem Mann misshandelt worden. Sie möchte ihn bestraft sehen und fordert für sich eine finanzielle Entschädigung. Maryam kämpft um das Sorgerecht für ihre Kinder, das ihr von ihrem ehemaligen Mann streitig gemacht wird. Die erst 16 Jahre alte Ziba möchte studieren, um Anwältin zu werden, und sie möchte.. .