„ Legenden, Legenden, nichts als Legenden“, so einer der alten Männer, der als Erzähler durch diesen poetischen Dokumentarfilm führt. Und er fährt fort: „ Nicht ich bin es, der Euch Lügen erzählt, sondern die Leute, die lange vor uns gelebt haben
- und so wie ich haben auch sie davon gehört“. Mit dieser ironischen Distanzierung versehen, werden die tradtitionellen Schöpfungsgeschichten und Ursprungslegenden als Teil des kulturellen und oral überlieferten Erbes charakterisiert, das die Menschen und ihren Umgang miteinander prägt, aber doch auch deutlich macht, daß die Moderne nicht spurlos an Madagaskar vorübergegangen ist. Die Bemühungen der Kolonialmacht Frankreich, der madegassischen Kultur die französische überzustülpen, seien zwar nicht aufgegangen, hätten aber doch deutliche Spuren hinterlassen. Der Film greift die politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Probleme auf, mit denen sich das Land seit der 1960 errungenen Unabhängigkeit konfrontiert sieht. Durch ihre sensible.. .