Die Rote Zora ist eine militante Frauengruppe, die in den 80er Jahren in Deutschland über 20 Anschläge verübte und diverse andere Delikte beging. Bekämpft wurden Atom-, Gen- und Reproduktionstechnologie, die entsprechenden Anschlagsziele waren Konzerne wie Bayer, Schering und Siemens, Forschungsinstitute und das Eigentum von Vertretern der patriarchalen Ordnung (RZ 1983). Die Rote Zora bildete eine radikale politische Opposition zur bestehenden Macht und setzte auf eine Politik der Sachbeschädigung. es war ein Grundsatz, dabei keine Menschen zu verletzen. Zahlreiche Texte und Bekennerschreiben der Roten Zora zeigten, dass sie eine bewaffnete, aber auch oft genug mit der Schreibmaschine kämpfende Gruppe (Oliver Tolmein) war. Während die Frauen von den einen als Terroristinnen verfolgt wurden und bis heute werden, galten sie anderen zweifelsohne als Heldinnen.