Vor 45 Jahren drehte Volker Koepp Grüße aus Sarmatien, inspiriert vom ersten Gedichtband Johannes Bobrowskis, Sarmatische Zeit (1961). Seitdem ist der Regisseur immer wieder in jene Landschaft zwischen Weichsel, Wolga, Ostsee und Schwarzem Meer zurückgekehrt, die Bobrowski voller Sehnsucht beschwört. Seine Heimat, das Memell&, verwandelt Bobrowski in seiner Lyrik zu einem utopischen Raum ohne Grenzen, zu einer gemeinsamen Heimat der vielen Völker in ihr. Seit jenem ersten Film findet Koepp immer wieder neue Bilder für dieses Sarmatien, das dem Regisseur selbst zum Sehnsuchtsort geworden ist. Kalte Heimat (1995) eröffnete in den neunziger Jahren einen ganzen Sarmatien-Zyklus. Koepps Filme beschreiben die Gegenwart und das Leben an den großen östlichen Strömen und greifen dabei Bobrowskis Themen und Motive wieder auf. Es sind Filme über das Zusammenleben der Völker in jenen weiten Grenzgebieten, über das historisch elende 20. Jahrhundert, über Widerstand und Hoffnung, .. .