Die Blues-Musik war im Film bislang kläglich unterrepräsentiert. Dies galt besonders für die Ära von 1929, als der Tonfilm sich entlich durchgesetzt hatte, bis in die 60er Jahre hinein. Alle großen Blues-Interpreten von Anfang bis Mitter der 20er Jahre blieben ungefilmt, was kein so großer Verlust war, da es Stummfilme gewesen wären. Doch gerade das war die höchste Blütezeit des Blues. Die Blueskünstler zogen wie Zigeunerkarawanen in Pullmanwagen von Stadt zu Stadt und tragen in den Konzerthäusern der TOBA-Kette auf. Zu den Auftritten von Sängerinnen wie Mamie Smith, Ma Rainey und Bessie Smith auf schwarzen Bühnen im ganzen Land strömten große Mengen ergebener Fans. Bessie Smiths Platten verkauften sich zuverlässig zu Huntertausenden, gelegentlich gar Millionen Exemplaren. Doch im weiteren Verlauf des Jahrzehnts ging der Blues-Absatz zurück. Zur Zeit der großen Wirtschaftskrise war die Blues-Begeistrung praktisch vorbei. Zwar gab es auch in den nächsten paar Jahrzehnten neue.. .