Was mit Raubkopien in der Homecomputer-Pionierzeit begann, wurde schnell zur ersten digitalen Jugendkultur überhaupt. Um für den schnellsten Crack eines Computerspiels den entsprechenden Fame in der Szene zu bekommen, setzten findige Raubkopierer programmierte Visitenkarten, sogenannte Intros, vor die auf den Schulhöfen der 80er Jahre eifrig getauschten Spiele. Eine Kunst, die enorme Programmierkenntnisse und mit immer aufwändigeren Intros zunehmend audiovisuelles Talent erforderte. Und deshalb bald zu einer eigenen, von Wettbewerb getriebenen digitalen Kunstform avancierte, der Demoszene. Demos sind Musikvideos ohne Tänzer, ohne Kulisse und ohne Kamera. Stattdessen generieren diese Clips von jeweiligen Spezialisten für Programmierung, Grafik und Sound kreierte, in Echtzeit (also während der Bildschirmdarstellung vom Computer berechnet) ablaufende Animationen, die den Computer nicht selten an seine technischen Grenzen treiben. Und so auch auf Kult-Computern wie dem Commodore 64.. .