Der Film ist eine Spurensuche: An Schillers wichtigstem Tatort, Weimar, spürt Regisseurin Marieke Schroeder mit Peter Gülke, dem Dirigenten, Autor, Weimaraner, Schillers Vision von Musik auf. Sie besuchen sein Haus, hören in seinen Wänden der Musik auf seine Gedichte zu, machen den Gang ins Theater, um in Gesprächen und musikalischen Realisationen Eindruck von der Macht zu geben, die Schillers Sprache und Szene auf die Musik aller Zeiten ausgeübt hat. Und sie untersuchen gesprächsweise in Goethes Gartenhaus die Magie, die Schillers Ode an die Freude in Beethovens Neunter zum Schlager werden ließ. Seine Musik war wohl eigentlich die Sprach-Musik seiner Poesie, mit deren Gewalt er spielte und deren Grenzen er nur zu gut kannte: Ach kein Steg will dahin führen/ Ach der Himmel über mir will die Erde nie berühren/ Und das dort ist niemals hier.; (Friedrich Schiller, Der Pilgrim)