In der Wäscherei dampft und zischt es bereits, wenn die Arbeiter im verqualmten Pausenraum ihre Morgenzigaretten ausdrücken. Es ist 7.00 Uhr, die Arbeit beginnt. Während die energische Tatjana noch müde die feuchten Servietten in die fauchende Mangel steckt, kämpft die zurückhaltende Gerti mit Büstenhaltern, die sich im Waschnetz verfangen haben. Oben dröhnt und vibriert es, das Dach der Wäscherei wird erneuert. Hinten wummern die großen Wäschetrockner und im Keller werden krachend die alten Wasserleitungen rausgerissen. Ein Ventil verstopft – das Chaos ist perfekt. Der Chef sucht fluchend nach dem Telefon, um die nötigen Handwerker zu erreichen und Monika beißt schulterzuckend in ihr Käsebrot: Der Tach hat schon so blöde angefangen heut Morgen.. . Monika wohnt in Wilhelmsburg. Von hier aus blickt man auf die andere Seite der Elbe, dort wo die wohlhabenden Menschen leben und auch die Wäscherei liegt. Seit 20 Jahren fährt Monika mit Bus und Bahn 1, 5 Stunden hin und am Abend wieder.. .