Die Wissenschaftstheorie ist eine philosophische Betrachtung der empirischen Wissenschaften. Sie erforscht die Methode dieser Wissenschaften und analysiert ihren Wahrheitsanspruch. Die methodischen BEtrachtungen dienen einer Schärfung der Vorgehensweise der Wissenschaften. Die Analysen des Wahrheitsanspruchs zeigen die Möglichkeiten und die Grenzen der Reichweite der empirischen Wissenschaften auf. Objektivierung als Form der Erkenntnis der empirischen Wissenschaft Die empirische Wissenschaft ist auf objektive Erkenntnis ausgerichtet, nach Möglichkeit gereinigt von allen subjektiven Beimischungen. Diese Objektivität ist aber selbst nur eine begrenzte Form der Erkenntnis: Theoretische Erkenntnis abstrahiert vom praktischen Kontext, allgemeine Erkenntnis abstrahiert vom Konkreten, Wissenschaft ohne Interpretation ist irrelevant für das Weltbild. Objektive Informationen sind immer auf einen konkreten, kommunikativen Zusammenhang angewiesen. Die Formalisierung und Systematisierung.. .
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Höchstes Gut und absolute Verbindlichkeit Sollen unsere Bewertungen begründet sein, so setzen wir einen Maßstab der Beurteilung voraus. Platon nennt ihn die Idee des Guten. Die Gewissheit von einer letzten und unbedingten Gutheit, die nicht nur unsere subjektive Konstruktion ist, sondern ihre Gutheit aus sich selbst besitzt und somit alles Gute begründet, muss ebenfalls Bestandteil eines vernünftigen Gottesbegriffs sein. Der sogenannte ontologische Gottesbeweis fasst all die Beweise in das Argument zusammen, dass unser.. .
Hans Blumenberg war und ist einer der einflussreichsten deutschen Philosophen der Nachkriegszeit. Sein Thema ist der Mensch, der über die Jahrhunderte hinweg um seine Selbstbehauptung gegen den Absolutismus der Wirklichkeit kämpft. Das Instrument dafür ist sein Denken, das er als Nachdenklichkeit versteht, das innehält und sich seiner selbst bewusst wird, Umwege zulässt, Distanz zum Übermächtigen schafft. Diesen Vorgang nennt Blumenberg das Abenteuer des Denkens. Drei Spurensucher reisen in Christoph Rüters Film in einem Bus quer durch Deutschland, um sich von dem Philosophen Hans Blumenberg ein Bild zu machen. Sie sprechen mit Menschen, die ihn gekannt haben, diskutieren seine Gedanken.
Hier ist die Rede von den großen Männern der griechischen Philosophie, die auf die Frage Was ist die Welt geantwortet haben: Wasser, Luft Feuer, Erde. Es geht um den Anfang der Naturforschung, denn Naturwissenschaften sind die griechische Art über die Natur nachzudenken. Was ist die Welt? Die moderne Antwort auf eine alte Frage. Die Welt besteht aus Atomen, die wiederum nicht unteilbar sind sondern aus Neutronen, Protonen und Elektronen bestehen. Das ist aber immer noch nicht elementar. Aus Demokrits Atomen wurden Quarks und Leptonen. Am Anfang war die Kraft Vier Grundkräfte regieren die Welt der Dinge: Schwerkraft, starke Kernkraft, schwache Kernkraft und Elektromagnetismus. Das Spiel dieser Kräfte hat alles erschaffen was ist: Galaxien, Sterne, Planeten, Lebewesen und Gehirne. Der große Zusammenhang Naturwissenschaften können viel, aber nicht alles erklären. Wie hängt in dieser Welt auf diesem Planeten Element mit Element zusammen. Was macht das System Erde aus?.. .
Teil 11: Hochscholastik - Albert Magnus und Thomas von Aquin & Nominalismus - Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham Hochscholastik - Albert Magnus und Thomas von Aquin Wegbereiter war der spanisch-arabische Philosoph Averroes (Ibn Ruschd). Er und Aristoteles beeinflussten den Deutschen Albertus Magnus, der die Erfahrung für das Wissen unterstrich. Sein Schüler war der Dominikaner Thomas von Aquin, der größte Denker der Scholastik. Er war überzeugt, dass die Glaubenswahrheit durch die Vernunft erfassbar sei. Nominalismus - Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham Der Franziskaner Duns Scotus trennte Wissenschaft und Theologie. Er räumte dem Willen eine besondere Bedeutung neben der Vernunft ein. Sein Ordensbruder Wilhelm von Ockham setzte sich für die Trennung von Kirche und Staat ein. Als bedeutendster Vertreter des Nominalismus existieren für ihn nur die Einzeldinge wirklich, nicht aber die Allgemeinbegriffe (sog. Universalien).
Teil 15: David Hume - Eine Revolution der Moral & Immanuel Kant - Der Höhepunkt der Aufklärung David Hume - Eine Revolution der Moral Hume ist überzeugter Humanist und Atheist. Grundlage seines Denkens bildet die sinnliche Wahrnehmung, aus der die Ideen entstehen. Adam Smith definiert die Arbeit als Quelle des Reichtums und gilt als Begründer der Nationalökonomie. Immanuel Kant - Der Höhepunkt der Aufklärung Er will die Grenzen zwischen Wissen und Glauben bestimmen, um beide unterscheiden zu können. Sein „Kategorischer Imperativ“ revolutioniert die Moralphilosophie. Berühmt sind auch seine Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Sie kulminieren in: Was ist der Mensch?
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit des Abstrakten (Universalienproblem) Das Universalienproblem ist eines der großen „Schlachtfelder“ der abendländischen Geistesgeschichte. Gibt es neben den konkreten Einzeldingen in Raum und Zeit auch noch eine Dimension des Allgemeinen, Abstrakten und Überzeitlichen? Ist die Mathematik eine Wissenschaft, die den Bereich des Abstrakten erforscht? Können wir das Verstehen von Sprache nur erklären, wenn wir einen Bereich der Ideen. ..
Seit Anbeginn der Philosophie stellt die schon vorgefundene Natur, vom Kosmos bis zu den Atomen und den Elementarteilchen, einen Skandal für unsere Vernunft dar. Was ist die Welt? war die erste philosophische Frage, gestellt vom ersten Philosophen Thales von Milet. Ihr folgte das lange und bis heute nicht abgeschlossene Programm naturphilosophischer Untersuchungen. Reduziert auf Teilgebiete und unter Verzicht der grundlegenden metaphysischen Fragestellungen ist die Beschreibung der Welt heute der Bereich der Naturwissenschaften. Die Vorlesung zur Einführung in die Naturphilosophie präsentiert das Panorama der modernen Naturphilosophie als der Begleiterin und Kritikerin der modernen Naturwissenschaften, die einst als experimentelle Philosophie begannen. Das Bild der Natur zeichnen die Wissenschaften, unser Weltbild kann nur die Philosophie entwerfen.
Der slowenische Philosoph Slavoj Zizek ist einer der wichtigsten - und unerhörtesten - zeitgenössischen Kulturtheoretiker. Seine Themen reichen von Alfred Hitchcock über 9/11, die Oper, das Christentum, Lenin und David Lynch. Der fesselnde Dokumentarfilm erkundet die exzentrische Persönlichkeit und Arbeit dieses unvergleichlichen Akademikers und Autors. Zizek! folgt dem unerschrockenen Denker quer über den Globus. Unterwegs legt er wie besessen seine Ideologien aus einer einzigartigen Mischung aus Psychoanalyse nach Jacques Lacan, Marxismus und Popkulturtheorie offen. Er scheut sich dabei keineswegs, seinen kritischen Blick mit bissigen Kommentaren auch auf sich selbst zu richten.
Versteckt in den bewaldeten Bergen an der Westküste Japans liegt das kleine Zen Kloster Antaiji. Eine junge Frau bricht auf um von Herbst bis Frühjahr einzutauchen in das Abenteuer klösterlichen Lebens. Die junge Frau ist Sabine Timoteo aus Bern. Der Abt des Klosters ist Muho Nölke, geboren in Berlin. Ein Zusammenspiel der Philosophie des japanischen Zen-Meisters Kodo Sawaki mit den Überraschungen des Alltags.
Teil 8: Epikur & Cicero Epikur (341 - 270 v. Chr.) In Epikurs Philosophie hat die Lust eine besondere Bedeutung. Häufig wurde dies einseitig und falsch verstanden. Epikur ging es um die Erfüllung von Grundbedürfnissen wie Trinken, Essen und Schutz vor Kälte. Das individuelle Lebensglück kann man - wie er meinte - durch Weisheit erlangen und dafür braucht man innere Ruhe und Gelassenheit. Carpe diem, dieses Motto des Horaz war auch das seine. Cicero Im Mittelpunkt seines Interesses standen die Stoa und deren Botschaft, dass Tugend das höchste Ziel des Menschen ist. Im Hinblick auf Erkenntnis und Wahrheit war er Skeptiker. Cicero war als überzeugter Anhänger der Republik ein moderner Mensch. Es ging ihm um die Freiheit der Bürger. Als Stoiker selbst Pragmatiker, gilt er als berühmtester Redner und Rechtsgelehrter Roms. 43 v. Chr. wurde er auf Geheiß von Marcus Antonius ermordet.
Der Blick des Historikers auf die ersten Philosophen Europas richtet sich auf ein Bündel von Voraussetzungen, die das neue Denken ermöglichten. Am wichtigsten ist dabei die Entstehung der griechischen Polis als Bürgergemeinde. Deren Entwurf im frühen politischen Denken könnte dem neuen Nachdenken über den natürlichen Kosmos den Weg gewiesen haben. Die neue, der mythischen entgegengesetzte Denkweise erhält in den Vorstellungen der einzelnen Denker verschiedene Ausprägungen. Hier werden die Grundlagen unseres heutigen wissenschaftlichen Weltbilds gelegt.
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Leiden und Tod Ein Leben gelingt nicht nur dann, wenn alles nach unseren Wünschen läuft. Zu einem „gelingenden Leben“ gehört auch die Auseinandersetzung mit Krisen und Scheitern. Die Auswirkungen der Dinge, die in unserem Leben passieren oder nicht passieren, haben ganz wesentlich mit der inneren Einstellung.. .
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Es gibt Dinge, die sich auch in einer verwissenschaftlichten Welt dem wissenschaftlichen Zugriff entziehen. Dazu gehört auch das Sterben. Der Vortrag geht Fragen der Endlichkeit und unterschiedlichen Gestalten des Lebens, zu denen auch das Alter gehört, nach und befasst sich mit dem, was dem Menschen verfügbar, und dem, was dem Menschen unverfügbar ist. Anschließend wird versucht, die Frage, wem das Sterben gehört, zu beantworten.
Zwei Freunde im Gespräch über einige wichtige Dinge im Leben. Anlässlich der Vorstellung ihres Buches „Die Großen Denker“ setzen sich Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl mit einem guten Rotwein aufs rote Sofa. Von den alten Griechen spannt sich der Gesprächs-Bogen bis zur Bedeutung der Philosophie im 21. Jahrhundert. Prof. Dr. Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie an der Ludwig-Maximilians-Universität und Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München sowie Moderator der ZDF-Reihe „Abenteuer Forschung“. Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist Ordinarius für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Prof. Harald Lesch Die Ganze Natur - Goethes Naturphilosophie Auf den Spuren von Goethes Naturphilosophie reist der Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch in die Klassikerstadt Weimar. Vier Episoden geben einen Eindruck in Goethes naturphilosophisches Denken. Harald Lesch besucht historische Orte und Plätze des Alltagslebens. Die Suche führt ihn zu Goethes Vorstellung von der Anschaulichkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse, den Grenzen menschlicher Naturbeherrschung und seiner Natur, die sich in einem ständigen Wandel befindet. Welche Rolle spielen die Prognosen und Erkenntnisse Goethes für die Forschung von heute? Episode 1: -Ein unbekannter Naturforscher Laufzeit: 10:51 Min. Episode 2: -Der Mensch im Kampf mit der Natur Laufzeit: 8:48 Min. Episode 3: -Erkenntnis durch Anschauung Laufzeit: 17:52 Min. Episode 4: -Die Muschen auf dem Berg Laufzeit: 9:24 Min. -Am Stein vom guten Glück Laufzeit: 5:43 Min. -Trailer Laufzeit: 1:56 Min.
Als Vater der Dekonstruktion bekannt, gilt Jacques Derrida als einer der wichtigsten Denker unserer Zeit, der den Blick auf Geschichte, Kunst und Sprache des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat. Die Doku verbindet Auszüge aus Publikationen mit Vorträgen an Universitäten und folgt dem Philosophen auf seinen Reisen.
Teil 20: Der Wiener Kreis und Ludwig Wittgenstein & Husserl und Heidegger Der Wiener Kreis und Ludwig Wittgenstein Der Wiener Kreis entstand 1922, in einer Zeit, als sich die Naturwissenschaften besonders rasant entwickelten. Die Physik wurde als Leitwissenschaft verstanden, und die Philosophie sollte nun ebenfalls wissenschaftlich werden. Die traditionelle Metaphysik lehnte der Wiener Kreis vehement ab. (1889 - 1951) In Wittgensteins Logisch-philosophische Abhandlung (besser bekannt als Tractatus logico-philosophicus) versucht er eine neue Logik zu schaffen. Bereits nach wenigen Jahren wendet er sich von seinem Frühwerk ab und entwickelt ein neues sprachphilosophisches Denken, das nicht nur auf die Entwicklung der Philosophie, sondern auch der Literatur und Kunst großen Einfluss hat. Husserl und Heidegger (1859 - 1938) Husserls Anliegen ist, die „Sachen selbst“ und damit sowohl die Wirklichkeit als auch das menschliche Bewusstsein zu verstehen. Über die Erfassung.. .
Teil 19: A.N. Whitehead und B. Russell & Eine Revolution in der Naturphilosophie - Albert Einstein und Niel Bohr Alfred North Whitehead und Bertrand Russell Whitehead und Russell schreiben gemeinsam das umfangreiche Werk Principia Mathematica über die logischen Grundlagen der Mathematik. Whitehead (1861 - 1947) Im Zentrum seines Denkens steht - wie bei Heraklit - der Prozess des Werdens. Russell (1872 - 1970) beschäftigt sich intensiv mit Hegel, wendet sich dann gegen diese Tradition und ist überzeugt, dass die Philosophie in der mathematischen Logik ihre Grundlage hat. Eine Revolution in der Naturphilosophie - Albert Einstein und Niels Bohr (1879 - 1955) 1905 legt Einstein die Grundlagen für seinen späteren Ruhm. Er entdeckt, dass Gase aus Molekülen bestehen, und er entwickelt die Relativitätstheorie, als er der Frage nachgeht, warum die Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Später untersucht er die Ursachen der Schwerkraft und entdeckt, dass der Raum und das Licht.. .
Teil 4: Leukipp und Demokrit & Anaxagoras und Diogenes Leukipp und Demokrit Leukipp (6. und 5. Jahrhundert v. Chr.) Man schreibt ihm - zusammen mit Demokrit - die Begründung des Atomismus zu. Die Welt besteht aus leerem Raum und Materie. Die kleinsten unteilbaren Teile sind die atomoi - Atome durch deren Umordnung Veränderung entsteht. Demokrit (460 - 371 v. Chr.) Er war ein Schüler des Leukipp. Laut Aristoteles hat er über alles nachgedacht. Demokrit gilt als letzter Naturphilosoph und Vater der Atomtheorie. Für ihn das höchste Gut: Die Wohlgemutheit. Anaxagoras und Diogenes Anaxagoras (499 - 428 v. Chr.) Er war Lehrer des Politikers Perikles und des Dichters Euripides. Als Dualist gab es für ihn neben der Materie auch den Weltgeist (Nus). Weil er die Sonne nicht als Gottheit, sondern als glühenden Stein sah, wurde er der Irreligiosität angeklagt und verbrachte die letzten Jahre in Verbannung. Diogenes (ca. 499 - 428 v. Chr.) Er ist nicht der Diogenes aus der Tonne, .. .
Teil 3: Heraklit und Parmenides & Empedokles und Philolaos Heraklit und Parmenides Heraklit (zwischen 540 und 535 - 475 und 480 v. Chr.) in seiner philosophischen Lehre steht das Werden, die Veränderung als Prinzip im Mittelpunkt. Die Welt ist vom Kampf der Gegensätze geprägt. Im Gegensatz zeigt sich aber auch noch eine verborgene Einheit. Im Feuer sah Heraklit den Urstoff der Welt. Parmenides (515 - ca. 445 v. Chr.) Es gibt nur ein wahres Sein, aber kein Nichtsein und Denken und Sein ist dasselbe, daher ist nicht existierendes nicht denkbar, es kann also kein Nichts geben. Empedokles und Philolaos Emedokles (zwischen 494 und 482 - 434 und 420 v. Chr.) Ein Multitalent aus dem neuen Griechenland (Sizilien). Er brachte zum ersten Mal die vier Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde in das Gedankengut ein. Werden und Vergehen gibt es für ihn durch das Zusammenspiel der vier Elemente zwischen denen die Kräfte Liebe und Hass wirken. Philolaos (470 - 390 v. Chr.) Er. ..
Teil 6: Sokrates & Platon Sokrates (469 - 399 v. Chr.) Ich weiß, dass ich nichts weiß - das ist seine Botschaft. Damit ging er den Athenern wahrscheinlich gewaltig auf die Nerven. Sokrates verwickelte die Bürger seiner Heimatstadt in Gespräche und versuchte deutlich zu machen, dass man - wenn man nachfragt - merkt, dass man eigentlich nichts weiß. Es ging ihm um die Liebe zur Weisheit für die er bereit war, den tödlichen Inhalt des Schierlingsbechers zu trinken. Platon (427 - 347 v. Chr.) Er schuf ein neues Denkgebäude, indem er immer danach fragte, was Wissen sei und wo es herkomme. Er glaubte, dass die wirkliche Welt eine Welt der Ideen und dass die höchste Idee die des Guten ist. Platon war der erste große Idealist in der Geschichte der Philosophie. Eine seiner wichtigsten Schriften ist die Politeia (der Staat). Darin geht es Platon vor allem um die Gerechtigkeit.
Teil 5: Die Sophisten & Die Vorsokratiker - eine Bilanz Die Sophisten Wichtige Vertreter: Protagoras aus Abdera in Thrakien (490 - 411 v. Chr.) und Gorgias aus Leontinoi auf Sizilien (etwa 480 - 380 v. Chr.). Sie waren die Superstars des klassischen Athens und Sprachkünstler, Aufklärer, Politiker und Rechtsanwälte. Bekannt ist vor allem der Aphorismus des Protagoras Der Mensch ist das Maß von jedem Ding, nach dem jeder einzelne Mensch seine besondere Wahrheit hat. Aristoteles kritisierte die Sophisten als Lehrer der Scheinweisheiten. Gorgias entwickelte die Rhetorik weiter, indem er paradoxe Wendungen und spitzfindige Argumente benutzte. Die Vorsokratiker - eine Bilanz Im Vergleich mit der übrigen Welt gab es in Griechenland einen Befreiungsschlag für die Vernunft. Vernunftgesteuertes Denken schafft Ordnung, Mythos schafft Chaos. Philosophie stellt immer schon die nächste Frage auf die letzte Antwort, der Mythos hat immer nur eine Antwort. Die Denker waren.. .
Teil 7: Aristoteles & Stoa Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) Nach 20 Jahren Studien an Platons Akademie wurde er in Makedonien Erzieher Alexander des Großen. Aristoteles unterteilte die Wissensgebiete in Einzelwissenschaften. Das Bestreben des Menschen sei es zu wissen, wobei er methodisch zwischen theoretischen, praktischen und poetischen Bereichen unterschied. Aristoteles gilt heute als erster großer Methodiker und Logiker. Stoa Die Stoiker betrachten die Welt in ihrer Ganzherrlichkeit. Säulen der Stoa sind die Logik, Die Physik sowie die Ethik. Die Stoa wurde zur Populärphilosophie der Spätantike. Die wichtigsten und einflussreichsten Stoiker in Rom waren Cicero, Seneca und Mark Aurel.
Teil 14: Die ersten Systeme der Philosophie - Spinoza, Leibniz, Newton & Der Weg zur Aufklärung - Montaigne, Pascal, Voltaire Die ersten Systeme der Philosophie - Spinoza, Leibniz, Newton Spinoza postuliert: Alles was ist, ist Gott! Der Mensch strebt nach vollkommener Erkenntnis. Er will eins mit seinem Schöpfer werden. Leibnitz vertritt den Satz vom Widerspruch und vom zureichenden Grund. Seelische Entitäten spiegeln eine unsichtbare Welt. Isaac Newton ist einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler. Sein Weltbild gilt zwei Jahrhunderte. Der Weg zur Aufklärung - Montaigne, Pascal, Voltaire Michel de Montaigne stellt die Frage: Wer bin ich? Mit seinen Essays schafft er einen neuen Typ philosophischer Literatur. Blaise Pascal wird nach einem religiösen Erweckungserlebnis zum Gegner des naturwissenschaftlichen Weltbildes. Voltaire ist ganz der Toleranz und Gerechtigkeit verpflichtet und galt als Vorbereiter der französischen Revolution.
Teil 16: Goethe und Schiller & Fichte und Schelling Johann Wolfgang von Goethe & Friedrich von Schiller (28.8.1749 - 22.3.1832) Goethe betreibt naturkundliche Studien, entwickelt seine berühmte Farbenlehre, interessiert sich für die Wahrnehmung des Lichts und unternimmt große Reisen - die wichtigsten nach Italien. Goethe ist Universalist. In seinem Faust setzt er sich als Dichter mit dem Problem der Naturwissenschaften auseinander. (10.11.1759 - 9.5.1805) Schiller gilt als der bedeutendste Dramatiker deutscher Sprache. Er beschäftigt sich mit Kant, weist dessen moralischen Rigorismus aber zurück. Freiheit ist für ihn ein Schlüsselbegriff, vor allem in der Erziehung der Menschen. Johann Gottlieb Fichte & Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (19.5.1762 - 29.1.1814) Bis zum Jahr 1800 vertritt Fichte eine Theorie, in der alles vom ICH abgeleitet wird, sowohl das ICH als auch das Nicht-ICH. Dann erkennt er, dass sich das ICH eine Grenze setzen muss und dass dies nur durch.. .
Teil 17: Hegel und Marx & Feuerbach und Kierkegaard Georg Friedrich Wilhelm Hegel & Karl Marx (27.8.1770 - 14.11.1831) Hegel ist der international bekannteste Vertreter des Deutschen Idealismus. Für ihn ist die materielle Wirklichkeit nur ein äußerer Schein, hinter dem Energie steckt. Ein zentraler Begriff in Hegels Denken ist die Dialektik, die den dynamischen Prozess in der Entwicklung des Denkens und der Wirklichkeit erklärt. (5.5.1818 - 14.3.1883) Marx übernimmt von Hegel die Methode der Dialektik und den Gedanken der historischen Entwicklung und verbindet beides mit seinem eigenen Materialismus. Sein Hauptwerk Das Kapital ist eine wissenschaftliche Analyse des Kapitalismus, seiner Triebkräfte und seines Scheiterns. Ludwig Feuerbach & Sören Kirkegaard (28.7.1804 - 13.9.1872) Feuerbachs Denken ist zutiefst humanistisch. Die Philosophie muss sich, wie er glaubt, am Menschen orientieren. Das Christentum ist für ihn zwar humanistisch, nicht aber die kirchlichen und. ..
Teil 10: Augustinus - eine Zeitenwende & Anselm von Canterbury und sein Gottesbeweis Augustinus - eine Zeitenwende Mit Augustinus beginnt die Philosophie des Mittelalters. Er nimmt neuplatonisches Denken auf und formt es um. Eine wichtige Rolle spielt der Wahrheitsbegriff und dessen theologische Verankerung. Mit der Überzeugung, dass wir uns über unsere innere Selbstwahrnehmung nicht täuschen können, nimmt der einen Gedanken Descartes vorweg. Der Weg zum Wissen führt für Augustinus über den Glauben und der wiederum ist von der Gnade Gottes abhängig. Anselm von Canterbury und sein Gottesbeweis Anselm gilt als Vater der Scholastik. Ein Zentrum seiner Lehre, die von Augustinus und dem Neuplatonismus beeinflusst ist, bildet der Gottesbeweis. Anselm ist überzeugt, dass die Existenz Gottes durch folgerichtiges Denken eingesehen werden kann. Philosophien wie Descartes und Kant haben sich mit dem Gottesbeweis auseinandergesetzt. Noch heute steht er im Zentrum vieler.. .
Teil 12: Nicolaus Cusanus und die Renaissance & Beginn der Naturwissenschaften Nicolaus Cusanus und die Renaissance Geboren 1401 in Kues an der Mosel war Nicolaus Cusanus Kardinal, Philosoph, Mathematiker und Astronom. Unablässig stellte er die Frage, wer Gott sei, und wie und ob der Mensch ihn verstehen könne. Laut Cusanus gibt es für Gott keine Wirklichkeit. Daraus folgerte er, dass die Welt alles ist, das nicht Gott ist. Ihm geht es darum, sich dem unbegreiflichen Gott zu nähern. Beginn der Naturwissenschaften In der Renaissance wird der Mensch zum Maß der Dinge. Die Naturwissenschaften fassen Fuß. Einer ihrer Vertreter war der Astronom Nikolaus Kopernikus, für den sich die Planeten in Kreisbahnen um die Sonne bewegten. Auch Johannes Kepler und Galileo Galilei postulierten ein heliozentrisches Weltbild. Francis Bacon prägte den Satz Wissen ist Macht.
Teil 13: Descartes - Aufbruch in die Moderne & Thomas Hobbe und John Locke - Der englische Empirismus Descartes - Aufbruch in die Moderne 1596 in La Haye geboren, stellt er das analytische Denken in den Mittelpunkt. Idealismus und Materialismus ergänzen sich (Cogitans sum - Ich bin als Denkender). Für die Existenz Gottes führt er drei Gottesbeweise an. Thomas Hobbe und John Locke - Der englische Empirismus Im Zentrum seines Werkes steht der Staat. Ohne dessen führende Hand ist der Mensch jedem anderen ein Wolf. Gott existiert für Hobbes nicht. Er ist Empiriker, Rationalist und vertritt das Nützlichkeitsprinzip. Nach John Locke sollte der Mensch nicht alle Rechte an den Staat abgeben. Er entwickelt das Prinzip der Gewaltenteilung und gilt als Begründer der Menschenrechte.
Teil 18: Schopenhauer und Nietzsche & Fundemente der Moderne - Darwin, Freud, Max Weber Arthur Schopenhauer & Friedrich Wilhelm Nietzsche (1788-1860) Schopenhauer glaubt, dass der Welt ein irrationales Prinzip zu Grunde liegt. Sein Hauptwerk: Die Welt als Wille und Vorstellung. Einer seiner Thesen: Es gibt keine Welt außerhalb der Wahrnehmung. Der Wille ist die Triebfeder allen Handelns und Lebens. Er versucht als Erster, das buddhistische Denken in die deutsche Denktradition zu integrieren. (1844-1900) Nietzsches großes Oeuvre lässt sich im Anschluss an die Texte Die Geburt der Tragödie, Menschliches Allzumenschliches und Also sprach Zarathustra in drei Phasen gliedern. Bekannt und häufig unverstanden ist seine Überzeugung, dass es keine Moral gibt. Ähnliches trifft für seine Lehren von der Herrenmoral, vom Übermenschen und vom Willen zur Macht zu. Fundamente der Moderne: Darwin, Freud, Max Weber Alle drei Denker sind auf ihre Weise Ursachenforscher, die. ..
„Unser Planet ist zu klein geworden für den Fortschritt“ – trotz dieser alarmierenden Feststellung leuchtet aus Paul Virilios Augen der Wissensdurst eines neugierigen Menschen. Der französische Philosoph und Medienkritiker gilt als einer der größten Denker der Gegenwart. Im Mittelpunkt seines Interesses steht die Diktatur der Geschwindigkeit, die Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und die Welt der Information beherrscht. Virilio befasst sich mit den Brüchen der Moderne und kommt zur Erkenntnis, dass unser vermeintlicher Fortschritt ein Scheitern ist: Seit 1990 sind 70 % aller Katastrophen auf „künstlich“ erzeugte technische Unfälle zurückzuführen. Ob Tschernobyl oder die Madrider Zuganschläge: Überall wird der Mensch mit der Endlichkeit der Welt konfrontiert. Doch Paul Virilio lässt sich von dieser gnadenlosen Feststellung nicht entmutigen: „Ich halte es mit Winston Churchill, der sagte, ein Optimist sehe in jeder Schwierigkeit eine Chance.“ Im Alleingang forscht der Philosoph über.. .
Eine Autobiographie setzt zumindest eines voraus: dass das Ich weiß, wer es ist. Doch wer ist denn schon mal einem Ich begegnet? Ich jedenfalls nicht. Safaa Fathys Portrait gibt den Lesern Jacques Derridas nun immerhin die Möglichkeit, dem Philosophen im Anderswo der Schrift, in Ton und Bild, zu begegnen. Fathy begleitet den Philosophen in seine algerische Heimat, nach Spanien, während Vorlesungen in Paris und den USA - sowie in sein Pariser Domizil. Es sind dies Reisen an die Grenzen von Biografie und Werk, bei denen zentrale Gedanken von Derridas Philosophie - Schrift und Spur, Gastfreundschaft, Archiv, Gabe, Beschneidung, Gemeinschaft - sich mit seiner algerisch-jüdischen Herkunft verweben. Mit einer ausführlichen Wortmeldung seines langjährigen Freundes und Kollegen Jean-Luc Nancy. Im Booklet ein ausführliches Derrida-Interview aus den Cahiers du cinéma.
Episoden: Was ist Freiheit? Es gibt mehrere Arten der Freiheit, die des Willens und die des Handelns. Es ist uns selten bewusst, dass Freiheit sehr viel mit Können zu tun hat, ein Können, das wir Menschen uns mühevoll gegen viele Widerstände erarbeiten müssen. Je mehr wir Menschen können, desto größer ist der Spielraum der Freiheit, die wir Selbstbestimmung nennen. Wie frei können wir Menschen sein? Wie groß ist der Spielraum unserer Freiheiten? Können wir einfach, was wir wollen und wenn nicht, warum nicht? Ist Freiheit nur eine Illusion? Die Hirnforscher haben in jüngerer Zeit gemeint, dass Willensfreiheit nur eine Illusion sei. Ist sie das wirklich und wenn nicht, warum nicht? Wie hängen Freiheit und Verantwortung zusammen? Verantwortung ist abhängig von Freiheit. Die Frage ist aber, was und wie viel wir verantworten können und sollen. Sind wir auch für die Zukunft verantwortlich? Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist Inhaber des Lehrstuhls I für Philosophie.. .
Teil 9: Neuplatonismus & Antike Philosophie - ein Rückblick Neuplatonismus Der wichtigste Vertreter des Neuplatonismus ist Plotin (204 - 269 n. Chr.). Ausgangspunkt seines Denkens war die Idee des Kosmos, den er als Weltleib mit einer einzigen Weltseele verstand. Ein unfassbarer, überirdischer Gott steht im Zentrum seines mystischen Denkens. Plotin hat am Ende der antiken Philosophie der Vernunft eine religiöse Aufgabe gegeben, nämlich Gott zu denken. Das hatte nicht nur großen Einfluss auf die Philosophie des Mittelalters, sondern auch auf die Philosophien des Deutschen Idealismus im frühen 19. Jahrhundert. Antike Philosophie - ein Rückblick Das erste Jahrtausend Philosophiegeschichte hat die Welt der Götter und die Rätsel der Natur allein mit den Mitteln des Denkens entzaubert. Erst Plotin hat dem Denken am Ende der Antike einen mystischen Glanz gegeben und die philosophische Entwicklung des Christentums vorbereitet.
Welchen Wert hat individuelles, menschliches Leben? Zunächst steht die subjektive Perspektive, in der wir Risiken für unser Leben eingehen und damit implizit eine Bewertung vornehmen. Diese subjektive Perspektive ist allerdings mit einer ganzen Reihe von Problemen verbunden, darunter dem, was überhaupt als vergleichbar gelten kann. Dem wird eine objektive Perspektive gegenüber gestellt, wonach das menschliche Leben extern betrachtet einen bestimmten Wert habe, was ebenfalls zu Aporien führt. Aufgrund dieses negativen Ergebnisses plädiert dann der Referent für eine deontologische Konzeption, die nicht auf den Wert des Lebens selbst, sondern auf die Regeln des Umgangs mit individuellem menschlichen Leben Wert legt, wobei die Autonomie der einzelnen Person, ihre Autorschaft und Eigenverantwortung im Mittelpunkt stehen.
Naturwissenschaft und Philosophie So war die Physik bis Mitte des 19. Jahrhunderts experimentelle Philosophie. Heute sind Naturwissenschaften und Technik die prägenden Momente. Sie entwickelten sich, gelöst von den metaphysischen Fragestellungen der Philosophie zum grandiosen Triumph menschlicher Vernunft. Trotz des großen Erfolges bleiben aber Fragen, die weder durch Physik noch durch irgendeine andere Wissenschaft beantwortet werden können. Den Grenzfragen, den Fragen nach dem Hintergrund hinter den messbaren Dingen, geht die Naturphilosophie nach. Sie tut es in der Tradition der Urväter der Philosophie, den Vorsokratikern. Der Kosmos oder: Warum ist nicht Nichts? Hier wird das Panorama der kosmischen Geschichte aufgerollt. Es beginnt mit einem der größten philosophischen Probleme, das zugleich das größte naturwissenschaftliche Rätsel überhaupt ist: Warum ist nicht Nichts? - oder physikalisch gefragt: Wie ist das Universum entstanden? Es gibt kein größeres Laboratorium für.. .
Teil 21: Philosophische Hauptströmungen im 20. Jahrhundert & 2.500 Jahre Philosophiegeschichte - eine Bilanz Philosophische Hauptströmungen im 20. Jahrhundert Der Pragmatismus: Wahrheit und wissenschaftlicher oder sozialer Nutzen sind in diesem Denken miteinander eng verbunden. Wegbereiter ist John Dewey (1859 - 1952). Ihm folgen Charles S. Peirce und William James nach. Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse sind die Begründer der Kritischen Theorie. Sie wendet sich gegen die traditionelle Auffassung von Theorie und will mit der kritischen Kraft der Vernunft das Leben der Gesellschaft verbessern. Jürgen Habermas hat mit seiner Theorie des kommunikativen Handels die Kritische Theorie weiterentwickelt. Jean-Paul Sartre (1905 - 1980) gehört mit Albert Camus zu den großen Persönlichkeiten des französischen Existentialismus. Sein Hauptwerk Das Sein und das Nichts ist von einem radikalen Freiheitsdenken und einem tiefen Pessimismus geprägt. 2500 Jahre.. .
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Gut handeln und gut sein Einer der moralphilosophischen Grundbegriffe ist der Begriff der Tugend. Die „Tugendethik“ vertritt die These, die grundlegende Frage der Ethik laute „Was für ein Mensch soll ich sein?“ und nicht „Wie soll ich handeln?“ Die ethische Tugend ist die Verfassung, welche die richtige emotionale Reaktion und dadurch die richtige Entscheidung ermöglicht. Es genügt nicht, dass ein Mensch gut handelt; er ist vielmehr erst dann gut, wenn er zu einer dauernden inneren Einheit gekommen ist.
Gibt es eine Formel für Kreativität? Eine einzigartige Reise durch die verschiedenen Facetten der Kreativität in Kunst, Kultur, Philosophie, Politik und Wissenschaft. Mit mehr als 50 Stars, Oscar®- und Nobelpreisträgern entdeckt der Film die Genialität der kreativsten Menschen der Welt: Was treibt sie an, ihre Ideen Realität werden zu lassen? Zum 30-jährigen Jubiläum des Projekts bricht Regisseur Hermann Vaske zu einem persönlichen Road Movie in das Land der Inspiration auf. WHY ARE WE CREATIVE? zelebriert die besten Kreativen der Welt. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame und überraschende Odyssee in die Welt der Kreativität. Der Film basiert auf dem „Why Are You Creative“-Projekt des Regisseurs Hermann Vaske und ist eine einzigartige Reise durch die verschiedenen Facetten der Kreativität: künstlerisch, intellektuell, philosophisch und wissenschaftlich. U.a. mit David Bowie, Ai WeiWei, Wim Wenders, Yoko Ono, David Lynch, Philippe Starck, Damian Hirst, John.. .
Naturwissenschaft und Philosophie So war die Physik bis Mitte des 19. Jahrhunderts experimentelle Philosophie. Heute sind Naturwissenschaften und Technik die prägenden Momente. Sie entwickelten sich, gelöst von den metaphysischen Fragestellungen der Philosophie zum grandiosen Triumph menschlicher Vernunft. Trotz des großen Erfolges bleiben aber Fragen, die weder durch Physik noch durch irgendeine andere Wissenschaft beantwortet werden können. Den Grenzfragen, den Fragen nach dem Hintergrund hinter den messbaren Dingen, geht die Naturphilosophie nach. Sie tut es in der Tradition der Urväter der Philosophie, den Vorsokratikern. Die Naturgesetze Die moderne Suche nach Naturgesetzen war und ist die Fortsetzung der griechischen Naturphilosophie mit anderen Mitteln. Physik war einmal experimentelle Philosophie, deshalb sucht sie auch heute noch nach den ewigen Seinsgründen. Je einfacher und klarer die in mathematische Form gegossenen Gesetze sind, umso einfacher sind sie zu.. .
Teil 2: Die Naturphilosophen aus Milet & Pythagoras Die Naturphilosophen aus Milet Die Denker haben sich vom Götterhimmel gelöst und vertrauen nun auf die eigene Vernunft. Thales (624 - 564 v. Chr.): Seine Lehre basiert darauf, dass alles aus Wasser entstanden sei. Anaximander (611 - 546 v. Chr.): Auch er versuchte die Welt umfassend zu erklären. Im Mittelpunkt seiner Philosophie stand das Apeiron, das Unendliche, in dem er auch den Ursprung der Dinge sah. Anaximenes (585 - 525 v. Chr.): Er war Schüler des Anaximander. In seinem Werk Über die Natur stellt er die Luft als das stoffliche Prinzip heraus. Pythagoras (570 - 475 v. Chr.) Er versuchte Mathematik, Philosophie und Wissenschaft zusammenzubringen. Alles ist Zahl, das ist der Satz, der seiner Philosophie zugeschrieben wird, und er verdeutlicht, dass man die Zahl als konstituierendes Element der Natur verstand. Er war der erste, der Mathematik als wissenschaftliches Instrument verwendet hat (a² + b² = c²).
Der Mensch denkt nicht nur mit dem Kopf, er glaubt auch mit dem Kopf. Wenn wir verstehen, warum wir glauben, können wir mit diesem Wissen überprüfen, was wir glauben. Dazu müssen wir auch den Zweifel zulassen. Zwei Jahrtausende lang war christlicher Glaube Kirchenglaube. Auch heute sind Menschen auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Aber die traditionellen Erklärungen genügen ihnen nicht mehr. Die alten Deutungen sind auch im Lichte kritischer Forschung korrekturbedürftig. Die Kirchen vermeiden die Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Wissenschaften. Sie sind nicht bereit, sich und ihre Lehren in Frage zu stellen. Stattdessen reden sie lieber von Moral. Damit verpassen sie die Chance, die Menschen zu erreichen.
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit des freien Willens Sind wir frei zu tun, was wir wollen? Oder wollen wir nur, was die Natur, die Gene, das Gehirn auch ohne unser bewusstes Wollen schon längst vorherbestimmt haben? Was wollen wir überhaupt unter Freiheit verstehen? Welche Freiheitsbegriffe gibt es? Ist Freiheit eventuell sogar mit natürlicher Determination vereinbar? Die drei klassischen Positionen in der philosophischen Freiheitsdebatte werden erläutert und.. .
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit der Substanz Die Frage nach der Substanz ist eines der zentralen Themen der Philosophie. Sind nur die Elementarteilchen Einzeldinge und alles andere nichts weiter als Anordnungen von Elementarteilchen? Oder gibt es neue, höherstufige Einzeldinge, etwa eine Zelle oder ein Organismus, die mehr sind als nur die Summe ihrer Teile? Was macht dieses mehr aus? Die Einzeldinge verändern sich in der Zeit. Wie kann etwas dasselbe.. .
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit der Person Was macht eine Person aus? Gelten für Personen dieselben Identitätsbedingungen wie für andere raum-zeitliche Objekte? Können nur Menschen Personen sein? Sind alle Menschen Personen? Wann fängt das personale Leben an? Wie können Personen trotz all der körperlichen und geistigen Veränderungen im Laufe des Lebens dieselben bleiben? Die drei klassischen Kriterien für personale Identität werden kritisch untersucht: das. ..
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Tätigsein und Arbeit Zwei Bedeutungen von Arbeit müssen unterschieden werden – Arbeit als eine mühsame Last, bei der man immer wieder dasselbe tut sowie Arbeit als eine Tätigkeit, eine Aufgabe, ein Werk, das man ausführt, um gemeinsam mit anderen etwas zu tun, das sowohl sinnvoll als auch wertvoll ist. Die.. .
Naturwissenschaft und Philosophie So war die Physik bis Mitte des 19. Jahrhunderts experimentelle Philosophie. Heute sind Naturwissenschaften und Technik die prägenden Momente. Sie entwickelten sich, gelöst von den metaphysischen Fragestellungen der Philosophie zum grandiosen Triumph menschlicher Vernunft. Trotz des großen Erfolges bleiben aber Fragen, die weder durch Physik noch durch irgendeine andere Wissenschaft beantwortet werden können. Den Grenzfragen, den Fragen nach dem Hintergrund hinter den messbaren Dingen, geht die Naturphilosophie nach. Sie tut es in der Tradition der Urväter der Philosophie, den Vorsokratikern. Pragmatische Aspekte der Wissenschaft Ein erster Schritt ist die Analyse des erklärenden Anspruchs von Wissenschaft. Wissenschaftliche Erklärungen sind Antworten auf Warum-Fragen, die ihre erklärende Funktion in einem bestimmten Kontext haben. Ein zweiter Schritt ist die Analyse verschiedener Spielarten des Konstruktivismus. Diese kritisieren entweder.. .
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Personalität und ihr tieferer Grund Kann jenes Höchste und Unbedingte in unserem Denken, Erkennen und Bewerten personal genannt werden? Zu dieser Frage gab es eine sehr kontroverse Diskussion in der Geschichte der Philosophie. Eine interessante Antwort gibt der christliche Gottesbegriff mit seiner Lehre von der Dreifaltigkeit. Sie besagt, dass Gott einerseits uns gegenüber steht als Du, zugleich aber auf unserer Seite ist, nämlich neben uns als Mensch und in uns als Geist. So ist uns ein personales Verständnis Gottes möglich.. .
Grenzen des Wissens sind sowohl für den Alltagsverstand als auch für die Wissenschaft etwas Vertrautes; sie machen die Erfahrung der Endlichkeit aus. In der Wissenschaft können sie aber auch Ausdruck von etwas Vollständigem oder Vollkommenen sein – die Wissenschaft weiß (irgendwann) alles und kommt deshalb zu einem Ende. Im Gegensatz dazu steht die Vermutung, dass das Erkennen an Grenzen stößt, weil entweder die Natur oder unser Erkenntnisvermögen weitere Fortschritte nicht zulassen. Der Vortrag geht derartigen Vorstellungen von einem Ende unseres Wissens und der Wissenschaft nach. Die Frage nach theoretischen Grenzen (Grenzen der Wissensbildung) wird verneint, die Frage nach praktischen Grenzen (ökonomischen und ethischen Grenzen) wird bejaht.
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Philosophisch nach dem Menschen fragen Was kann die Philosophie über das Wesen des Menschen sagen? Sie ist keine empirische Wissenschaft. Sind allgemeine Aussagen über den Menschen überhaupt möglich oder gar sinnvoll? Im Dialog mit den Wissenschaften, aber auch mit der Tradition einer philosophischen.. .
KANT 3.0 Dialog über einen kritischen Geist Gespräch mit Prof. Wilhelm Vossenkuhl und Prof. Harald Lesch WWW so heißt heute die Lösung für die meisten Probleme. Ein kurzer Blick ins Internet und schon ist die Frage gelöst. WWW so könnte man auch Immanuel Kants Projekt der Philosophie nennen: Kant 3.0: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Damit hat Kant die Philosophie auf den Punkt gebracht. Seine Antworten darauf haben auch nach über 200 Jahren im 21. Jahrhundert eine große Bedeutung. Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist Inhaber des Lehrstuhls I für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Prof. Dr. Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie an der Ludwig-Maximilians-Universität und Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München sowie Moderator der ZDF-Reihe „Abenteuer Forschung“.
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Der uralten Tradition Chinas in Literatur, Theater und Philosophie hat Brecht große Beachtung geschenkt. Brecht reflektiert seine Rolle als verbannter Dichter auch im Spiegel großer chinesischer Lyriker wie Tu-Fu und Po-Chüyi (8./9. Jahrhundert). Von besonderer Aktualität wird für Brecht der große chinesische Weise Lao Tse. Mit Lao Tse setzt er auf eine durch den Künstler mit zu befördernde politische Aktivität, in der am Ende die jetzt Schwachen und Ohnmächtigen über die jetzt Mächtigen und Starken siegen werden.
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Das Moralprinzip Anhand welcher Kriterien werden Handlungen moralisch beurteilt? Die Verbindung zwischen der Handlungstheorie und der Frage nach den moralischen Prinzipien ist der Begriff der Absicht. Die Frage nach der richtigen Absicht führt so zur Frage nach dem richtigen Lebensentwurf. Aufgabe der Ethik ist die Frage nach der einschränkenden Bedingung, der die persönlichen Lebensentwürfe unterliegen. Diese ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen, der niemals bloß als Mittel gebraucht werden darf.
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Das Jenseitige ist diesseitig, das transzendente Immanent Mit der Frage der Personalität Gottes hängt die nach seinem Verhältnis zur Welt zusammen. Wenn Gott sich von der Welt radikal unterscheidet, scheint er ihr gegenüberzustehen. Das Verhältnis ist nur in einer Einheit von Transzendenz und Immanenz zu begreifen. Wie weit werden die verschiedenen Modelle des Gott-Welt-Verhältnisses, die in der Geschichte der Philosophie entwickelt wurden, wie Monismus, Dualismus oder Pantheismus der geforderten Differenz-Identität von Gott.. .
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Unser Gefühl frei zu sein, Entscheidungen nach Abwägung des Für und Wider zu treffen und dann auch dafür die Verantwortung zu tragen, Autoren unseres Lebens zu sein, wird heute von einigen Neurowissenschaftlern, aber von je her von Deterministen unterschiedlicher Couleur, als eine Illusion bezeichnet. Julian Nida-Rümelin entwickelt in diesem Vortrag Gedanken zur menschlichen Freiheit, die unserer lebensweltlichen Praxis entsprechen und mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen vereinbar sind. Theoretische Gründe für Überzeugungen und praktische Gründe für Handlungen spielen eine zentrale Rolle. Beide Typen von Gründen haben die gleiche logische Form und beide lassen sich nicht naturalisieren. Die hier entwickelte Freiheitskonzeption fügt sich gut in ein komplexes und mehrstufiges wissenschaftliches.. .
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Die charakteristischen Eigenschaften moralischer Urteile Moralische Probleme haben es mit Entscheidungen zu tun. Wenn wir ein moralisches Urteil fällen, behaupten wir, dass es richtig ist, in einer bestimmten Weise zu handeln, oder dass wir in einer bestimmten Weise handeln sollen. Der moralische Wert ist ein absoluter Wert, der durch keinen anderen Wert außer Kraft gesetzt werden kann. Die philosophische Ethik fragt also nach der in einem uneingeschränkten Sinn richtigen Entscheidung oder nach dem in einem uneingeschränkten Sinn richtigen Handeln.
Einen philosophischen Gang der Reflexion von Parmenides bis Karl Marx bilden die hier dokumentierten letzten großen Vorlesungen von Hans Heinz Holz (1927–2011). Er hielt sie 2009 als Fellow des Weimarer Kollegs Friedrich Nietzsche an seinem Wohnort Sant’Abbondio in der Schweiz. „Man kann Hans Heinz Holz im allerbesten Sinne als Nachfolger von Gottfried Wilhelm Leibniz bezeichnen, nicht nur wegen seines enzyklopädischen Wissens, sondern vor allem, weil er uns die verschiedenen Perspektiven auf die Welt im Ganzen näher brachte. Seine Philosophie war und ist auch eine Philosophie der Toleranz.“ (Rüdiger Schmidt-Grépály) Enthält die folgenden Vorlesungen auf zwei DVDs: 1. Vorlesung: Was sind und welche Formbestimmtheit haben spekulative Sätze? 2. Vorlesung: Hegel: Das Wahre ist das Ganze 3. Vorlesung: Parmenides: Dasselbe nämlich sind Denken und Sein 4. Vorlesung: Cusanus: Das Ganze scheint in all seinen Teilen wider 5. Vorlesung: Leibniz: Alles Mögliche drängt sich zur.. .
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit des Geistes (Das Leib-Seele-Problem) Schon die Denker der Antike fragten sich, ob die Seele vom Körper verschieden sei, vielleicht sogar den Tod des Körpers überleben könnte. Wie kommt es, dass unser Gehirn etwas erlebt und fühlt? Hat der menschliche Geist eigenständige kausale Kräfte oder ist er nur ein wirkungsloses Nebenprodukt des Gehirns? Können die Gesetze der Physik vom Geist außer Kraft gesetzt werden? Drei klassische.. .
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Endliche, Abwägende Vernunft Handle so, dass du durch dein Handeln die konkrete Freiheit der von deinem Handeln Betroffenen nicht grundlos einschränkst und dass du sie in dem Ausmaß, als die anderen auf dich angewiesen sind und es dir möglich ist, förderst. Wann ist die Einschränkung der Freiheit eines anderen berechtigt? Nach welchen Kriterien ist zu entscheiden, ob es dem Handelnden zumutbar ist, einem anderen zu helfen?
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Emotionen und Vernunft Vernünftig über Gefühle nachzudenken – ist das nicht ein Widerspruch? Sind Emotionen nicht gerade das im Menschen, was sich der Vernunft und einer philosophischen Reflexion entzieht? Anhand der Theorie der Emotionen der Stoiker, Aristoteles und Thomas von Aquin wird dargelegt, dass viele.. .
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Gott als Thema der Philosophie Das Wort Gott stammt aus dem religiösen Glauben und hat von dort seinen Inhalt. Die Religion gab zunächst in ihren Mythologien Antwort auf die Fragen: Woher kommen wir? Wie ist die Welt zu erklären? Im alten Griechenland begann man nach dem allgemeinen Ursprung (der Arché) in Begriffen zu fragen, die man aus der Anschauung der Natur oder des Denkens entnahm. Dies verband sich mit einer Religionskritik, die den Sinn hatte, über Gott oder das Göttliche Vernünftiges zu sagen. Grundlage für ein.. .
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Glück, Sinn und das gelungene Leben Gibt es etwas, das alle Menschen wollen? Das Glück vielleicht? Worum geht es beim Glück? Oder ist es ein sinnvolles Leben, was alle Menschen wollen? Aber was ist der Sinn des Lebens? Eine dritte Antwort ist, dass alle Menschen ein Leben wollen, das ihren Wünschen und.. .
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Der Begriff der sittlichen Handlung Voraussetzung dafür, dass wir eine Handlung moralisch bewerten können ist, dass sie gewollt ist. Unser alltägliches Bewusstsein sagt uns, dass der Mensch für die Folgen seiner Handlung verantwortlich ist und dass die Folgen für die moralische Beurteilung einer Handlung von Bedeutung sind. Aber gilt das für alle Folgen? Wie ist der Begriff der Handlungsfolgen zu bestimmen und welche Unterscheidungen sind hier zu machen?
Naturwissenschaft und Philosophie So war die Physik bis Mitte des 19. Jahrhunderts experimentelle Philosophie. Heute sind Naturwissenschaften und Technik die prägenden Momente. Sie entwickelten sich, gelöst von den metaphysischen Fragestellungen der Philosophie zum grandiosen Triumph menschlicher Vernunft. Trotz des großen Erfolges bleiben aber Fragen, die weder durch Physik noch durch irgendeine andere Wissenschaft beantwortet werden können. Den Grenzfragen, den Fragen nach dem Hintergrund hinter den messbaren Dingen, geht die Naturphilosophie nach. Sie tut es in der Tradition der Urväter der Philosophie, den Vorsokratikern. Wissenschaft und Philosophie Ein Streifzug durch 2.500 Jahre Naturphilosophie. Nach einer ausführlichen Besprechung was denn Natur und Philosophie sind, werden die wichtigsten Themen der Naturphilosophie vorgestellt und mit den zentralen Fragestellungen der Naturwissenschaften verknüpft. Was unterscheidet die Philosophie von den Einzelwissenschaften?.. .
Was ist Zeit? Es gibt unterschiedliche Zeitverständnisse. Mit den jeweils herrschenden Zeitvorstellungen wird in der Gesellschaft Ordnung gemacht und auch die Individuen strukturieren mit ihrem Zeitverständnis ihr Leben und dessen Verlauf. Vormoderne In der Vormodernde fand man die Zeit bei Gott, bzw. in den Regeln des kirchlichen Lebens und in der von Gott geschaffenen Natur. Die Zeit hatte immer eine bestimmte Qualität. Sie wurde nicht oder nur sehr selten gemessen. Moderne In der Moderne suchten und fanden die Menschen die Zeit bei den Glocken und an der Uhr. Zeit wurde gemessen und organisiert. Die Menschen nahmen die Zeit in die eigene Hand und fingen an, sie zu managen.
Was ist Toleranz heute im weltkulturellen, weltphilosophischen, weltpolitischen und weltreligiösen Kontext? Toleranz ist eine Tugend, die das eine Wahre, Gute und Schöne in vielen Gestalten zulässt. Ist Toleranz grenzenlos oder gibt es Grenzen der Toleranz? Eine Toleranz, die eine Selbstverpflichtung kennt, zieht sich weder eine zu enge noch eine zu weite Grenze. Gibt es eine theoretische Toleranz und Intoleranz und wie verhalten sie sich? Während eine theoretische Toleranz unterschiedliche Lesearten zulässt und billigt, ist eine theoretische Intoleranz von der eigenen Lesart absolut überzeugt und lehnt andere Lesarten schon in der Theorie ab. Wie ist das Verhältnis zwischen Toleranz und Absolutheitsanspruch? Toleranz und Absolutheitsansprüche sind wie Feuer und Wasser. Gibt es säkulare und sakrale Toleranz? Ist Pluralismus ein Wert, so gilt er nicht nur hier auf Erden, sondern ebenso auch im Himmel. Strenge Monismen, ob kulturell, religiös oder politisch.. .
Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch? Die Wirklichkeit des spekulativen Denkens Kann ein rational begründetes Weltbild entworfen werden, das auf spekulativem Denken beruht? Was ist der Gegenstand und die Methode der Metaphysik? Die Methode der am meisten verbreiteten Metaphysik wird dargestellt und von anderen Wissenschaften abgesetzt. Dabei geht es nicht um starre, dogmatische Thesen. Die im Prozess des spekulativen Denkens gestellten Fragen haben oft mehr als nur eine vernünftige.. .
Naturwissenschaft und Philosophie So war die Physik bis Mitte des 19. Jahrhunderts experimentelle Philosophie. Heute sind Naturwissenschaften und Technik die prägenden Momente. Sie entwickelten sich, gelöst von den metaphysischen Fragestellungen der Philosophie zum grandiosen Triumph menschlicher Vernunft. Trotz des großen Erfolges bleiben aber Fragen, die weder durch Physik noch durch irgendeine andere Wissenschaft beantwortet werden können. Den Grenzfragen, den Fragen nach dem Hintergrund hinter den messbaren Dingen, geht die Naturphilosophie nach. Sie tut es in der Tradition der Urväter der Philosophie, den Vorsokratikern. Die Methode der empirischen Wissenschaften Die philosophische Position des Positivismus behauptet, alle wissenschaftliche Erkenntnis müsse ausschließlich auf Beobachtungen und logischen Schlussfolgerungen beruhen. Es zeigt sich aber, dass dieser Anspruch nicht eingelöst werden kann. Die Beobachtungen sind in der Erkenntnis der Naturwissenschaften immer.. .
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist. Freundschaft und Liebe Ist der Mensch tatsächlich ein Wesen, das von Natur aus auf Beziehungen angelegt ist? Oder ist er nicht viel eher ein Einzelkämpfer? Ist nicht jede Liebe letztlich egoistisch? Was für eine Rolle spielen die Emotionen, besonders die Verliebtheit, um Liebe und tiefe menschliche Beziehungen. ..
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Grund der Welt und letzte Wahrheit Das philosophische Nachdenken über den religiösen Glauben hatte von Anfang an das Ziel, dem Wort Gott eine von der Vernunft akzeptable Bedeutung zu geben. Aus diesem Bemühen sind Gedankengänge entstanden, die man später Gottesbeweise nannte. Der sogenannte Kosmologische Gottesbeweis will nun zeigen, dass sich in unserem Begriff eines umfassenden Seins eine Selbständigkeit abzeichnet, ohne die unsere Welt nicht gedacht werden kann. Er macht deutlich, dass ohne sie der Begriff Gott seinen. ..
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert. Wonach fragt die Philosophische Ethik? Die beiden klassischen Antworten in der Geschichte der Philosophie lauten: (a) sie fragt nach dem Glück; das ist die Antwort der Antike (Aristoteles). Dagegen ist einzuwenden: Das Glück ist eine subjektive Größe. Jeder muss „nach seiner eigenen Fasson“ glücklich werden. (b) Sie fragt, was wir tun sollen; das ist die Antwort der Moderne (Kant). Dagegen stehen die Einwände Nietzsches und der Soziobiologie.
Episoden: Wer bin ich? Mit dieser Frage beschäftigten wir uns meistens dann, wenn es uns besonders schwer fällt, darauf zu antworten. Wie können wir etwas Zuverlässiges über uns selbst wissen und uns über uns selbst klar werden? Ich und die Anderen Das, was ich bin, verdanke ich vielen anderen. Selbst das Wissen von mir selbst, setzt - so merkwürdig das scheint - andere voraus. Was heißt Selbstbewusstsein? Selbstbewusstsein setzt sich aus Selbstwissen und Selbstvertrauen zusammen. Beides gibt es aber auch getrennt, sonst wäre Selbstkritik nicht möglich. Der eigene Wille Wir denken, dass der eigene Wille am besten Auskunft darüber gibt, wer wir sind. Das kann täuschen, denn so eigen, wie wir meinen, ist unser Wille selten. Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist Inhaber des Lehrstuhls I für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Was ist Zeit? Es gibt unterschiedliche Zeitverständnisse. Mit den jeweils herrschenden Zeitvorstellungen wird in der Gesellschaft Ordnung gemacht und auch die Individuen strukturieren mit ihrem Zeitverständnis ihr Leben und dessen Verlauf. Postmoderne In der Postmodernde werden das Zeitverständnis und das Zeithandeln weitgehend von den Non-stop Technologien bestimmt. Das Zeithandeln richtet sich in erster Linie auf die Zeitverdichtung hin aus. Alles, gleichzeitig und zwar sofort ist das Motto postmoderner Zeitorganisation. Das nennen wir flexible Zeiten.
Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden. Glaube an Gott - Ein letztes Vertrauen trotz Bosheit und Leid Wie ist die Annahme eines allmächtigen und gütigen Gottes mit dem Übel und dem Bösen in der Welt vereinbar? Muss nicht eines von beiden Attributen Gott abgesprochen werden? Doch ist bei einer Trennung beider überhaupt noch von einer letzten Macht oder einer letzten Gutheit zu sprechen? Mit einer prinzipiellen Antwort auf das Theodizee-Problem ist die Frage, warum es so viel Leid und Böses in der Welt gibt, nicht zu beantworten. Die Philosophie kann uns jedoch lehren, .. .
Das Wissen dieser Welt wird in den Hörsälen der Universitäten gelehrt. Die Uni ins Wohnzimmer bringen die Vorlesungen der Reihe uni auditorium mit Themen aus vielen Fachbereichen. Der Mensch ist sich selbst noch immer das rätselhafteste Wesen. Daran ändern auch die Fortschritte der Wissenschaften vom Menschen nichts. Es kommt darauf an, jenseits einer Absolutsetzung entweder biologischer Erklärungen (Biologismus) oder kultureller Erklärungen (Kulturalismus), die sich auf das Leben und die Gesetze, unter die das Leben tritt, beziehen, wieder eine wissenschaftlich informierte und philosophisch reflektierte Position einzunehmen. Der Mensch soll nicht auf das reduziert werden, was er als (pure) Natur ist oder als (absoluter) Geist sein will. Philosophische Anthropologie und Ethik finden hier ihre modernen Aufgaben.
Entgegen der verbreiteten Auffassung, dass Wahrheitsansprüche in der Demokratie unangemessen seien, begründet Nida-Rümelin die These, dass ohne normative Wahrheitsansprüche die demokratische Gesellschaft und Politik undenkbar seien. Die demokratische Ordnung beruht auf normativen Überzeugungen, wie die der Toleranz aus Respekt und der gleichen Freiheit aller Menschen. Wenn diese Überzeugungen zur Disposition stünden, wäre auch die Demokratie als Lebensform obsolet.